Modell: Sony Ericsson Xperia X10,Sony-Ericsson Vivaz und Samsung 360 und Sony Ericsson w995 Benutzt: Vertrag Netz: O²
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Kandy Mobile: Der Handy-Tarif für Kinder im Test
Der Mobilfunkanbieter Kandy Mobile ist eines der wenigen Unternehmen, die ein Komplettpaket aus Mobilfunktarif und Handy für Eltern und Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bereithält. Dabei steht nicht nur der Wunsch des Kindes nach einem eigenen Handy im Vordergrund, sondern auch der Sicherheitsgedanke der Eltern. Das Kind soll seine Eltern jederzeit ohne zusätzliche Kosten telefonisch erreichen können. Die Eltern dagegen sollen auf Wunsch den Aufenthaltsort ihres Kindes per Handy-Ortung bestimmen lassen und auch die Handy- oder Online-Inhalten kontrollieren können, die ihr Kind nutzen darf. Auffälligstes Merkmal des Mobiltelefons von Kandy Mobile: Es verfügt über keine Zifferntastatur. Wir haben uns nicht nur das Handy, sondern das ganze Mobilfunk-Komplettpaket für die junge Familie näher angesehen.
Einmalige und Monatskosten für Starterpaket und Handy-Nutzung
Das Starterpaket von Kandy Mobile Das Starterpaket von Kandy Mobile, das neben dem Handy und der SIM-Karte aus einem Stereo-Headset, einem USB-Datenkabel, einer PC-Software für Windows XP und Vista sowie einem Benutzerhandbuch besteht, kostet 99,95 Euro. Die Nutzung des Mobilfunkanschlusses mit eingeschlossener Familien-Flatrate schlägt mit 4,95 Euro pro Monat sowie einmalig 24,95 Euro zur Aktivierung des Anschlusses zu Buche. Für den monatlichen Grundpreis können die Kunden neben einer Festnetz-Rufnummer auch zu einer Mobilfunk-Rufnummer ohne weitere Kosten unbegrenzt häufig und lange telefonieren. Die Mindestvertragslaufzeit beläuft sich auf einen Monat mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende.
Abgesehen von zwei Eltern-Rufnummern oder Verbindungen zu anderen Kandy-Mobile-Anschlüssen telefonieren die Kinder im Tarif von Kandy Mobile für 29 Cent pro Minute zu anderen Rufnummern im deutschen Festnetz oder in den nationalen Mobilfunknetzen. Die Gespräche werden nach der ersten Minute im Zehn-Sekunden-Takt abgerechnet. Für den Versand einer SMS-Mitteilung im Inland berechnet Kandy Mobile 19 Cent, Kurzmitteilungen an andere Kandy-Mobile-Handynutzer sind kostenfrei.
Blauer Engel für geringe Strahlungsintensität
MP3-Player Auf der Verpackung des Startersets prangt das Umwelt-Gütesiegel Blauer Engel, mit dem das Kandy-Mobile-Handy als erstes Mobiltelefon wegen seiner geringen Strahlungsintensität (0,587 W7kg) ausgezeichnet wurde. Der Blaue Engel soll Verbraucher neben Mobiltelefonen mit geringer elektromagnetischer Strahlung auch auf Produkte ohne Bleianteil im Handy-Akku und ohne Blei, Kadmium und kritische Flammschutzmittel in den verwendeten Kunststoffen hinweisen. Auch andere Handy-Modelle erfüllen durchaus diese Voraussetzungen zum Tragen des Blauen Engels, aber die großen Handy-Hersteller boykottieren bislang das Gütesiegel.
"Ausgeschaltet" und "ganz ausgeschaltet"
Das Handy zum Mobilfunktarif von Kandy Mobile kann in den GSM-Netzen um 900 und 1 800 MHz eingesetzt werden, der Nutzer telefoniert durch die Bindung an den Kindertarif immer aus dem Netz von E-Plus. Das Gehäuse misst 104 mal 42 mal 16 Millimeter, das Gewicht des Handys liegt bei 81 Gramm. Der 700 mAh starke Lithium-Ionen-Akku sorgt nach Herstellerangaben für eine Sprechzeit von bis zu 200 Minuten bzw. eine Standby-Zeit von bis zu 200 Stunden. Einen gravierenden Einbruch bei der Akku-Leistung gegenüber diesen Angaben konnten wir während unseres Tests nicht feststellen.
USB- und Headset-Anschluss
Ein- und ausgeschaltet wird das Gerät über die rote Hörertaste, allerdings wird es dabei nicht ganz ausgeschaltet. Vielmehr aktiviert ein Klick auf diese Taste den Schulmodus: In dem werden die Bildschirmanzeige und Signaltöne abgeschaltet, das Handy klingelt bei eintreffenden Anrufen nicht mehr. Da das Handy aber nicht komplett ausgeschaltet ist, kann es bei Bedarf weiterhin geortet werden.
