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03.09.2006 21:47 #1Administrator












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Ebay-Ratgeber: Clever bieten, billig kaufen Teil I
eBay ist der größte Online-Flohmarkt der Welt. Und genau wie bei einem Flohmarkt liegen meist nur zwei drei Schritte zwischen einem günstigen und einem teuren Angebot. Die Zeit der riesigen Schnäppchen bei eBay ist zwar so gut wie vorbei: Zu viele Nutzer bieten auf zu viele Waren. Doch wer weiß, wie er am effizientesten bietet, kann trotzdem noch den ein oder anderen Euro sparen.
Optimal suchen
Der erste Schritt zum persönlichen Schnäppchen ist die Suche nach einem Angebot. Gesucht werden kann bei eBay an vielen Stellen. Für einen ersten Überblick reicht die Eingabe des gesuchten Begriffs in die Suchzeile auf der Startseite. eBay spuckt daraufhin sämtliche Artikel aus, in deren Bezeichnung der gesuchte Begriff vorkommt. Eine Suche nach dem Begriff "Digitalkamera" spuckt jedoch unüberschaubar viele Ergebnisse aus, was bei der Suche kaum hilft. Zu unübersichtlich ist der Warenbestand, das vermeintliche Schnäppchen könnte sich als billige Chinaware entpuppen.
Potentielle eBay-Kunden sollten also wissen, was genau sie suchen. Statt des Gattungsbegriffs "Digitalkamera" wäre es zum Beispiel hilfreich, genau zu wissen, nach welcher Digitalkamera man sucht. Dabei kann die Eingabe des Herstellers helfen, aber auch das gesuchte Modell sollte bekannt sein. Wichtig: Vor dem Kauf sollte bereits eine Kaufentscheidung gefallen sein. Dabei können Nutzertest-Websites wie ciao.com oder dooyoo.de helfen.
Ergebnisse sinnvoll einschränken
Bei der eBay-Suche nach "Canon Powershot A700" spuckt die Suchmaschine auf dem Auktionsportal deutlich weniger Ergebnisse aus, viele davon aus der Rubrik "Digitalkamera-Zubehör". Ein Klick auf die Kategoriesuche links auf der Ergebnisseite präsentiert alle Ergebnisse in der Rubrik "Digitalkameras" und reduziert die Suchergebnisse erneut. Optimal ist diese Form der Suche jedoch nicht, da es sich um die Standard-Prozedur handelt.
Besser ist es, eBay erst einmal nach falsch geschriebenen Angeboten zu durchsuchen, doch auch dieser Trick ist bereits weithin bekannt: Statt "Canon" vielleicht einmal "Kanon" eingeben, statt "A700" lieber "A 700". Viele Anbieter kennen den Trick ebenfalls und geben direkt in der Artikelbezeichnung die anderen Schreibweisen ein. Doch es gibt auch andere, schlecht eingestellte Angebote, die sich mit der Direktsuche nicht auf der Stelle finden lassen.
Präziser suchen
Der erste Schritt dorthin sollte das Anklicken des Häkchens "Artikelbezeichnung und Beschreibung durchsuchen" darstellen. Neben der 55 Zeichen der Artikelbezeichnung durchsucht die eBay-Suche dann auch den Auktionstext. Auf diese Weise können Artikel mit schlechten Artikelbezeichnungen gefunden werden, zum Beispiel Angebote, in deren Artikelbezeichnung nur "Verkaufe Digitalkamera" steht. Dazu muss der Verkäufer natürlich wissen, welche Digitalkamera er da tatsächlich verkauft. Weiß er es nicht, geht der Artikel in der Suche unter.
Rubriken nutzen
Hilfreich kann es auch sein, andere Kategorien auszuwählen, besonders bei weniger eindeutigen Produkten: Eine Digitalkamera ist höchstwahrscheinlich in der Rubrik "Digitalkameras" zu finden, doch wie sieht es zum Beispiel mit einem Jeansmodell aus, das sowohl für Damen, als auch für Herren in der gleichen Form verkauft wird? Herren sollten hier auf jeden Fall die Damenmode mit berücksichtigen, Damen die Herrenmode. Oft sind bestimmte Jeans bei einem Geschlecht überaus beliebt, beim anderen Geschlecht nicht. Das gleiche gilt für andere Artikel, die sich keiner bestimmten Kategorie zuordnen lassen. Neben Kleidung sind das vor allem Sammlerware und zahlreiche Computer-Hardware. Ein Blick in andere Kategorien lohnt sich also.
