Montag, den 16.12.13 11:05

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Nokia Lumia 1520 Testbericht: 6-Zoll WP8-Phablet im Test (Teil 1)

Hersteller wie Samsung, HTC, Sony oder Huawei  verbuchen mit Ihren XXL-Smartphones große Verkaufserfolge. Jetzt hat auch Nokia mit dem 6-Zoll-Smartphone Lumia 1520 sein erstes Phablet mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 Black in den Handel gebracht. Doch kann sich das Smartphone gegenüber der Konkurrenz behaupten? Unsere Redaktion hat das Highend-Gerät Lumia 1520 gründlich unter die Lupe genommen.

Lumia 1520 Lieferumfang und Verpackung

Die unspektakuläre Verpackung beinhaltet das riesige Lumia 1520, ein Nokia Schnellladegerät, ein USB-Lade- und Datenkabel,  das Nokia Stereo Headset WH-208 und ein Schlüssel (Nadel) für den SIM-Karten-Schacht.  Eine Micro-SD-Karte ist nicht an Bord, allerdings bei einem internen Speicher von 32 Gigabyte auch nicht dringend erforderlich.

Ganz neu und zum ersten Mal bei einem Windows Phone Smartphone: Das Lumia 1520 benötigt – wie auch das Apple iPhone – eine Nano-SIM-Karte. Hier sollten Käufer unbedingt darauf achten, rechtzeitig eine entsprechende Sim-Karte zu erwerben. Durch handelsübliche Adapter kann die Nano-Sim auch als Micro-Sim verwendet werden.

Kartenslots müssen mit beiliegender Nadel geöffnet werden

Kartenslots müssen mit beiliegender Nadel geöffnet werden

Lumia 1520 Verarbeitung und Design

Mit einer Größe von 163 x 85,4 x 9,1 mm und einem Gewicht von immerhin 209 Gramm gehört das WP8-Smartphone zwar nicht zu den handlichsten Geräten, was bei einem Smartphone mit 6-Zoll-Bildschirm wohl auch nicht anders zu erwarten ist. An der Kamera ist das Gehäuse mit 10,7 Millimeter etwas dicker. Allerdings ist eine Ein-Hand-Bedienung fast ausgeschlossen.

Nichtsdestotrotz liegt der Riese sehr gut in der Hand. Obwohl aus Polykarbonat, macht das Gehäuse keineswegs einen  billigen Eindruck und fühlt sich durch die mattierte Fläche hochwertig an. Die seidig-matte und etwas angeraute Oberfläche sowie abgerundete Ecken lassen das fast bis zum Rand reichende Display des Lumia 1520 gut aussehen und auch anfassen. Das Smartphone ist sauber verarbeitet, Knarzen oder Spaltmaße konnten wir nicht feststellen. Alles in Allem ein sehr positiver Eindruck. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Kartenslots für Micro-SD-Karte und Nano-Sim. Sie werden mittels einem Schlüssel (Nadel) geöffnet und s im ausgezogenem Zustand sehr wacklig. Das Lumia 1520 ist in den Farben Schwarz, Gelb, Weiß und Blau erhälltich

Lumia 1520 Homescreen knackig scharf und hell

Lumia 1520 Homescreen knackig scharf und hell

Lumia 1520 mit scharfem 6-Zoll-Display

Bereits auf der Nokia World in Abu Dhabi konnte das neue Lumia 1520 seine Display-Qualitäten auf einer großen Leinwand präsentieren. Das 6 Zoll große IPS-LCD-Display – immerhin 15,2 cm in der Diagonale – erreicht eine Full-HD- Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel). Das ergibt rein rechnerisch eine Pixeldichte von 369 Pixel pro Zoll. Zum Vergleich: Das HTC One Max bietet 373 PPI und das Galaxy Note 3 386 PPI. In beiden Fällen ist aber auch der Bildschirm kleiner! Der LCD-Bildschirm ist schlichtweg eine Offenbarung. Alle Farben werden sehr frisch dargestellt, der Schwarzwert ist hervorragend, fast wie bei einem AMOLED-Display.  Egal ob Bild, Video oder Text, die Darstellung ist knackig scharf und lässt absolut nichts zu wünschen übrig.

Display des Lumia 1520 kann sich sehen lassen

Wir konnten mit bloßem Auge keine Pixel erkennen und auch eine Treppchenbildung war bei normalem Sehabstand nicht sichtbar. Die Betrachtungsrichtung, also (Blickwinkel) ist sehr groß. So können auch mehrere Personen gleichzeitig ungetrübt ein Video auf dem Lumia 1520 genießen. Der LCD-Bildschirm lässt sich selbst noch bei Sonnenlicht hervorragend ablesen. Nokia erreicht dies durch spezielle Algorithmen (Assertive-Technologie). Dabei wird nicht nur die Helligkeit erhöht, wie bei anderen Smartphones, sondern die Darstellung an das Umgebungs-Licht und dem menschlichen Auge angepasst. In unserem Test funktionierte das einwandfrei.

