Flatrateangebote für mobiles Internet häufen sich zur Zeit auf dem Markt. Mittelerweile gibt es bezahlbare Angebote für nur 20 Euro im Monat und auch die Maximalgeschwindigkeiten können mit denen der DSL-Leitungen einigermaßen mithalten. Dennoch ist das Angebot nichts für jene, die das Web intensiv nutzen, Mobilfunk-Talk erklärt warum.
Das erste Manko: Geschwindigkeit
Anbieter werben ihre Kunden mit maximalen Übertragungsraten von 7,2 MBit/s mit HSDPA, das entspricht einer durchschnittlichen DSL-Leitung. Doch wie man schon erahnen kann bekommt man nicht dauerhaft die volle Geschwindigkeit. Tatsächlich bewegt sich die Übertragungsrate in Gebieten mit HSDPA meist zwischen 1,8 und 3,6 Mbit/s.
Auch dieser Wert lässt sich noch mit einer DSL-2000-Leitung vergleichen, aber nicht in allen Gebieten ist der Standard verfügbar. Je nach Netzbetreiber variiert der Ausbau des Netzes sogar von einem Stadtviertel zur nächsten. Deshalb sollten Interessiert sich vorher im Netz erkundigen welcher Standard für mobiles Internet in ihrer Gegend zum Einsatz. Der Langsamste ist GPRS mit 64Kbit/s, dann kommt EDGE, UMTS und schließlich HSDPA mit theoretisch bis zu 14,4 MBit/s.
Anbieter bremsen Power-User aus
Beinahe alle Anbieter von mobilen Flatrates liefern die maximale Geschwindigkeit nur bis maximal 5 GB Datenvolumen im Monat. Wenn der Wert überschritten wird muss man nicht etwa auf den Anschluss verzichten, man wird allerdings auf das langsame GPRS heruntergedrosselt.
Wer im Monat nur etwas surft, den dürfte diese Grenze nicht stören den das einfache surfen im web verursacht so gut wie kein Datenverkehr. Videos ansehen, Musik laden und Online-Games sind die waren Datenschlucker im Web. Wer sich regelmäßig auf Youtube unterhalten lässt kann schnell mehrere Gigabyte erreichen.
Die Zukunft steht vor der Tür
Der dritte Grund, warum mobiles Internet noch immer keine echte Konkurrenz zu DSL-Anschlüssen bietet, ist dass das aktuelle 3G-Netz nicht mehr das aktuellste auf dem Markt ist. Die Nachfolgertechnologie LTE, auch 4G genannt wird schon an vielen Stellen getestet. Es bietet bis zu 100 MBit/s (zehnmal mehr als HSDPA) und kann mehr Nutzer gleichzeitig versorgen. Auch im Auto oder Zug soll man mit dieser Technik guten Empfang haben können. In Schweden ist das erste LTE-Netz schon aktiv.In Deutschland wird ie Inbetriebnahme des ersten Netzes für Kunden Anfang 2011 erwartet.
(Diagramm: funkster.de)
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Björn Mohr
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