Nachdem sich beide Unternehmen gegenseitig mehrfach vorgeworfen haben Patente des jeweils anderen ohne Ausgleich verwendet zu haben, zieht Nokia nun erneut vor Gericht. Diesmal geht es auch um Technolgie, die im neuen iPad angewandt wurde.
Nokia hat beim Bundesgericht in Wisconsin (USA) erneut Klage gegen das Unternehmen aus Cupertino eingereicht. Die Patente, so Nokia, umfassen unter anderem Technologien zur Datenübertragung, Antennenbauweise und Navigation. Durch diese Innovationen wären ein entscheidender Vorteil auf dem Markt und deshalb von großer Bedeutung.
Der finnische Handyhersteller Nokia ist ohne Zweifel die weltweite Spitze in Mobilfunktechnologien. Insgesamt gehören dem Unternehmen über 11.000 Patentfamilien, so Nokia in einer Pressemitteilung. Die Finnen geben an in den vergangenen 20 Jahren 40 Milliarden Euro in Forschung und Technik investiert zu haben.
Patentstreit zwischen Apple und Nokia zieht sich hin
Das Mobilfunkhersteller diese Patentrechte an die Konkurrenz verleihen ist nicht unüblich allerdings kommt es hierbei normalerweise zu Ausgleichszahlungen. Diese soll Apple nicht bezahlt haben und steht deshalb nun vor Gericht. Bei der ersten Anklage war der Vorwuf beinahe derselbe, jedoch handelte es sich um andere Patente.
Apple hatte seinerseits im Dezember auch schon geklagt und sich gegen die Anschuldigungen verteidigt. Zudem legten beide Hersteller Beschwerde bei der amerikanischen Handelsaufsicht ein, mit der Forderung, dass die Produkte, die angeblich Patentrecht verletzten vom Markt genommen werden.
All diese Verhandlungen werden noch geprüft und bisher gab es keine klaren Ergebnisse aus einem der zahlreichen Verfahren. Bis zum Ende des ersten Prozesses kann es aber noch Monate, wenn nicht Jahre dauern.
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Björn Mohr
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