Thema: Samsung Qbowl im Test
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27.12.2007 20:15 #1Administrator













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Samsung Qbowl im Test
Samsung Qbowl - Eine iPhone-Alternative im Test
In Zeiten, in denen sich (fast) alles um das iPhone von Apple dreht, ist es angenehm, eine Alternative auswählen zu können. Wer bereit ist, einen Vertrag bei Vodafone abzuschließen, kann sich für das Multimedia-Handy Qbowl von Samsung entscheiden. Während T-Mobile das iPhone exklusiv vertreiben darf, hat sich Vodafone den exklusiven Vertrieb des Qbowl gesichert. Unsere Redaktion hatte die Möglichkeit, das Samsung-Telefon, das auch unter der Produktbezeichnung SGH-F300 angeboten wird, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ein schwerer Brocken
Wer das schwarze Handy aus seiner Verpackung befreien darf, kann sich über den Anblick eines Design-Telefons freuen. Schwarzes Kleid, riesiges Display, keine Tastatur. Doch Stopp: im Gegensatz zum iPhone fehlen die praktischen Tasten für eine komfortablere Bedienung nicht komplett. Vielmehr lässt sich eine vollständige QWERTZ-Tastatur seitlich hinter dem Bildschirm hervor schieben. Geschieht dies, springt das sichtbare Bild automatisch vom klassischen Sichtfeld in den Breitbildmodus. Für die weitere Bedienung muss das Handy anschließend um 90 Grad gedreht werden.
Aber: das Qbowl ist mit 139 Gramm vergleichsweise schwer. Darüber hinaus zählt es mit Abmessungen von 112 x 56 x 16 Millimetern auch nicht gerade zu den handlichsten Modellen, die am Markt erhältlich sind. Ein dickes Minus muss dem Samsung-Handy darüber hinaus für die Menüführung ausgestellt werden. Sie wirkt weder intuitiv, noch sonderlich liebevoll programmiert. Das macht sich vor allem bei den Menüsymbolen bemerkbar, die die Steuerung eigentlich erleichtern sollen. Viele Personen stellen sich auf den ersten Blick aber eher die Frage, was gewisse Symbole denn wohl bedeuten könnten, wie Stichproben unserer Redaktion belegen. Besonders in den ersten Nutzungswochen erschwert das umständliche Menü die Bedienung enorm.
Dafür kann das Samsung-Telefon bei der mobilen Datenübertragung im Vergleich mit dem Luxus-Handy von Apple in einem ganz entscheidenden Punkt glänzen: es ist UMTS- und in entsprechend ausgebauten Regionen sogar HSDPA-fähig während das iPhone lediglich EDGE unterstützt. Wer schnell im Internet surfen oder größere Downloads starten möchte, ist mit dem Qbowl demnach besser bedient. Im besten Fall sind im Downstream bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. In GSM-Netzen unterstützt auch das Qbowl den langsameren EDGE- (bis zu ca. 200 Kilobit pro Sekunde) beziehungsweise GPRS-Standard (bis zu circa 54 Kilobit pro Sekunde).
Wer sein Handy nutzt, um im Internet zu surfen, wird schnell die Vorzüge des Qbowl zu schätzen wissen. In Regionen, in denen das UMTS- beziehungsweise HSPDA-Netz von Vodafone bereits ausgebaut wurde, kann von einem schnellen Seitenaufbau profitiert werden. Außerdem ist eine Nutzung der Live- und Videostreams des MobileTV-Angebots möglich. Die machen aber nur an einem festen Standpunkt wirklich Spaß. Unterwegs im Zug oder im Auto ruckelt das TV-Bild aufgrund der häufigen Wechsel der Mobilfunkzellen sehr stark.
Ein Genuss für Fußballfans
Richtig viel Freude können Fußballfans mit dem Qbowl haben. Wenn sie bereit sind, monatlich 7,50 Euro bei einer zwölfmonatigen Vertragsbindung zu bezahlen, ist mit dem Handy der Empfang aller Live-Spiele der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga möglich. Die Qualität des Bildes ist auch aufgrund des vergleichsweise großen Displays erstaunlich gut. Insgesamt 3,2 Zoll bei einer Auflösung von 240x432 Bildpunkten sprechen für sich. Bis zu 262.144 Farben lassen sich darstellen. Im Praxistest konnte der Spielverlauf bei Live-Übertragungen stets gut verfolgt werden.
Einziger Nachteil: der integrierte Lautsprecher liefert bei etwas lauterer Umgebung nur wenig Power. Im Auto oder in einer Kneipe sind die Kommentatoren praktisch nicht zu verstehen. Wer allein schaut, kann aber noch auf das mitgelieferte Stereo-Headset setzen.