Ganz ausgeschaltet (der Anbieter spricht von "Flugzeug-Aus") wird das Kandy-Mobile-Handy durch längeres Drücken auf die seitlich am Gehäuse angebrachte Ausschalttaste und Eingabe der Eltern-PIN. So lange das Kind oder eine andere Person diese Geheimzahlenkombination nicht kennt und nutzt, bleibt die SIM-Karte also im Mobilfunknetz eingebucht und hat Kontakt zur Basisstation, und das Handy kann geortet werden.
Die Sicherheits-Funktionen des Handys von Kandy Mobile
Im Hauptmenü des Handys findet das Kind neben den Telefon- und SMS-Funktionen einen MP3-Player sowie vorinstallierte Spiele. Das Telefonmenü besteht aus nur vier Rubriken: Telefonbuch, verpasste Anrufe, Extras (Rechner, Wecker und Stoppuhr) sowie Einstellungen. Die Rubrik "Einstellungen" ist unterteilt in einen Kinder- und in einen Eltern-Bereich. Einstellungen, die das Kind selbst vornehmen kann, sind beispielsweise die Wahl des Hintergrund-Bilds und eines vorinstallierten Klingeltons sowie das Anpassen der Bildschirm-Beleuchtung.
Der Zugang in den Eltern-Bereich ist nur per Eingabe der Eltern-PIN möglich. Hier können die Eltern zum Beispiel Rufumleitungen festlegen, das Merkmal "Anklopfen" aktivieren oder die eingehenden Anrufe auf diejenigen Rufnummern beschränken, die im Telefonbuch abgelegt sind. Standardmäßig ist diese Funktion nicht aktiviert, so dass unabhängig von der Rufnummer des Anrufers alle Verbindungen durchgestellt werden. Nur kann das Kind bei Anrufen in Abwesenheit nicht im Telefonbuch abgelegte Rufnummern nicht zurückrufen.
Die Eltern können im PIN-geschützten Bereich auch die Rufnummer für einen Anruf zu einem nicht angelegten Kontakt manuell wählen. Dazu müssen sie die Cursortaste über eine abgebildete Ziffernleiste gleiten lassen und die gewünschte Ziffer anklicken - so wie bei der Feineinstellung eines Texterkennungsprogramms.
Verschraubbarer Akku-Deckel
Weitere Sicherheitsfunktionen: Der Zugriff des Kindes auf die SIM-Karte und eine eingelegte microSD-Speicherkarte (bis zu 2 GB) kann durch ein Verschrauben der Abdeckung erschwert werden. Den passenden Mini-Schraubenzieher liefert Kandy Mobile mit dem Handy. Da auch eine Bluetooth- und eine Infrarot-Schnittstelle fehlen, wird der Datenaustausch, beispielsweise mit kinder- und jugendgefährdenden Inhalten wie etwa Gewaltbildern oder -videos, mit anderen Handys erheblich erschwert, aber nicht unbedingt verhindert. Auch eine Kamera gibt es nicht am Kandy-Mobile-Handy, zudem ist das mobile Surfen per GPRS oder WAP-Browser nicht möglich.
Dem Handy fehlt ganz bewusst eine herkömmliche Zifferntastatur
Kontakte können Eltern zwar direkt auf dem Handy ohne Nummernwähltasten anlegen, wesentlich bequemer ist aber die Variante über eine spezielle PC-Software und eine USB-Übertragungsverbindung zum Rechnern. Neben der Auswahlmöglichkeit "Festnetz- oder Handy-Rufnmmer" kann noch ein spezieller Klingelton und ein Bild dieser Nummer zugeordnet werden. Anrufe startet das Kind mit Hilfe des Mauszeigers auf dem 128 mal 160 Pixel auflösenden und 65 536 Farben darstellenden TFT-Displays direkt aus dem Telefonbuch. Auf der Suche nach dem richtigen Kontakt müssen sie scrollen, eine abkürzende Suchfunktion gibt es nicht.
Dafür gibt es drei Kurzwahltasten, die die Eltern mit ausgesuchten Rufnummern belegen können. Wie auch bei dem zentral angelegten 5-Wege-Navigationskey und den Hörertasten lassen sich diese Tasten nur dann mühelos betätigen, wenn man den optimalen Ansatzpunkt triftt. Dann sind auch die Druckpunkte deutlich und klar zu spüren. Bei den länglich geschnittenen Hörertasten ist dies zum Beispiel jeweils am äußeren Ende. Eine für den Notfall gedachte SOS-Taste liegt schützend eingebettet in der Display-Oberfläche, damit sie nicht unbeabsichtigt gedrückt wird. Auf der SOS-Taste ist die Notrufnummer 112 hinterlegt.
Die Empfangs- und Gesprächsqualität des Kandy-Mobile-Handys war in unserem Test ausgezeichnet. Bei sämtlichen Testtelefonaten hörten sich sowohl Anrufer als auch dessen Gesprächspartner klar und deutlich und ohne verfremdete Stimme oder störendes Knistern oder Rauschen im Hintergrund. Die Lautstärke kann auch ausreichend hoch reguliert werden, so dass man auch bei stärkerer Geräuschkulisse mit dem Kandy-Mobile-Handy telefonieren kann. Ein bisschen fühlt man sich beim Telefonieren wie in einer Film-Tonkonserve. Das trifft auch auf den Klang des MP3-Players zu.
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