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Vodafone LTE-Zuhause-Tarife – Drosselung bald bei 2 Mbit/s?

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat wie Ende Januar bereits angekündigt, Klage vor dem Landgericht Düsseldorf gegen den Netzbetreiber Vodafone erhoben. Die Klage bezieht sich auf die angebotenen LTE-Internet-Tarife, hier hofft die Verbraucherzentrale vor allem bei der Drosselgeschwindigkeit eine Entscheidung im Sinne aller LTE-Nutzer.

Zuhause-Tarife kein DSL-Ersatz

Im Dezember 2013 erhielt der Mobilfunkanbieter eine Abmahnung der Verbraucherzentrale aufgrund seiner angebotenen LTE-Zuhause-Tarife. Dieser bewarb Vodafone explizit als vollwertigen Ersatz zum Festnetz. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale handelt es sich bei den Tarifen um keinen DSL-Ersatz, da die Geschwindigkeit ab einem gewissen Verbrauch gedrosselt wird.

Fehlende Angabe zur Drosselung

Die Drosselung der Geschwindigkeit wurde von Vodafone bis zur Abmahnung nur in den Fußnoten erwähnt. Nach der Abmahnung änderte Vodafone seine Tarifgestaltung und gab die Informationen zur Drosselung (nach Verbrauch des Highspeedvolumens max. 384 Kbit/s) in der Tarif-Info an und wollte wahrscheinlich so einer Auseinandersetzung vor Gericht entgehen.

Drosselung der DSL Geschwindigkeit

© WoGi – Fotolia.com

Unterlassungserklärung verweigert

Doch im Gegensatz zur Telekom, die eine Unterlassungserklärung zu ihren angebotenen Call & Surf via Funk-Tarifen unterzeichnete, verweigerte Vodafone gänzlich die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Daraufhin kündigte die Verbraucherzentrale Sachsen weitere Schritte und den Gang vor Gericht an.

Mehr Datenvolumen gegen Aufpreis

Nach Ansicht von Katja Henschler, Verbraucherzentrale Sachsen, entspricht die jetzige Tarifgestaltung der LTE-Zuhause-Tarife dennoch nicht den Erwartungen der Verbraucher, da die Werbung Internet gleich einem DSL-Anschluss verspricht. Weiteres Highspeed-Volumen muss von Kunden häppchenweise teuer hinzugekauft werden.

Klage gegen Drosselgeschwindigkeit

Neben der unlauteren Werbung ist auch die geringe Drosselgeschwindigkeit von 384 Kbit/s Gegenstand der eingereichten Klage. „Aus unserer Sicht gefährdet eine derartig niedrige Surfgeschwindigkeit die Nutzung der vertraglichen Leistung, also den Vertragszweck“, so Henschler weiter.

Drosselung zukünftig bei 2 Mbit/s?

Vom Gericht erwartet die Verbraucherzentrale eine wegweisende Entscheidung im Sinne aller Verbraucher, welche LTE als DSL-Ersatz nutzen. „Mit der Klage wollen wir erreichen, dass die Richter über die notwendigen Leistungen eines LTE-Angebotes urteilen, das Festnetzbedingungen verspricht„, erläutert Henschler. Sollte das Gericht eine Entscheidung zugunsten der Verbraucherzentrale fällen, wäre eine Anhebung der Drosselgeschwindigkeit auf 2 Mbit/s denkbar. Durch einen Grundsatzentscheid könnte das Urteil auch Folgen für andere Anbieter haben.

Vodafone LTE-Zuhause-Tarife informieren jetzt über Drosselung

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5 Kommentare zu Vodafone LTE-Zuhause-Tarife – Drosselung bald bei 2 Mbit/s?

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  1. Björn Boisen schrieb am 15.04.2014 um 01:19

    Völliger „Dummfug“ die Aussage von Vodafone. Wenn einige Anbieter meine sie müssten ein komplettes TV-Angebot in 4-K Qualitäöt als „Specialized Services“, über das Internet verbreiten, dann sollten sie auch in die Netz-Infrastruktur inverstieren und nicjht mit der eine billigen Ausrede „Power-User“ für Netz-Auslastung verantwortlich machen. Vodafone merkt irgendwie nicht das Nutzer auch denken können.

