Dienstag, den 11.03.14 12:23

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LG G Pad 8.3 Testbericht – Die Google Nexus 7 Alternative im Test

Mit dem LG G Pad 8.3 haben die Koreaner seit langer Zeit wieder ein Tablet präsentiert. Wir haben das Mittelklasse-Tablet LG G Pad unter die Lupe genommen und mit dem Google Nexus 7 verglichen. Ob das neue LG G Pad mit dem Google Nexus 7 mithalten kann, zeigt unser ausführlicher Testbericht.

Lieferumfang und Verpackung

In der schlanken Verpackung beider Geräte finden sich das übliche Zubehör, dazu zählt ein Ladekabel, ein Netzstecker, sowie das eigentliche Tablet inklusive Kurzanleitung. Im Gegensatz zum USB zu Micro USB Standard-Kabel des Nexus 7 liegt dem G Pad aber ein längeres Kabel bei (2 Meter). So lässt sich das LG G Pad gegebenenfalls auch beim Laden nutzen.

LG G Pad Gehäuse und Design

In Puncto Verarbeitung hat LG ganze Arbeit geleistet. Keine Spaltmaße oder wackelige Teile und eine derart edel anmutende Rückseite aus gebürstetem Aluminium kennt der mobile User sonst nur vom Premium-Hersteller Apple. Allerdings zeigt sich das LG-Produkt deutlich anfälliger für Schlieren und Fingerabdrücke, was jedoch nicht für die weiße Variante mit rückwärtiger Alu-Optik gilt.

lg g pad test

Das Nexus 7 (oben) ist nur minimal dünner als das G Pad (c) Mobilfunk-Talk.de

Anschlüsse des LG G Pad

An der Oberseite finden sich ein Kopfhörer-Anschluss, Stereo-Speaker und ein Steckplatz für microSDHC Karten sowie ein Infrarot-Modul um das LG G Pad als Fernbedienung zu nutzen. Die Unterseite bietet ein Mini und einen Micro-USB Port zum Aufladen und für Datenübertragung am PC. Die exakten Druckpunkte der seitlichen Tasten überzeugen ebenfalls.

Display-Diagonal von 8,3 Zoll

Der Markt aus Android-Tablets besteht bis auf wenige Ausnahmen aus Modellen mit 10,1 und 7 Zoll. Mit dem LG Pad 8.3 stößt der korenaische Hersteller in die Lücke. Das LG G Pad hat eine hervorragende Haptik und ist mit 8,3 Millimeter in der Höhe rank und schlank wie eine Flunder sowie nur minimal dicker als das Nexus 7 2013. Der Formfaktor von 8,3 Zoll im Durchmesser weiß ebenfalls zu überzeugen. Die gummierten Seiten sorgen für angemessene Griffigkeit und besten Komfort. Die genauen Maße des G Pad liegen bei 216,8 x 126,5 x 8,3 mm.

LG G Pad – Ideale Haptik

Man merkt, dass sich LG bei Handling und Gehäuse wirklich Gedanken gemacht hat. Das mit 7 Zoll mehr in die Länge gezogene Nexus 7 2013 liegt zwar auch gut in der Hand, übertrifft bei Übersichtlichkeit und Bedienung jedoch nicht das LG G Pad 8.3. Auch das Gewicht von 338 g macht das G Pad nur minimal schwerer als das Nexus 7 2013 von Asus.

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Die edle Rückseite aus gebürstetem Aluminium spricht für Qualität und Image – (c) Mobilfunk-Talk.de

Display – Nexus subjektiv im Vorteil

Mit einer WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 als IPS Panel, bietet LG in technischer Hinsicht nicht den gleichen Standard wie das Nexus 7 2013 von Asus. Im Vergleich lösen die beiden Mini Tablets mit 273 ppi (G Pad) bzw. 323 ppi (Nexus) Pixel pro Zoll auf was aber lediglich auf das unterschiedliche Display-Format zurückzuführen ist. In der Praxis ist der Unterschied nicht erkennbar.

Farbgebung bei Nexus 7 2013 besser

Enttäuschend fällt allerdings die Farbgebung des LG G Pad Displays auf. Ebenfalls unbefriedigend wirkt die Bildschirmhelligkeit: Das konnte LG mit dem LG G2 oder dem LG G Pro schon wesentlich besser. Das Nexus 7 2013 bietet hier im Vergleich die besseren Werte, wobei diese mit bloßem Auge nur subjektiv erkennbar bleiben. Hier merkt der Käufer letztendlich kaum, wo LG den Rotstift angesetzt hat.

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In Puncto Display des G Pad (vorne) besteht nur ein subjektiver Nachteil zum Nexus 7 (c) Mobilfunk-Talk.de

Für den Alltagsgebrauch zeigt sich das Display mehr als ausreichend: Fotos und Bilder wirken dank 1080p-Full-HD-Auflösung knackig scharf, womit sich das G Pad auch zum Lesen und präsentieren von Fotos hervorragend eignet.