Den besten Preis finden
Ist der passende Artikel gefunden, sollte der erste Schritt ein Preisvergleich sein – nicht nur auf der eBay-Website, sondern auch im Netz. Dabei helfen Preisvergleichs-Websites. Nicht selten sind die Sofort-Kaufen-Angebote bei eBay teurer als in verschiedenen Online-Shops, dafür schnüren die eBay-Powerseller oft besondere Pakete mit zahlreichem, teurem Zubehör.
Doch auch bei den regulären Auktionen lohnt sich ein Preisvergleich. Nicht selten gehen beliebte Produkte gebraucht nahezu für den Neupreis über die virtuelle Theke. Gerade bei Elektronik-Produkten ist der Preisverfall enorm, mit einem Vergleich lässt das absolute Höchstgebot festsetzen. Bei gebrauchten Artikeln sollte auch bedacht werden, dass eine eventuelle Garantie möglicherweise bereits abgelaufen ist oder der Artikel Mängel haben könnte, die Neuware nicht aufweist. Insofern ist gerade bei empfindlicher Ware wie Elektronik ernsthaft darüber nachzudenken, ob sich der eBay-Kauf wirklich lohnt und ob nicht der Kauf bei einem günstigen Online-Händler sinnvoller wäre.
Vorsicht vor der Kostenfalle
Vorsicht vor günstigen Sofort-Kaufen-Angeboten: Oft verstecken sich dahinter die Versandkosten-Falle. Auch bei Ware aus dem Ausland muss vorsichtig vorgegangen werden: Auf eBay.de bietet zum Beispiel ein Export-Unternehmen aus Hong-Kong Digitalkameras weit unter Preis an, die Versandkosten liegen jedoch immer bei rund 50 Euro. Dazu können beim Kauf von Neuware bei Verkäufern außerhalb der EU Einfuhrzölle in Form des aktuellen Mehrwertsteuer-Satzes kommen, die anhand des Verkaufspreises berechnet werden. Aktuell sind das 16 Prozent des Verkaufspreises, ab dem 01. Januar 2007 werden 19 Prozent fällig. Das vermeintliche Schnäppchen kann sich also als Kostentreiber entpuppen.
Ware und Verkäufer überprüfen
Der gesuchte Artikel ist gefunden, der Startpreis ist niedrig. Jetzt nur keine Panik und wild bieten: Zuerst sollten die eBay-Angebote genau geprüft werden. Wie schaut es mit den Bewertungsprofilen der Verkäufer aus? Am besten ist natürlich ein Bewertungsprofil mit 100 Prozent positiven Bewertungen, doch gerade Powerseller, die monatlich mehrere tausend Artikel umsetzen, passiert ab und zu ein Fehler, auf den negative Bewertungen fallen.
Ist das Profil nicht bei 100 Prozent, hilft ein Klick auf die Zahl der Bewertungen, um zu beurteilen, ob die schlechte Bewertung ein Ausrutscher oder eher der Standard ist. Das lässt sich daran erkennen, mit welcher Häufigkeit negative Bewertungen auftreten, möglicherweise sogar bei welchen Waren. Sind in letzter Zeit vermehrt negative oder neutrale Bewertungen aufgetaucht, scheint der Verkäufer seine Sache nicht ernst zu nehmen – Finger weg. Zockernaturen können bei solchen Angeboten echte Schnäppchen machen, das Risiko, von einem unseriösen Verkäufer abgezockt zu werden, ist jedoch auch wesentlich höher.
Guter Verkäufer, schlechter Verkäufer
Um eventuelle Zweifel auszumerzen hilft die Funktion "Frage an den Verkäufer". Eine Frage, so sinnlos sie auch sein mag, sollte von einem seriösen Verkäufer schnellstmöglich beantwortet werden. Bei der Gelegenheit können auch gleich Rechtschreibung und Freundlichkeit unter die Lupe genommen werden. Ist der Tonfall der Antwort wenig einladend, lässt die Rechtschreibung zu wünschen übrig und gibt es obendrein schlechte Bewertungen, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Verkäufer nichts gutes im Schilde führt. Und, ganz nebenbei, auch nicht pfleglich mit der Ware umgegangen ist.
