Nachdem, wie bereits berichtet, E-Plus bei der Versteigerung der “Digitalen Dividende” leer ausgegangen ist, denkt E-Plus-Chef Thorsten Dirks darüber nach, mit einem der Konkurrenten ein Roamingabkommen über die Nutzung von Datendiensten abzuschließen.
Roaming soll Versorgungslücken schließen
In einem Bloomberg-Interview sagte Dirks, dass damit Versorgungslücken geschlossen werden sollen. E-Plus ist daher durchaus offen für Kooperationen mit den Wettbewerbern.
Nach Angaben von E-Plus sind 90 Prozent der deutschen Bevölkerung mit mobilem Internet versorgt. Für die übrigen 10 Prozent wird E-Plus nach Netzwerk-Kooperationen zum richtigen Preis suchen.
Ausdehnung des Datenroamings auf LTE möglich
Denkbar ist das nationale Datenroaming auch auf LTE-Ebene, um bei den Bandbreiten nicht völlig vom Wettbewerb abgehängt zu werden. Bisher hat E-Plus sein UMTS-Netz völlig vernachlässigt und bietet nur stellenweise HSDPA an. Die Bandbreite ist aber auch dort aus Kapazitätsgründen auf 1,8 Mbit/s gedrosselt. Größtenteils wird nur GPRS oder EDGE angeboten.
Nationales Roaming gab es schon einmal
Auch o2 (damals VIAG Interkom) hatte zum Start in Deutschland mit der Telekom Mobilfunk (damals T-Mobile) ein nationales Roamingabkommen geschlossen, damit die Kunden eine flächendeckende Mobilfunk-Versorgung bekommen. Das nationale Roaming wurde nach Milliardeninvestitionen in eigene Mobilfunkstationen am 5. Januar 2010 beendet.
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Michael Beck
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