In den Einstellungen kann zudem die Darstellung des Bildschirms (Farbsättigung, Kontrast und Helligkeit) nach eigenen Wünschen personalisiert werden. Allgemein wirkt der Lumia 1520-Bildschirm realistischer und natürlicher als vergleichbare OLED-oder AMOLED-Displays. Aufgrund der großen Display-Diagonale hat Microsoft die Ansicht der Live-Kacheln und den Kontakte-Hub optimiert und verbessert. Es steht jweiles eine Spalte und Reihe mehr Kacheln zur Verfügung. Die Tastatur und die Ziffern der Telefon-App sind so groß, was falsches Eintippen fast unmöglich werden. Wer bisher vom Homescreen bei Windows Phone-Modellen nicht so begeistert war, sollte sich das Lumia 1520 unbedingt  genauer ansehen.

Kamera steht kaum hervor

Kamera steht kaum hervor

Carl-Zeiss-Kamera mit 20 MP

Nokia legt schon immer sehr großen Wert auf die Qualität der Kamera. Schon die PureView-Kamera im Nokia 808 machte Furore. Der Hersteller Carl Zeiss liefert auch im Lumia 1520 High-Performance-Optik. Gegenüber dem Lumia 1020 zwar nur mit knapp 20 Megapixel Auflösung, was aber die Fotoqualität so gut wie nicht beeinflusst. Lediglich das Zoomen fällt geringfügig schlechter aus, Objekte lassen sich nicht ganz soweit heranzoomen.

Eine sperrige 41-Megapixel-Kamera hätte das Phablet auch wesentlich unhandlicher gestaltet. Die Kamera besitzt die neueste PureView Technik. Das heißt auch, dass durch Pixel-Oversampling alle Bilder besser werden als vergleichsweise bei anderen Smartphones und ein Zoomen ohne größeren Qualitätsverlust möglich ist. Im Format 4:3 erreichen die Bilder eine maximale Auflösung von 19 Megapixel, im 16:9 Format 16 Megapixel. Anstatt eines Xenon-Blitzes hat Nokia im Lumia 1520 gleich zwei LED-Fotoleuchten eingebaut. Sie reichen völlig aus, um bei schlechten Lichtverhältnissen „nach zu helfen“ oder in dunklen Räumen noch perfekte Aufnahmen zu schießen.

Nokia Storyteller mit interaktiver HERE Maps

Nokia Storyteller mit interaktiver HERE Maps für Fotos

1520 Kamera: Absolute Spitzenklasse

Im Gegensatz zum Nokia Lumia 1020 werden Fotos mit etwas weniger Details dargestellt und bei schlechten Lichtverhältnissen entsteht etwas mehr Bildrauschen. Das ist allerdings schon Meckern auf allerhöchstem Niveau. Der optische Bildstabilisator hält beim Zoomen den vergrößerten Ausschnitt ruhig, das macht sich positiv beim Videodreh bemerkbar. Ein besonderes Feature ist die Bildnachbearbeitung. Bildausschnitte können nachträglich verändert werden, ohne dass das Originalbild (das ungezoomte Bild wird gespeichert) verloren geht.

Die App Nokia Camera wechselt schnell von den Auto-Einstellungen zur manuellen Auswahl. Allgemein sind Fotos und Videos sehr scharf, farbecht und detailgenau und das in fast jeder Situation. Farben werden strahlendklar mit einer überzeugenden Bildschärfe dargestellt. Effekte gibt es ausreichend. Leider hat das Lumia 1520 keinen HDR-Modus um unterschiedlich helle Objekte besser auszugleichen.Vielleicht legt Nokia hier noch mit einem Update nach. Verglichen mit anderen Top-Smartphones, wie zum Beispiel  das Sony Xperia Z mit seiner 20,7-Megapixel-Kamera, sind Aufnahmen mit dem Lumia 1520 von noch besserer und ausgewogener Qualität. Auch das Samsung Spitzenmodell Galaxy Note 3 hat keine Chance gehen das Finnen-Phablet.

Apps für bessere Fotoqualität

Die Frontkamera des Nokia Lumia 1520 leistet lediglich 1,3 Megapixel, reicht aber für Selbstportraits oder Videochats vollkommen aus. Unser Tipp: Mit der App Nokia Refocus kann nach der Fotoaufnahme ein Bildausschnitt nachträglich scharf gestellt werden. Als Photo Editor empfehlen wir die App Nokia Creative Studio. Die kostenlose App bietet umfangreichere Funktionen, als der vorinstallierte Editor. Mit der App Nokia Storyteller werden Fotos und Videos automatisch sortiert in interaktive Cinegraphics-Geschichten. Videos zeichnet die Kamera wahlweise mit 720p oder 1080p in verschiedenen Frames bis zu 30 fps auf. Gleich vier Mikrofone nehmend den Ton auf, der ausgewogen und sehr gut erscheint. An der Qualität gibt es nichts zu mängeln. Zudem gibt es eine Einstellungen, das Hintergrundgeräusche reduziert werden.

Im zweiten Teil unseres Lumia 1520 Testberichtes gehen wir ausführlich auf die Performance und Bedienung sowie Akku und Software des Lumia 1520 ein.


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