Thema: Nokia 7380 Testbericht
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21.06.2006 13:46 #1Neuling

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Nokia 7380 Testbericht
hallo Leute!
brauche euren rat wollte mal fragen, wie das neue 7380 von Nokia ist.
Wollte mir nämlich eins diese Woche zulegen...
Wenn es einen guten Vertrag gibt bitte link hinterlassen...
Danke MFG CAN42
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21.06.2006 13:46 # ADS
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21.06.2006 22:47 #2Administrator













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Nokia 7380 Testbericht
Habe hier einen Testbericht gefunden
Welchen Netzbetreiber möchtest du denn haben, oder willst du dir das Handy ohne Vertrag zulegen?
Vorteile: Design, Bluetooth, relativ kompakt
Nachteile: Qualität der Gehäuseschale, kein Wechselspeicher
Nokia 7280
Seit Beginn der Mobiltelefonie, nein, seit Beginn der Telefonie mit automatisierter Vermittlung wird der Gesprächspartner über Eingabe einer mehrstelligen Nummer erreicht. Selbst Adressbücher, Sprachwahl und unter Sparzwang entzückte Controller haben nicht die Tastenfelder zur Rufnummerneingabe wegrationalisieren können, denn seit dem Erfolg von SMS, das sich mittlerweile auch in der Festnetztelefonie etabliert, haben die 10 Ziffern, sowie Stern- und Rautefeld eine neue Bestimmung gefunden.
Für viele Menschen wurde SMS zu einem Segen, besonders für die, die nicht so gerne reden wollen, nicht so eloquent sind, oder wissen, dass ihnen schneller Worte aus dem Mund entgleiten, als sie denken können. Vor allem aber hat sich SMS etabliert, weil wir Menschen nach Selbstbestätigung süchtig sind, und was gibt es schöneres, als eine „Ich-denk-an-dich“-Nachricht. Na gut, umgekehrt verhält sich das Ganze dann, wenn man permanent mit „Ich-denk-an-dich-ständig---denkst-du-auch-an-mich?“-SMS zubombadiert wird. Und nicht nur dann wird antworten zur Qual, wenn man versucht, mit brüchigen Fingernägeln oder Wurstfingern in ein mit Hilfe eines in den letzten Jahren immer mehr verkümmerten Tastenfeldes zu schreiben.
Nokia hat nun mit der „modernen Tradition“ gebrochen und erstmalig ein Mobiltelefon auf den Markt gebracht, das auf ein Ziffernfeld verzichtet. Da Kurzmitteilungen mittlerweile einen großen Anteil am Umsatz der großen Mobilfunkanbieter darstellen, konnte man davon ausgehen, dass das Nokia 7280 nicht als subventioniertes Handy angeboten werden würde. Unter diesen schwierigen Voraussetzungen dennoch ein derartiges Handy auf den Markt zu bringen, muss man schlichtweg als mutig bezeichnen und dem eingeschlagenen Weg Respekt zollen. Mutig auch deshalb, weil die Tastatur nicht etwa einem Sparzwang zum Opfer gefallen ist, sondern weil man Design konsequent als wichtigstes Kriterium umgesetzt hat.
Was nun auf den ersten Blick wie ein Mini-Fotoapparat eines Detektivs oder ein MP3-Player anmutet, ist in Wirklichkeit ein Mobiltelefon, und zwar mit allen Funktionen, die ein modernes Handy eben so hat. Freilich ist die Handhabung durch das Fehlen der Tastatur eingeschränkt. Ins Zentrum der Bedienung ist das Navigationsrad rückt, mit dem man durch die Menüs scrollt. Die Firmware ist eine auf die Bedienung abgestimmte Series-40, am ehesten mit der des Nokia 6230 zu vergleichen, wobei das Display die halbe Größe eines 6230i, nämlich 208x104 Pixel darstellt. Zwischen Navigationsrad und Display befinden sich Menü- bzw. Optionstasten, während die Bestätigungstaste inmitten des Navigationsrades befindet. Die Gesprächsannahmetaste befindet sich wie die Auflegetaste unterhalb des Rades.
Gespräche können auch angenommen werden, indem man die Oberseite des Handys nach oben zieht. Auf der Rückseite offenbart sich dann eine Kameralinse, mit der man Bilder in VGA-Qualität schießen kann. Meiner Meinung nach hätte man diese sich sparen können, da sie für ernsthafte Bilder eine zu niedrige Qualität besitzen und als Übertragungsmöglichkeit zu einem PC nur die langsame Bluetooth- und Infrarotschnittstelle bleiben. Bleibt nur das Argument „ausreichend für MMS“, das aber dadurch aufgewogen wird, weil dieser Schiebemechanismus nicht gerade qualitativ hochwertig ist und wohl irgendwann zum ausleiern neigt. Nokia hat dies erkannt und beim neuen, technisch verwandtem Nokia 7380 glücklicherweise auf diese Spielerei verzichtet, bietet zudem eine 2-Megapixel-Kamera mit Fotoleuchte und hat diesem auch insgesamt eine qualitativ hochwertigere Schale als der des 7280 spendiert.