Kamera – Nette Knipse von LG

Obwohl bei Tablets generell weniger im Fokus, knipst die 5 Megapixel-Linse des G Pad scharfe Bilder, denen der Hobby-Fotograf das softwareseitige Nachschärfen jedoch deutlich ansieht.

Dabei ist auch die Zusammenarbeit des LG G-Pad-Display und dem verbauten Kamera Modul stimmig: Fotos wirken angenehm und wenig verwaschen und auch die Farbtreue entspricht einem avancierten Standart.

Kamera im Vergleich: G Pad im Vorteil

Im Vergleich zur Kamera des Nexus 7 2013 zeigt sich ein bessere Schärfe und eine deutlichere Sicht. Obwohl sich beide Tablets bei der Kamera nicht viel nehmen, liegt LG mit einer Nasenlänge vorn. Bei schlechter Beleuchtung versagen die beiden Kontrahenten jedoch kläglich und geben buchstäblich „ein mieses Bild ab“.

Front Cams: Selfie-Verbot

Die angebrachten Front-Cams eignen sich allenfalls für Video-Chats à la Skype und Co. und sind nicht einmal dabei zufriedenstellend. Möchte der Teilnehmer gegenüber einen Blick auf die Umgebung werfen, kann man ihm das mit den rückwärtigen Kameras schon relativ schmackhaft machen.

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Das LG G Pad platziert sich im AnTuTu Benchmark nur knapp hinter dem Galaxy S4 – (c) Mobilfunk-Talk.de

Hardware und Performance

Das LG G Pad 8.3 arbeitet dank seines Snapdragon 600 SoC-Prozessors mit 4 x 1,7 GHz sehr flüssig. Ein schneller App-Start und fließende Animationen sprechen ebenfalls für die 2 GB RAM, welche LG in sein Tab integriert hat. Auch anspruchsvollere Spiele gehen ohne Ausfälle oder lange Ladezeiten über die Gaming-Bühne.

Vom gegebenen internen Flash-Speicher werden 6 GB für Android OS und Systemeigene Apps in Anspruch genommen.  Die restlichen 9 GB lassen sich für Fotos, Videos und weitere Apps um maximal 64 GB via micro SDHC-Karte erweitern.

Akku Top auf beiden Seiten

Die Batterie birgt mit 4.600 Milliamperestunden (mAh) genügend Leistung um das LG G Pad unter Vollast ganze 6 Stunden ohne Unterlass zu betreiben. Regelt der User die Displayhelligkeit  oder die Netzwerk-Einstellungen herunter, muß das Tab entsprechend später wieder ans Netz. Insgesamt lassen sich so bequem ein Film und diverse Web-Inhate  über den ganz Tag hinweg verteilt genießen. Im Standby kann das der Nutzer das G Pad getrost mehrere Tage ohne Netzstecker liegen lassen. Im Gegensatz dazu bietet das Nexus 7 mit 3.950 mAh zwar weniger Akku Kapazität, verbraucht dank des schlanken  Systems jedoch auch weniger Ressourcen, was beide Kontrahenten im Metier Laufzeit letztendlich auf die selbe Ebene stellt.

Flinke Flundern – Performance auf gleicher Höhe

Keiner der beiden gibt beim Handling ein schlechtes Bild ab. Dem normalen Anwender fällt kein Performance-Unterschied ins Auge obwohl die Benchmarks ein leicht verändertes Bild abgeben. Beim AnTuTu Benchmark platziert sich das G Pad mit 25707 vor dem Nexus 7 und überbietet sorgar gnadenlos Samsungs Top-Seller Galaxy Note 2. Das Nexus 7 platziert sich mit 23379 Punkten auf einem sehr guten zweiten Platz.

Apps und Benutzeroberfläche – Feature-Parade auf dem G Pad

Ausgeliefert wird das LG G Pad mit Android 4.2 und LG-Nutzeroberfläche mit vielfältigen Funktionen. Wer mag kann vom farbig matten Basic-Schema auf das „Lollipop-artige“ Oberflächen-Setting „Marshmellow“ wechseln. Das Design bleibt streitbar, während sich die LG-eigenen Funktionen im Vergleich zum normalen Android 4.4 des Nexus 7 2013, als sehr anwenderfreundlich zeigen.

App-Funktion „Slide Aside“

lg g pad test - lg feutures : slide asideWer möchte kann beispielsweise seine drei Lieblings-Apps mit der Funktion „Slide Aside“ just mit 3 Fingern zur Seite wischen um von überall und zu jederzeit schnell darauf zuzugreifen.

Ebenso praktisch: Eine der Touch-Bildschirmtasten kann je nach Belieben belegt werden. Dabei ist es egal, ob der User von überall auf die Einstellungen oder eine andere App zugreifen will.