    Bandbreite für 4 K-Angebote gibts über Kabel und Sattelit genug, dann sollen sie auch die Einspeisegebühren an Ihre 4-K Nutzer weiter reichen, anstatt mit dem Abhören von Kanzler-Handys ihre jämmerlichen Geschäftszahlen zu sanieren.

    Gott wußte schon warum er die Engländer auf einer Insel ausgesetzt hat.

  2. Frank schrieb am 10.04.2014 um 13:47

    Ich habe wegen der Drosselung schon ein paar mal mit Vodafone telefoniert, und ihnen gesagt das eine Drosselung ab 5 / 15 / 30 GB in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß sei. Und das bei einer Drosselung auf 384 kbit/s ein normales surfen im Netz fast nicht mehr möglich ist. Man könne sich noch nicht mal YouTube Videos in HD Qualität anschauen da dadurch ruck zuck der Traffic verbraucht sei.

    Dann bekommt man von Vodafone immer folgendes zu hören:

    Die Drosselung besteht nur aus einem Grund, das sogenannte Power User das LTE Netz nicht überlasten. Aus diesem Grund müssten sie ab einem gewissen Datenvolumen eine Drossel einsetzen. Würden sie das nicht tun wäre das Netz ständig überlastet !

    In meinen Augen ist das absoluter Blödsinn, denn warum kann man den Traffic für einen teuren Preis dazubuchen ?? Meiner Meinung nach geht es Vodafone nur um eines, Geld, Geld und nochmals Geld !!

    Ist doch eigentlich ganz klar wie die denken, wir drosseln auf 384 kbit/s dann ist richtiges surfen im Netz fast nicht mehr möglich ( besonders in Stosszeiten ). Was liegt da näher als schnell mal etwas Traffic dazu zu buchen um wieder vernünftig surfen zu können ?

    Leider musste ich in den sauren Apfel beißen und meinen Vertrag bei Vodafone verlängern da es hier auf dem Land die einzge Möglichkeit ist an schnelles Internet zu gelangen. Und das weiß Vodafone ! Aus diesem Grund würde es mich sehr freuen wenn der Verbraucherschutz gewinnt und die Drossel auf 2 Mits angehoben würde. Aber ich denke eher das bleibt Wunschdenken wenn man die Sturköpfigkeit von Vodafone kennt.

  3. Bernd schrieb am 24.03.2014 um 20:02

    hallo laute das wird doch nie was mit der drosslung bei beiden nicht.telekom und vodafone
    sind sich da einig.na die gerichte werden nicht viel erfolg haben,die verdienen nur geld daran.na schaun wir mal ab.

  4. Der Grund warum Vodafone das in den Markt drückt ist der, dass man die 10,33 Euro TAL -Gebühren an die Telekom sparen möchte – deshalb verdummt man die Kunden , das sei wie Festnetz. Es ist der Plan, auf das Telekom Netz in Zukunft ganz zu verzichten – entweder werden die Kunden über TV-Kabel versorgt oder eben über LTE. In beiden Fällen spart sich der Konzern eine Menge Geld. Und ganz bnebenbei kann man so die Drossel einführen und noch mehr Geld machen. Und ohne Not wird hier auch noch die Umwelt belastet , weil neben den notwendigen Mobilfunksendern auch noch in jeder Wohnung ein Funkrouter steht und die Welt verstrahlt.

  5. Gast schrieb am 13.03.2014 um 11:47

    Und wer will dann noch Festnetz, wenn es LTE billiger und mit 2 MBit/s Minimalgeschwindigkeit gibt?

    Und wie will der Anbieter bei dem in diesem Fall zu erwartenden Kundenandrang diese Mindestgeschwindigkeit technisch sicherstellen?

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