Dienstag, den 04.02.14 13:30

aus der Kategorie: Sony, Sony Ercisson Testberichte, TopNews

Sony Xperia Z1: IP55/58 zertifiziertes Smartphone im ausführlichen Test

Als Sony das Xperia Z auf den Markt brachte, galt der Androide als das Top-Smartphone des Herstellers überhaupt. Mit dem Nachfolger Xperia Z1 konnte Sony viele Schwächen des Vorgängers ausmerzen und verbaute eine der besten Kameras. Unsere Redaktion hat dem Design-Prachtstück einen ausführlichen Test unterzogen.

Xperia Z1 Verpackung und Zubehör

Unser Testgerät wurde diesemal von E-Plus zur Verfügung gestellt. An Kunden wird das Sony Xperia Z1 in einem schlichten Karton geliefert. Die Vorder-und Rückseite des Gehäuses ist mit Schutzfolie versehen. Zumindest bei unserem Testgerät war das Zubehör mehr als mager. Lediglich ein USB-Datenkabel, Ladegerät und eine Anleitung befanden sich im Karton. Eine Micro-SD-Karte oder ein In-Ear-Headset fehlen gänzlich.

Sony Xperia Z1 Verkaufspreis

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt für das Sony Xperia Z1 bei 649 Euro. Inzwischen bieten erste Online-Händler das Sony Xperia Z1 für knapp 500 Euro ohne Vertrag an.

Design und Verarbeitung des Xperia Z1

Schon das Xperia Z zeigte sich in einem kantigen und gläsernen Outfit, dass ist beim Xperia Z1 nicht anders. Das Gehäuse sieht edel aus und ist gut anzufassen, obwohl die Kanten nicht jedermanns Sache sind. Ein Metallrahmen rund um das Gehäuse lassen das Gerät noch hochwertiger aussehen. Das Smartphone liegt gut in der Hand und fühlt isch sehr hochwertig an, Knarzen konnten wir in unserem Test nicht feststellen. Das Smartphone ist außerdem gegen Wasser und Staub (IP55/58 zertifiziert) geschützt. Klappen befinden sich schützend über dem SIM-Kartenslot und dem Micro-SD-Kartenslot. Der Klinkenanschluss ist allerdings offen, kann aber laut Hersteller unter Wasser verwendet werden. Ob tatsächlich Wasser eindringen kann, wollten wir aus Sicherheitsgründen aber nicht testen.

Smartphone Sony Xperia Z1Display mit Bravia-Engine 2 und Triluminos Technologie

Bereits bei der Ersteinrichtung des Xperia Z1 waren mehrere Updates fällig sowie eine Firmware-Aktualisierung. Selbstverständlich haben wir zunächst das Firmware-Update installiert, um mit dem Gerät auf dem neusten Stand zu sein. Das 5-Zoll-TFT-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel ist ein Hingucker, denn mit 441 PPI ist es deutlich heller und kontrastreicher als noch sein Vorgänge – Sonys Bravia-Engine 2 und Triluminos Technologie sei Dank.

Die Farbsättigung, Blickwinkelstabilität und auch die Helligkeit  500 Candela) lassen nichts zu wünschen übrig. Geschützt wird das Display mit Mineralglas und einer bruchhemmenden Folie. Einziger, aber ärgerlicher Nachteil des Glas-Gehäuses: Schon beim ersten Anfassen wird das Display mit Fingerabdrücken übersät. Hier ist dringend eine Displayschutzfolie zu empfehlen. Am unteren Rand des Displays gibt es keine Sensortasten. Trotzdem wurde der hierdurch gewonnene Platz von Sony nicht ausgenutzt um den Rand zum Display zu minimieren. Eigentlich schade, denn dadurch wäre das Smartphone kleiner und somit auch etwas handlicher ausgefallen.

Display klar und detailscharf

Display klar und detailscharf

Kamera: Das fiel uns negativ auf

Im Allgemeinen liegt die Kameralinse bei Smartphones in der Mitte des jeweiligen Gehäuses. Im Falle des Xperia Z1 befindet sich diese allerding seitlich am Rand. Damit hatten wir – zumindest zu Beginn unseres Tests – einige Probleme, sobald Fotos im Querformat aufgezeichnet wurden. Wird das Smartphone quer gehalten, schiebt sich der Daumen der Hand gezwungenermaßen etwas über die Linse. Wird bei einem Schnappschuss, ohne Voreinstelllungen gearbeitet, geht die Aufnahme leicht daneben (siehe Foto)Im Blitzlicht-Modus schaltet sich der Blitz bzw.das Licht beim Fokussieren nicht an. Das hat den Nachteil, dass in dunkler Umgebung kaum etwas zu erkennen ist. Die von Sony „überlegende Automatik“  genannte Kamera-Funktion liefert  eher blasse oder leicht überbelichtete Ergebnisse. Ein Software-Update wäre hier sinnvoll.