G Pad mit Doppeltipp „Knock On“

Bereits seit dem LG G2 bekannt ist die „Knock-On“-Funktion: Durch einen Doppeltipp auf das Display weckt man auch das LG G Pad 8.3 und der Bildschirm wird aktiviert, während beim Google Nexus 7 stets der Griff zum lausig platzierten Hardware Button auf der Seite vonnöten ist. Schon des längeren seitens LG bekannt ist „QuickMemo“. Hier hat LG seinen Tablets eigens einen haptischen Knopf an der Seite spendiert. Mit diesen lässt sich ein Bildschirmfoto erstellen, um es mit einer Handschriftlichen Notiz zu versehen.

lg g pad test - lg fetures - Knock on

Ziffern direkt im (Tasten)-Anschlag

Einen weiteren Vorteil gegenüber dem Nexus 7 2013 hat die Tastatur des LG G Pad 8.3. Vor allem beim eingeben von Passwörtern oder Ziffern leistet die Zahlenreihe am Kopf der Tastatur einen wertvollen Dienst. Hier ist das LG G Pad dem Nexus 7 2013 klar überlegen. Beim Google Tablet von Asus muss bei einer Ziffereingabe indess ständig die Tastatur gewechselt werden.

Tastatur des LG G Pad 8.3Das LG Konzept wirkt insgesamt sehr durchdacht und ergänzt das „nackte“ Android sinnvoll. Wer auf Komfort und Bedienung setzt, ist mit der LG-Oberfläche besser bedient als mit dem Standard-Android des Nexus 7 2013.

Rotstift bei LTE und Ausgleich via QPair

Die fehlende LTE-Kompatibilät möchte LG mit der App „QPair“ ausgleichen. Via QPair verbindet sich das G Pad mit einem Smartphone um dessen mobile Internet-Flat anzuzapfen. Zudem werden Benachrichtigungen über Anrufe, SMS und Emails direkt aufs G Pad geliefert, wobei eine direkte Antwort-Funktion ebenfalls gegeben ist. QPair gibt es bei Google Play und steht für alle Smartphones ab Android 4.0 Ice Cream Sandwich zur Verfügung.

lg g pad test - lg feutures : Qpair

Nexus 7 bedingt günstiger

Auf LTE verzichten müssen auch Nexus 7 Käufer, wenn sie sich im Preissegment de LG G Pad  8.3 bewegen. Eine LTE Modul ist erst ab einer Speicherversion von 32 GB und zum Preis von 350 gegeben. Der LG G Pad Käufer zahlt derzeit rund 100 Euro weniger für die 16 GB-Version und kann via QPair behelfen. Außerdem lässt sich im Gegensatz zum Nexus 7 der Speicher noch erweitern. Da fällt dem gneigten Käufer der Griff zum LG Produkt gleich ein wesentlich leichter.

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Das LG G Pad gibt es in weißer oder schwarzer Ausführung – (c) Mobilfunk-Talk.de

Schnelles WLAN 802.11 a/b/g/n und Bluetooth 4.0 sorgen für schnelle bzw. energiesparende Netzwerkanbindung und Geräte-Kopplung. Auf den schnellen Drahtlosstandard NFC wurde ebenso wenig verzichtet. So klappt beispielsweise die Datenübertragung von eine Bluetooth Kamera zum LG G Pad in nur wenigen Sekunden. Beide Tabs bieten diese Features.

Fazit: Kein K.O. aber Punktsieg für LG

Final zeigt das LG G Pad 8.3 kompakte wahre Größe zum kleinen Preis – vor allem Nutzer die länger etwas von ihrem Tablet haben wollen werden mit dem G Pad die richtige Entscheidung treffen. In unserem Test gab nahezu Nichts zu bemängeln. LG bietet mit dem G Pad ein rundum Sorglos-Paket für den Otto-Normal-Anwender, mit Wertigkeit und guter Ausstattung.

Der typische Nexus 7 Käufer sieht derweil anders aus. Für diesen stehen vor allem die zahlreichen technischen Möglichkeiten im Vordergrund. Wer sich mit Computer und IT bestens auskennt, sein Gerät „rooten“ und verschiedene Betriebsysteme testen, programmieren oder gar eigene Apps erstellen will, ist mit dem Nexus 7 bestens  beraten.

LG Pad Verfügbarkeit und Preise

Das L G Pad 8.3 ist online für rund 300 Euro in den Varianten Schwarz und Weiß/Aluminium erhältlich. Im Einzelhandel muss der Käufer oft tiefer in die Tasche greifen. Der virtuelle Griff zum Nexus 7 2013 liegt je nach Variante (16GB Wifi / 32 GB Wifi / 32 GB Wifi LTE derzeit zwischen 229 und 349 Euro. Die beiden Tablet Modelle sind hier ohne Vertrag erhältlich:

Nexus 7 (2013)                Amazon              |               Cyberport             |            Google

    LG G Pad 8.3                Amazon            |               Cyberport             |               Ebay


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