Wenn möglich, sollte versucht werden, die Ware vor Abgabe des Gebots persönlich zu überprüfen. Der persönliche Kontakt mit dem Verkäufer kann ein Aha-Erlebnis beinhalten. Handelt es sich um einen verwilderten Hinterhof-Philosophen, der einen Elektronik-Schrottplatz betreibt oder hat die Person ein seriöses Auftreten? Seriöse Verkäufer werden auf Nachfrage immer eine Besichtigung des Objekts zulassen, unseriöse Verkäufer, die etwas zu verbergen haben, hingegen nicht.
Die Auktion überprüfen
Zuguterletzt sollte das Angebot genauestens unter die Lupe genommen werden. Wie viel Mühe hat sich der Anbieter mit dem Verkaufstext und den Bildern gegeben? Stimmen Bilder und Artikel überein? Sind Mängel erkennbar, die im Text nicht beschrieben werden? Was unklar ist, sollte per Nachfrage geklärt werden. Hat das vermeintliche Handy-Schnäppchen einen riesigen Kratzer im Display, der nicht im Text erwähnt ist oder sind die Bilder sehr unscharf, scheint der Verkäufer etwas verbergen zu wollen.
Ein weiteres Merkmal unsauberer Auktionen sind riesige Textwüsten ohne Formatierungen. Oft verstecken sich hier Mängelbeschreibungen, die auf den ersten Blick nicht ins Auge springen. Auktionen mit fehlenden Bildern sollten ebensowenig wahrgenommen werden wie Auktionstexte, in denen sich zahlreiche Rechtschreibfehler befinden. Zwar ist Legasthenie kein eindeutiges Zeichen für unseriöse Händler, doch zeigt schlechter Text, dass sich der Verkäufer wenig Mühe beim Einstellen der Ware gegeben hat. Und wer sich wenig Mühe beim Schreiben der Artikelbeschreibung gibt, wird sich wohl auch wenig Mühe beim Versand machen.
Quelle: Onlinekosten.de
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03.09.2006 21:47 # ADS
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03.09.2006 21:49 #2Administrator












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Ebay-Ratgeber: Clever bieten, billig kaufen Teil II
Optimal bieten
Sind alle Unklarheiten aus der Welt geschafft und entpuppt sich der Verkäufer als kooperative und freundliche Person, kann getrost auf die Ware geboten werden. Doch auch hier gibt es einige Tricks und Kniffe. Strategisch ungünstig ist es zum Beispiel, zu versuchen, immer der Höchstbietende zu bleiben. Das treibt den Preis nur unnötig in die Höhe. Stattdessen sollte der Artikel erst einmal beobachtet werden.
Günstig sind Artikel, die zu unpraktischen Uhrzeiten enden, mitten in der Nacht zum Beispiel. Dann sitzen wenige Bieter vor dem Rechner und, was noch viel wichtiger ist, der direkte Konkurrent liegt möglicherweise im Bett und schlummert. Bei Angeboten, die spät Abends enden, sind die Chancen auf ein Schnäppchen höher als bei Angeboten, die zur eBay-Primetime zwischen 18 und 20 Uhr enden.
Wann endet die Auktion?
Allerdings hat sich diese Tatsache ebenfalls bereits herumgesprochen, weshalb viele Anbieter ihre Angebote genau in der Primetime enden lassen. Nicht wissend, dass sie dem Bieter dadurch eine noch bessere Chance auf ein Schnäppchen bieten: Enden nämlich viele gleichartige Artikel gleichzeitig, teilt sich die Interessentenschaft auf die verschiedenen Artikel auf.
Die Zahl der Bieter auf einen dieser Artikel sinkt dadurch automatisch, zumal die Bieter nicht so hoch gehen, wenn in zehn Minuten der nächste gleichartige Artikel verkauft wird. Wer hier geschickt mehrere Angebote nutzt, bekommt bei diesen Auktionen nicht selten einen besseren Preis als bei Einzelangeboten zu später Stunde.
Der Bietagent
eBay verfügt über einen so genannten "Biet-Agenten". Das heißt, dass nicht jedesmal das nächste Gebot abgegeben werden muss. Stattdessen gibt der Bieter seinen persönlichen Höchstpreis an. Der Biet-Agent überbietet andere Bieter dann automatisch so lange, bis, ein neuer Höchstpreis eingegeben wurde. Dadurch hat der Biet-Agent Vor- und Nachteile: Einerseits muss der Bieter nicht die ganze Zeit vor dem Rechner ausharren, andererseits treibt er den Preis schnell in ungeahnte Höhen.
