Im offiziellen Google-Blog gab der Konzern nun zu, die Google Street View-Autos hätten “versehentlich” Nutzerdaten gespeichert. So seien unter anderem besuchte Internetseiten oder auch E-Mails erfasst worden sein.
600 Gigabyte private Daten
In den vergangenen vier Jahren seien so ungefähr 600 Gigabyte an Daten aus ungesicherten Netzwerken zusammengekommen. Google spricht dabei von einem “sehr großen Fehler”.
Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, dass die Daten nur aus unvollständigen Fragmenten bestehen würden. Zum einen hätten die WLAN-Empfänger mehrmals die Sekunde den Frequenzkanal gewechselt, zum anderen seien die Street-View-Wagen ständig in Bewegung gewesen.
Keine WLAN-Datenspeicherung mehr
Als Reaktion auf die Panne ließ Google verlauten, ab sofort würden keinerlei WLAN-Daten – nichtmal WLAN-Netzwerknamen – mehr erfasst werden. Zudem würden die gespeicherte Daten nach Absprache mit den 30 zuständigen Regierungen vollständig gelöscht werden.
Bisher war lediglich bekannt gewesen, dass der Konzern mit seinen Street View-Autos WLAN-Netzwerke mit der dazugehörigen Routerkennung erfasst. An sich dienen die Wagen (Bild: virus4fun.ch) der Abfotografierung der Straßen, um die Googles Straßenkarten mit realen 3D-Ansichten zu ergänzen.
Leander Huhn
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Kommentare zu Google speicherte auch Nutzerdaten von WLAN-Netzen