Nach der massiven Kritik von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner an den geplanten Änderungen der Datenschutzbestimmungen bei Facebook legt nun die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nach. Sie rät explizit von der Nutzung des weltgrößten sozialen Netzwerks ab.
Nutzer sollen sich einen anderen Anbieter suchen
Nutzern von Facebook wird geraten, “den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen, wenn ihnen der Schutz ihrer persönlichen Daten wichtig ist”. Dabei wird auf den aktuellen Bericht der Stiftung Warentest verwiesen.
Im vergangenen Sommer hatte die Verbraucherzentrale Bundesverband neben anderen sozialen Netzwerken auch Facebook wegen massiver rechtlicher Mängel in den Vertrags- und Datenschutzbestimmungen abgemahnt. Daraufhin erklärte Facebook, die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden zu wollen. Diese Unterlassungserklärung wird allerdings nach Angaben der vzbv nicht eingehalten.
Neue Datenschutzregeln von Facebook sind noch schlimmer
Die geplanten neuen Datenschutzregeln, die allerdings nur im Firmenblog in englischer Sprache veröffentlicht wurden, würde die Datenschutzlage der Nutzer nicht verbessern, sondern sogar verschlimmern. Mit der Zustimmung “würden die Nutzer dem Unternehmen einen Freibrief für eine weitgehende Verwendung und Weitergabe von Daten einräumen.”
Die von der vzbv beanstandeten Klauseln der neuen Datenschutzregeln von Facebook sind auf der Seite www.surfer-haben-rechte.de veröffentlicht.
Michael Beck
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