Interessenten für einen Artikel können durch den Biet-Agenten zudem in ein gewisses Biet-Fieber geraten. Wollen sie einen Artikel unbedingt haben, geben sie einen besonders hohen Preis an, um gegebenenfalls alle Mitbewerber automatisch überbieten zu können. Findet sich jedoch ein zweiter Bieter, der ebenfalls bereit ist, einen derart hohen Preis zu zahlen, kann das in einer Preisschlacht enden, dem legendären Biet-Fieber, um am Ende einen viel zu hohen Preis für eine Ware zu zahlen. Das passiert vor allem bei seltenen, aber heiß begehrten Artikeln.
Wann bieten?
Um eine Bieterschlacht zu vermeiden, sollte die Auktion in den letzten Minuten im Auge behalten werden. Das Hächstgebot sollte erst so kurz wie möglich vor Abschluss der Auktion abgegeben werden. Dadurch können eventuelle Mitbewerber nicht mehr rechtzeitig reagieren. Allerdings sollte auch bedacht werden, dass man selbst auch nicht mehr reagieren kann, wenn man doch noch überboten wird oder das Höchstgebot eines anderen Bieters nicht erreicht hat. Gerade bei heiß begehrten und seltenen Artikeln kann dieser Misserfolg sehr ärgerlich sein.
Ist der Artikel selten und begehrt, sollte der Preis bereits früh möglichst hoch getrieben werden, so widersinnig das klingt. Wer einen Artikel unbedingt haben möchte, sollte das Höchstgebot oberhalb der gängigen eBay-Preise, aber unterhalb des persönlichen absoluten Höchstpreises ansiedeln. Das vermeidet, dass Gelegenheitsbieter auf die Schnelle ein Gebot abgeben und die Auktion gewinnen. Ist der Preis bereits hoch, wird die Auktion für viele Schnäppchenjäger uninteressant. Zugleich werden die Mitbewerber nervös und versuchen herauszufinden, wie hoch die der Höchstbietende geboten hat: Sie bieten hoch.
Hochbieten vermeiden
Problematisch an der frühen Abgabe des Gebots ist, dass Verkäufer mit Zweitaccount oder guten Freunden den Preis treiben, indem sie den Artikel gezielt hochbieten. Sollte ein Mitbewerber mit wenigen Bewertungen plötzlich in winzigen Schritten hochbieten, dürfte es sich um solch eine gefälschte Preistreiberei handeln. Laut AGB verbietet eBay das Hochbieten mit einem zweiten Account, weshalb bei einem solchen Verdacht der Verkäufer direkt bei eBay gemeldet werden sollte.
Wie bieten?
Erfolgreiche Gebote sind in der Regel ungerade. Da der Höchstbietende den Zuschlag bekommt, reicht es aus, einen Cent über den anderen Geboten zu liegen, um einen Zuschlag zu bekommen. Deshalb sollte möglichst ein ungerader Betrag geboten werden, der etwas über dem meist runden eigenen Höchstpreis liegt: Statt 150 Euro sollten zum Beispiel 151,69 Euro geboten werden. Da die meisten Bieter gerade Summen eingeben, kann der Bietagent mit einem krummen Wert notfalls noch überbieten. Gibt der nächste Bieter jedoch 152 oder auch nur 151,70 Euro ein, ist die Auktion verloren.
Sinnvoll kann es auch sein, auf einen Artikel, auf dem man ohnehin der Höchstbietende ist, noch kurz vor Ablauf der Auktion eine höhere Summe zu bieten. Dadurch werden Bieter irritiert, die sich langsam an das Höchstgebot herantasten und dieses dann überbieten. Sie glauben sich schon als Höchstbietende und Gewinner der Auktion und verzichten nicht selten auf Abgabe eines weiteren Gebots. Wer hier riskant spielt und einen hohen Wert eingibt, erhöht massiv seine Chancen, die Auktion zu gewinnen.
Komfortabler: Der Sofort-Kauf
Viele eBay-Anbieter investieren bei ihren Artikeln 50 Cent Gebühr für die Option "Sofort Kaufen". Kurz Entschlossene können hier so manches Schnäppchen machen. Zumindest so lange, bis die ersten Gebote eingehen. Oft ist der Sofort-Kaufen-Preis weit niedriger als der Preis, für den der Artikel als Auktion über den Tisch geht. Aber Vorsicht: Um schnell darüber entscheiden zu können, ob ein Angebot wirklich günstig ist, sind eine schnelle Auffassungsgabe und eine gute Kenntnis der Preise Pflicht! Denn nicht jedes Sofort-Kaufen-Angebot ist tatsächlich günstig.