Objektiv am Gehäuserand, Finger auf der Linse

Objektiv am Gehäuserand, Finger auf der Linse

Kamera: Im manuellen Modus Spitzenklasse

Die manuelle Einstellung hingegen bietet eine Menge an Funktion- und Einstellungsauswahl, dass Ergebnis ist sofort auf dem Display sichtbar. In diesem Modus  liefert die Kamera eines besten Ergebnisse ab, die wir jemals bei einem unser getesteten Smartphones gesehen haben. Sehr positiv machen sich Dynamik, Schärfe, Bildrauschen, Farbtreue und Kontrast bemerkbar. Aufgrund mangelnden Sonnenscheins, konnten wir nur Fotos bei bewölkten und regnerischen Himmel  schießen. Die Kamera meisterte diese Situation hervorragend und lieferte hierbei ein detailreiches Ergebnis ab. Ein ebenfalls sehr gutes Ergebnis lieferte die Kamera bei der Aufzeichnung von Full-HD-Videos ab.

Foto bei schlechten Wetter, Blitzfoto, Zoom

Foto bei schlechten Wetter, Blitzfoto, Zoom

Kamera-Funktionen

Die Kamera leistet ganze 20,7 Megapixel und ist mit einem Exmor RS Sensor mit 1/2,3“ ausgestattet. Die F2.o Blende soll auch lichtschwache Momente bestens einfangen können –  dies können wir nur bestätigen. Außerdem ist ein 3-fach verlustfreier Zoom mit 8-Megapixel-Auflösung möglich. Weitere Funktionen sind ein Fischauge-Effekt, Schwenk-Panorama, Info Eye ( informiert zur Umgebung), HDR-Modus, Szenenmodi, und Timeshift-Modus  mit Folgemotiven zur Auswahl. Etwas für verspielte Nutzer bietet der AR-Effekt. Mit den AR-Effekten können nachträglich witzige Animationen hinzugesetzt werden. Die individuell anpassbaren Designs reichen von Dinosauriern bis hin zu Meeresmotiven und könnne zudem bearbeitet werden.

AR-Effekt mit "Dinos"

AR-Effekt mit „Dinos“

Performance besser als beim iPhone 5S

Das Sony Xperia Z1 ist mit einem Quad-Core-Prozessor Snapdragon 800  –  dem zur zeit schnellsten Chipsatz –  ausgestattet. Der mit 2,2 Gigahertz taktende Prozessor macht das Sony zu einem äußerst schnellen Kraftpaket. Dazu sorgt die Adreno 330 für beste Grafik. 2 Gigabyte RAM dienen zur Unterstützung. Es wundert somit nicht, dass die Performance vergleichsweise spitzenmäßig ist. Ruckler sind kein Thema, Anwendungen und Kontakte öffnen sprichwörtlich sofort. Die Bildschirmausrichtung  und die Navigation durch die Menüs reagieren blitzschnell. Hochwertige und systemlastige Spiele sind kein Problem für das Xperia Z1. In Benchmarks konnte sich das Xperia Z1 noch vor dem neuen Apple iPhone 5S behaupten.

Sperrbildschirm, Update-Center, Kamera "Manuell"

Sperrbildschirm, Update-Center, Kamera „Manuell“

Konnektivität, Sprachqualität und Akku

Das Xperia Z1 hat alle wichtigen Übertragungsstandards an Bord. WLAN 802.11 a,b,g, n mit 2,4 und 5 GHz sorgen für schnellen Internetzugang. UMTS, HSDPA, HSUPA und der schnelle Datenfunk LTE Cat 4 (bis zu 150 Mbit/s im Downstream) sorgen für eine schnelle mobile Datenübertragung. Gesprächspartner sind klar und deutlich zu vernehmen und auch die Lautstärke ist ok. Der Akku mit immerhin 3.000 mAH Kapazität reiht sich in die oberste Liga ein. Mit Unterstützung des Sony Stamina-Modus, sind mehrere Tage Laufzeit, bei umfangreicher Nutzung möglich. Kleiner Minuspunkt: Der Akku ist leider fest verbaut.

Sony Xperia Z1 Verkaufspreis

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt für das Sony Xperia Z1 bei 649 Euro. Inzwischen listen erste Online-Händler das Gerät ohne Vertrag mit knapp 500 Euro. Bei der E-Plus Tochter BASE ist das Xperia Z1 ohne SIM-Lock, Net-Lock und Vertrag zum Einmalpreis von 449 Euro erhältlich. Mit Tarif liegt der Einmalpreis bei 89 Euro zzgl. einem Hardwarezuschlag von 15 Euro pro Monat. Insgesamt liegt der Gesamtpreis mit Vertrag ebenfalls bei 449 Euro.

Unser Fazit zum Xperia Z1

Mit dem Xperia Z1 hat Sony ein wirklich gutes Smartphone in den Handel gebracht. Das Glasgehäuse samt Metallrahmen ist sehr gut verarbeitet und sieht edel aus. Sony hat die hauseigene UI deutlich eingeschränkt, sodass die Bedienung leichter fällt und zudem alles übersichtlicher wirkt. Das Display ist sehr hell, Texte werden scharf dargestellt, Farben sind dynamisch und farbtreu. Die Kamera ist eine der besten, die derzeit in Top-Smartphones verbaut ist und das trotz einiger Schwächen. Allerdings sollte nicht die voreingestellte „überlegende Automatik“ verwendet werden, sondern der manuelle Modus.  Dieser liefert selbst noch bei schwachem Licht hervorragende Ergebnisse. Leider hat Sony den Akku fest verbaut. Die Akkulaufzeit beträgt bei umfangreicher Nutzung (Surfen, Videos, Telefonieren) locker 1-2 Tage.


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