Sonntag, den 06.04.14 13:41

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Handy geklaut – horrende Rechnung: Sofort Sim-Karte sperren!

Smartphones oder Handys gehören heutzutage zum Alltag. Ob unterwegs, in Restaurants, auf Reisen  oder auf Partys – das Mobilfunkgerät ist immer dabei. Da ist es kein Wunder, das Mobilfunkgeräte immer öfters liegen gelassen werden, verloren oder gestohlen werden. Das kann unter Umständen ein teurer Spaß für den jeweiligen Besitzer werden.

Student erhielt horrende Rechnung

Ein österreichischer Student hatte eine horrende Telefonrechnung über 17.000 Euro erhalten. Wie sich herausstellte, wurde dem  Student auf einer Reise nach Barcelona sein Mobilfunkgerät gestohlen. Leider handelte es sich bei den Tätern um Experten in Sachen Handy-Diebstahl. Über ein Sim-Box-Programm konnten sie unzählige Verbindungen zwischen zwei Telefonanbietern aufbauen, so ein Bericht der ORF.

Sim-Box-Programm erlaubt Zugriff

Das Handy wurde dem Studenten in einer Diskothek in Barcelona entwendet. Der Diebstahl war gegen 5.00 Uhr dem Besitzer aufgefallen, wurde aber dem Anbieter A1 erst gegen 9.00 Uhr gemeldet. Bevor die Sim-Karte daraufhin gesperrt wurde, konnten die Diebe mehr als 200 Stunden telefonieren – natürlich auf Kosten des Opfers. Das Sim-Box-Programm machte dies computergestützt möglich und Telefonate wurden zwischen zwei Telefongesellschaften geschaltet. Dabei wurden Gesprächsminuten generiert und dem Netzbetreiber in Rechnung gestellt. Der zweite Netzbetreiber bzw. dahinter stehende Betrüger kassierten.

Smartphone-Handy-Virus-Trojaner-mftBetreiber haftet nur teilweise

Der österreichische Betreiber A1 verlangte vom Studenten 17.000 Euro. und beruft sich natürlich auf seine eigenen AGB`s. Darin ist festgelegt, das der jeweilige Kunde solange für entstandene Kosten bei Verlust des Handys bzw. der Sim-Karte haftet, bis eine Sperr-Meldung an den Betreiber gegangen ist. Im konkreten Fall hat A1 zwar inzwischen 20 Prozent Nachlass gewährt, es bleiben aber 14.000 Euro zur Zahlung offen.

Kunde haftet oder nicht?

Der vom Studenten eingeschaltete Rechtsanwalt Helgar Schneider ist der Meinung, das keine Dienstleistung erbracht worden ist. Selbst wenn die AGB`s von A1 seine Richtigkeit haben, was er bezweifelt, muss darauf hingewiesen werden, dass keine Dienstleistung erbracht wurde.Da der Student nicht telefonierte, müsse er auch die Rechnung nicht begleichen. Die Aufforderung seitens des Anwaltes die Standortdaten und die Roamingverbindungen offen zu legen, befolgte A1 aufgrund von Datenschutz nicht.

 Schnell reagieren bei Handyverlust

Grundsätzlich gilt: Wird der Verlust eines Handys gemerkt oder ein Mobilfunkgerät gestohlen, sollte der Betroffene sofort reagieren. Nur bei einer sofortigen Sperrung der Sim-Karte ist es möglich hohe Rechnungen zu vermeiden. Das geschieht ganz einfach durch einen sofortigen Anruf bei dem jeweils gebuchten Netzbetreiber (Hotline). Natürlich ist es ratsam die Nummer der Hotline im Kopf zu haben und natürlich auch sein eigenes Kundenkennwort um sich  legimentieren zu können.

Diebstahl der Polizei melden

Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland ist der Kunde für die Sim-Karte selbst verantwortlich. Ein durch Diebstahl oder Verlust entstandener Schaden kann ohne rechtzeitige Sperrung der Sim-Karte nicht ohne Weiteres auf den Netzbetreiber abgewälzt werden. Dem Opfer entstehen erst nach der Sperrmeldung keine weiteren Telefonkosten. Zusätzlich sollte ein Diebstahl auch der hiesigen Polizei gemeldet werden. Hierzu wird der Personalausweis benötigt und die IMEI-Nummer des Smartphones. Mit der Tastenkombination *#06# kann diese 15-stellige Nummer abgefragt werden.


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