Die vor knapp zwei Wochen gestartete Mobilfunkauktion (wir berichteten) nimmt nun endlich an Fahrt auf und die Höchstgebote der vier großen Netzbetreiber erreichen die Milliardengrenze.
Höchstgebote bei 1,5 Milliarden Euro
Die Bundesnetzagentur, die die Frequenzen in den Bereichen von 0,8 GHz, 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz versteigert, darf sich freuen: Nach dem 10. Auktionstag lässt sich konstatieren, dass die Auktion langsam in Gang kommt. Die Höchstgebote für alle Frequenzen liegen zusammengenommen jetzt schon bei knapp 1,5 Milliarden Euro.
Wie erwartet wird der größte Teil mit über 1,2 Milliarden von den beliebten “Digital-Dividenden” getragen, die die ehemaligen analogen TV-Frequenzen darstellen. Abzusehen wer das Rennen um welche Frequenzen macht, kann man jedoch immer noch nicht. Die Höchstgebote sind unter den vier Netzbetreibern gleichmäßig verteilt.
Grundstein für das Internet der Zukunft?
Die Bieter o2, Vodafone, E-Plus und Telekom erhoffen sich mit den zu ersteigernden Frequenzen wohl den Grundstein für die neue
Generation von mobilem Internet, dem LTE (mit Datengeschwindigkeiten von bis zu bis 326 Mbit/s, mehr Informationen) zu legen.
Die Bundesnetzagentur hat bei der Auktion vor allem den Ausbau des bundesweiten Breitbandnetzes im Auge. Somit soll auch mehreren bisher unerreichten ländlichen Gebieten Zugang zu schnellem DSL-Internet gewährt werden. Daher gibt es Auflagen für die Verwendung der ersteigerten Mobilfunkfrequenzen.
Insgesamt wird mit einem Erlös von bis zu 8 Milliarden Euro gerechnet. Die Auktion wird wohl noch mehrere Wochen dauern.
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Leander Huhn
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