Das ist dann auch der große Minuspunkt des 7280: Die Qualität der Schale mitsamt ihrer Schiebetechnik. Sie knarzt, und der so genannte „Klavierlack“ ist nicht besonders robust gegen Kratzer, was nicht so schlimm wäre, wenn die Grundierung der Hülle nicht dieses dunkelrot wäre, welches auch beim Aufziehen unterhalb des Schiebers verwendet wurde. Der seitliche Stofffetzen mit Nokia-Label ist schon nach knapp 2 Wochen etwas ausgefranst. Dass das Spiegeldisplay gerne Fingerabdrücke zeigt, verzeihe ich gerne, denn diese spiegelnde Oberfläche macht wirklich was her, wenn diese einigermaßen gesäubert wurde und das eigentliche Display darunter sich im Stromsparmodus befindet. Zu diesem Zweck werden auch keine Symbole wie die Bildschirmschoneruhr oder Ladestatus angezeigt. Das Aufladen wird kurz akustisch signalisiert. Der Akku hält bei geringer Benutzung ca. 5 Tage, bei mehreren Telefonaten oder Musik hören knapp 3 Tage.
Möglicherweise ist auch die Schale dafür verantwortlich, dass man beim Sprechen seine eigene Stimme etwas rau hört (kein zeitversetztes Echo), wenn man zu nah an die Unterseite spricht. Ansonsten ist die Klangqualität nämlich gut. Den Gesprächspartner kann man ohne Nebengeräusche verstehen. Musikdateien werden zwar nur in Mono über den seitlichen Lautsprecher neben dem IrDa-Fenster abgespielt, klingen dafür dennoch akzeptabel. Über das mitgelieferte Stereo-Headset oder andere x-beliebige Kopfhörer mit 2,5mm Klinkenstecker hören sich Musikdateien oder das integrierte Radio natürlich besser an. Leider gibt es keine Playlistenfunktion und mit ca. 46 nutzbaren Megabytes ist der Speicher zu klein, um das 7280 als vollwertigen MP3-Player zu gebrauchen. Ich wünsche mir daher von Nokia nichts sehnlicher als einen Nachfolger für das 7280/7380, dass wechselbare Flash-Karten unterstützt. Das sollte bei einer Größe von 116x32x19 mm eigentlich noch locker integrierbar sein und man könnte das Handy zudem schneller mit Dateien füttern, bzw. Daten auslesen, als dies mit den vorhandenen Schnittstellen möglich ist.
Dennoch finde ich es gut, dass auf die Bluetooth-Schnittstelle nicht verzichtet wurde, denn dadurch kann man es mit Freisprechanlagen koppeln. Eine kabelgebundene Schnittstelle wie Nokias Pop-Port besitzt das 7280 nicht. Eine Verbindung zur Nokia PC-Suite wird daher entweder mit Bluetooth oder mit Infrarot hergestellt. Organizerfunktionen bietet es wie das Nokia 6230, wobei die Texteingabe sich um einiges schwieriger gestaltet, als mit einem Handy mit gewöhnlichem Tastenfeld.
Wie sich hieraus ableiten lässt, sind Texte und Zahleneingabe trotz der fehlenden Tastatur weiterhin möglich. In den entsprechenden Menüs erscheint ein Buchstaben- bzw. Ziffernfeld, indem man mit Hilfe des Navigationsrad nach links und rechts scrollen kann. Zur Not kann man auf diese Weise auch mal eine SMS verfassen, oder eine Nummer wählen, die man nicht vorher über die SIM-Karte oder PC-Suite eingespielt hat.
Die SIM-Karte wird im Übrigen über einen Schacht auf der linken Seite in ein Adapterplättchen eingelegt und in das Handy eingeschoben. Geöffnet wird er über einen „Notauswurfmechanismus“, indem man den mitgelieferten spitzen Bolzen in die dafür vorgesehene Öse steckt.
Ansonsten gibt es noch eine Spielerei mit einem pulsierenden, rot schimmernden Licht an der Oberseite des Handys, was man aber abschalten kann. Bedauerlich finde ich, dass es von Nokia keine Wechselschalen gibt, denn so schwierig ist es nicht, das Handy zu öffnen. Es gibt zwar inoffizielle Schalen aus Fernost, über deren Qualität man aber kein Wort verlieren braucht. Dennoch würde ein platinmetallic oder weiß dem Gerät ganz gut stehen.
Wer ist die Zielgruppe dieses Handys? Sicherlich all diejenigen, die sich etwas individuelles, außerhalb der Norm gönnen wollen. Auch die Leute, die gerne beim Ausgehen sich und ihr Handy „together in Harmony like Ebony and Ivory“ präsentieren und sich lieber ihre Selbstbestätigung direkt, aufgrund von interessiertem Geglotze anderer Großstädter abholen, anstatt dem qualvollen Warten auf eine Antwort-SMS. Oder ganz einfach Leute, die ein schickes Handy möchten und nicht großen Wert auf bequeme Texteingabe legen oder ganz darauf verzichten können. Wenn Nokia einen Nachfolger mit wechselbaren Speicherkarten nachlegen und Playlists integrieren würde, dann wäre dieser auch ein prima MP3-Player für alle Musikfreaks. Fazit: Bitte weiterhin mutig bleiben und Verbesserungsvorschläge bei gewünschtem Nachfolger berücksichtigen.
Quelle: [Nur registrierte und aktivierte Benutzer von Mobilfunk-Talk.de können Links sehen.]
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