Viele Anbieter setzen auf den Sofort-Kauf als Option, weil sie hoffen, dass ein schneller Schütze sich über die gängigen Preise nicht bewusst ist. Wohl deshalb geben hier viele Anbieter einen eher unrealistischen Wunschpreis an. Ob der Preis gerechtfertigt ist, lässt sich oft nur über die Beobachtung vieler gleichartiger Artikel bei eBay herausfinden. Doch dafür fehlt beim Sofort-Kauf meist die Zeit, drohen doch schon die ersten Gebote. Zudem lassen sich Anbieter kaum per Mail oder Besichtigung überprüfen. Es besteht also ein vergleichbar hohes Risiko, beim Kauf hereinzufallen.
Wer vor der Sofort-Kauf-Entscheidung beim Angebot eines privaten Anbieters steht, sollte sich voll und ganz auf das Bewertungsprofil verlassen. Ein Händler, der zu 100 Prozent positiv bewertet wurde, wird kaum Böses im Schilde führen. Leider ist eine sachliche Beurteilung kaum möglich, wenn bei eBay für einen hohen Preis endlich der seit Jahren gesuchte Ü-Ei-Schlumpf angeboten wird. Da wird auch schon einmal bei windigen Anbietern eingekauft, inklusive der sich in solchen Fällen bietenden Schwierigkeiten. Die Artikelbeschreibung und -bilder sollten jedoch in jedem Fall genau unter die Lupe genommen werden.
Verboten: Scharfschützen bei eBay
Die Situation dürfte jeder eBayer bereits erlebt haben: Das knapp vor Ende der Auktion eingegeben Gebot kommt nicht oder zu spät bei eBay an. Die DSL-Verbindung ist zusammengebrochen, der Rechner abgestürzt, die Verbindung zu eBay war einfach schlecht oder man war einfach zu langsam. Solche Schwierigkeiten sollen Sniper-Tools vermeiden. Statt selbst das Gebot in letzter Sekunde einzugeben, überlässt man das den Sniper-Tools. Diese schlagen auf die Sekunde genau zu, und wenn es die Letzte ist. "Sniper" bedeutet auf englisch Hecken- oder Scharfschütze. Und genauso verhalten sich die Programme auch: Sie schießen aus dem Hinterhalt auf den Artikel. Ein populäres, kostenloses Sniper-Tool für alle Systeme ist JBidwatcher.
Der Sniper-Gebrauch ist nach eBay-Richtlinien nicht erlaubt. Daran ändert auch das Urteil des Landgerichts Berlin nichts, das den Einsatz von Sniper-Tools grundsätzlich erlaubt. Denn als Anbieter hat eBay das Hausrecht und kann Mitglieder, die gegen die AGB verstossen, im Rahmen seiner Möglichkeiten abstrafen. Diese Abstrafung erfolgt meist über eine Accountsperrung.
Fang mich wenn Du kannst!
Allerdings ist der Einsatz von Sniper-Tools bei eBay kaum verfolgbar. Moderne Sniper-Tools agieren genau wie eingeloggte User, sie nutzen eine eBay-Schnittstelle, mit der normalerweise Gebote aus Fremdprogrammen, zum Beispiel Verwaltungsprogrammen, abgegeben werden können. Statt eines manuellen Gebots arbeitet eben das Sniper-Skript, weshalb eBay kaum nachvollziehen kann, ob automatisch oder manuell geboten wurde. Zumal auch die meisten manuellen Bieter erst in den letzten Sekunden bieten.
Bei den Sniper-Tools gilt also wie bei vielen anderen der kleinen Ordnungswidrigkeiten im täglichen Leben: Bloss nicht erwischen lassen! Deshalb sollten Sniper-Tools, wenn überhaupt, nur sehr sparsam eingesetzt werden. Wenn, dann arbeiten sie jedoch überaus erfolgreich. Allerdings füttern Sniper-Tools auch die Rüstungsspirale: Wer wegen eines Snipers eine Auktion verloren hat, wird bald selbst mit einem entsprechenden Tool auf die Jagd gehen. Entscheidend ist dann, wie auch beim manuellen Bieten, letztendlich das Höchstgebot.
Quelle: Onlinekosten.de
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