Sonntag, den 28.09.14 13:30

aus der Kategorie: TMobile, TopNews

Telekom: Vorläufig doch kein Verkauf von T-Mobile USA

Die Deutsche Telekom will nun vorläufig doch nicht die US-Tochter T-Mobile USA loswerden. Das melden übereinstimmend die Nachrichtensender n-tv und N24 unter Bezugnahme auf Insidern. Grund dürfte der aktuelle Kundenzuwachs der Konzerntochter sein.

Mehr Umsätze und Gewinne bei T-Mobile USA

Nachdem T-Mobile USA jahrelang mit Defiziten kämpfte und die Deutsche Telekom mehrfach vergeblich versuchte, ihre US-Konzerntochter zu verkaufen, zum Beispiel an den konkurrierenden Netzbetreiber AT&T, freundet sich der Mutterkonzern mit dem Gedanken an, T-Mobile USA doch noch für mindestens 1 Jahr zu behalten.

Der Grund liegt vor allem daran, dass der viertgrößte Netzbetreiber in den USA durch unorthodoxe Marketingstrategien und massiven Investitionen in das Datennetz wieder mehr Kunden anlockt, die zu einem höheren Umsatz und Gewinn beitragen. Teilweise können die Umsätze und Gewinne die rückläufigen Werte in Europa sogar ausgleichen. Die US-Tochter trägt immerhin ein Drittel des Umsatzes und ein Fünftel des Gewinns beim Telekom-Konzern bei.

t-mobile usEin weiterer Grund dürfte die bevorstehende Versteigerung von wichtigen Mobilfunkfrequenzen Ende 2015 in den USA sein. Daher dürfen sich auch einige Kabel- und Satellitenfirmen nach lokalen Vorgaben im Vorfeld der Versteigerung an möglichen Übernahmeschlachten der Telekom nicht beteiligen, was den möglichen Verkaufspreis niedrig hält. Die Telekom ist mit dem derzeitigen Übernahmeangebot des französchen Internet- und Mobilfunkanbieters Iliad unzufrieden. Die Franzosen wollen 56,6 Prozent der Anteile von T-Mobile USA zum Stückpreis von 33 US-Dollar je Aktie übernehmen. Die Telekom will jedoch mindestens 40 US-Dollar je Aktie und eine höhere Übernahmebeteiligung. Der aktuelle Kurs lag am Freitag auf der New Yorker Börse bei 28,90 US-Dollar.

Außerdem bezweifelt die Telekom, dass Iliad, wie von ihnen versprochen, Einsparungen von jährlich zwei Milliarden US-Dollar, etwa 7 Prozent der Kosten von T-Mobile USA, realisieren könne, da der US-Mobilfunkmarkt sehr groß und besonders hart umkämpft sei, und Iliad keinerlei Erfahrungen auf dem US-Markt vorweisen könne. Iliad hat sich eine Frist bis Mitte Oktober für eine Rücknahme oder Verbesserung des Übernahmeangebots erbeten. Es gibt bei der Telekom aber auch eine Fraktion, die weiterhin auf Iliad setzt, weil hier keine Bedenken der US-Wettbewerbshüter erwartet werden.


Michael Beck

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