Touchscreen belastet den Akku
Zu beachten ist auch: die Leistung des Akkus reicht bei voller Aufladung aus, um circa zwei Stunden UMTS-Livestreams zu genießen. Die maximale Gesprächszeit liegt bei knapp vier Stunden, die Bereitschaftszeit nach Herstellerangaben bei gut zwölf Tagen. Bei häufiger Nutzung sinkt die Standbyzeit aber schnell, weil der Touchscreen viel Energie verbraucht. Wohl auch, weil das Telefon bei jedem Befehl, der auf dem Bildschirm ausgeführt wird, leicht in der Hand vibriert.
Einem echten Multimediatelefon darf natürlich auch eine integrierte Digitalkamera nicht fehlen. Hier haben Samsungs Entwickler nicht gespart. Eine 3-Megapixel-Kamera ist es geworden, die neben der Aufnahme von Fotos auch das Abdrehen von kleinen Videos ermöglicht.
Drei Megapixel und viele Extras
Die Qualität der Fotos kann in den Standard-Einstellungen durchaus überzeugen, allerdings hat es Samsung auch bei der Kamerafunktion nicht geschafft, seinen Nutzern eine wirklich intuitive Bedienung zu ermöglichen. Es ist sehr mühsam, die richtigen Einstellungen für die entsprechenden Momente zu finden, in denen ein Schnappschuss die Erinnerungen festhalten soll. Das ist schade und gibt Abzüge in der B-Note.
Wer sich in den Untiefen des Kameramenüs zurecht gefunden hat, kann aber aus einer Vielzahl an Extras und Sonderfunktionen auswählen. Nutzbar sind neben einem Digitalzoom und einem Kameralicht auch eine Autofokus-Funktion, eine mehrstufige ISO- und Bildqualitätseinstellung. Zudem lässt sich auch die gewünschte Fotoauflösung in vier Stufen nach den eigenen Wünschen anpassen. Auf Wunsch ist eine Serien-Bild-Aufnahme möglich. Binnen weniger Sekunden werden wahlweise sechs, neun oder sogar 15 Bilder direkt hintereinander geschossen. Und wer gerne Selbstportraits machen oder in UMTS-Netzen Videotelefonie nutzen möchte, kann auf eine zweite Kamera setzen, die auf der Vorderseite integriert wurde. Sie arbeitet allerdings nur mit einer VGA-Auflösung von 640x480 Bildpunkten.
Neben der integrierten Kamera steht unter anderem auch Bluetooth zur kabellosen Dateiübertragung zur Verfügung. Mit entsprechender Hardware lässt sich über die Bluetooth-Schnittstelle sogar Musik in Stereoqualität auf die Ohren senden. Dabei hilft ein recht einfach programmierter MP3-Player. Schade ist, dass kein Radio zur Nutzung zur Verfügung steht. Abgerundet wird der breite Umfang an Extras durch einen vielseitigen Organizer, der zum Beispiel Weck-Funktion, Timer, Kalender und Stoppuhr liefert.
Bei all den Extras, die das Samsung Qbowl bietet, wird schnell vergessen, dass es eigentlich ein Telefon sein soll. Bei der Gesprächsqualität ist für Otto-Normal-Verbraucher kein nennenswerter Unterschied zu anderen aktuellen Mobiltelefonen zu vernehmen. Dafür unterscheidet sich aber die Bedienung deutlich von den meisten Konkurrenzmodellen. So kann die gewünschte Rufnummer wahlweise über die ausschiebbare Tastatur angewählt werden, alternativ aber auch über den Touchscreen. Hier ist aber Fingerspitzengefühl gefragt. Schnelles Antippen der einzelnen Ziffern auf dem Display führt häufig dazu, dass die falsche Zahl getroffen wird.
Fazit: Viel Handy für viel Geld
Foto: onlinekosten.deKeine Frage, das Samsung Qbowl kann viel, in einigen Punkten sogar mehr als das iPhone von Apple. Nutzer des Qbowl müssen aber damit leben, dass die Menüführung weit weniger intuitiv ist wie jene des iPhones. Die lieblos programmierte Oberfläche ist zum Teil nichts für schwache Nerven. Wer sich aber intensiv mit seinem Qbowl beschäftigt und regelmäßig die verschiedenen Funktionen des Telefons nutzt, wird auch die Tücken in der Navigation zu meistern wissen. Und dann macht das Telefon mit seinem besonders großen Display insbesondere bei Multimedia-Anwendungen viel Spaß.
Mit und ohne Vertrag wird das Qbowl bei Vodafone für 399 Euro verkauft. Hinzu kommt die monatliche Grundgebühr für den entsprechenden Mobilfunktarif, der vom Kunden ausgewählt wird. Fixkosten, die sicherlich zum Nachdenken anregen. Allerdings – und das ist praktisch - ist es möglich, das Handy auch mit anderen Tarifen zu nutzen. Vodafone schreibt nicht vor, dass einer der speziellen Qbowl-Tarife genutzt werden muss.
Quelle: [Nur registrierte und aktivierte Benutzer von Mobilfunk-Talk.de können Links sehen.]
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27.12.2007 20:15 # ADS
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