Donnerstag, den 08.01.15 09:35

aus der Kategorie: Sonstige Testberichte

Skylanders Trap Team: Das Tablet-Game im Test [Update]

Im 2. Teil des Testberichts zum Tablet-Game Skylanders Trap Team möchten wir genauer auf die Spiel-Modi und das Handling mit Controller, Traptanium-Portal und Skylander-Figuren eingehen. Neben den Hauptmissionen im Story-Modus bietet Skylanders Trap Team mit den beiden Modi Arena und Kaos-Schicksals-Herausforderungen stundenlangen Spielspaß für Groß und Klein. In Teil zwei dreht sich alles um die 18 Hauptmissionen des Story-Modus.

Story-Modus: Die Jagd auf 46 Bösewichte

Während wir uns im 1. Teil des Test zum Tablet-Game Skylanders Trap Team vor allem mit den Rahmenbedingungen und dem umfangreichen Zubehör beschäftigt haben, behandelt Teil zwei die Hauptmissionen im Spiel: Den Story-Modus.

Im Story-Modus dreht sich alles um das Finden und Einfangen der 46 aus dem Wolkenknackerknast entflohenen Sträflinge. Ähnlich wie die guten Skylander hat jeder Bösewicht seine Eigenheiten und bringt so manche verrückte Schrulle mit. So hat beispielsweise der Chompy Mage, ein älterer Herr mit weißem Vollbart, eine besondere Vorliebe für die kleinen grünen Monster, läuft am liebsten als diese kostümiert herum und führt zudem Selbstgespräche mit seiner Chompy-Bauchredner-Handpuppe. Der erste Gegner im Tutorial-Level ist jedoch Der Gulper, ein riesiges blaues Schneckenwesen mit einem Hang zu Unmengen an Sprudel.

Nachdem die erste Skylander-Figur ins Spiel eingelesen wurde, zeigt Buzz – seines Zeichens Leiter der Sicherheit und des geheimen Ninja-Kommandounternehmens  – auf was es innerhalb der Level zu achten gilt. Diese sind im animierten Comic-Look gehalten und erfreulich detailliert gestaltet. Blumen, Büsche, Felsen, Geländer, sogar Luftballons sind zu erkennen – letztere kann man auf Wunsch vom Geländer lösen und fliegen lassen. Neben den grundlegenden Steuerelementen Laufen, Richtungswechsel und Springen erlernen die Spieler im Tutorial-Level die wichtigsten Aspekte im Spiel. So gilt es, Artefakte einzusammeln, versteckte Regionen zu finden, Schatztruhen zu entdecken und kleinere Gegner zu besiegen.

Levelaufbau und Spielmechanik

Der Levelaufbau selbst ist größtenteils linear angelegt, der Weg zum Ziel leicht zu erkennen. Eine offene Spielwelt gibt es nicht, der Verlauf des Spiels ist vorgegeben und man folgt einer Etappe zur nächsten. Dennoch lohnt sich der Blick nach rechts und links sowie oben und unten, an zahlreichen Stellen geht es in versteckte Bonus-Regionen, in denen Schatz-Truhen warten oder besonders wertvolle Artefakte zu entdecken sind. Zu finden sind die Zusatz-Ecken nicht immer leicht und trotz größter Sorgfalt und geübten Blick über den Tellerrand gehen einem immer wieder Areale durch die Lappen. Wer etwas übersieht, muss sich nicht grämen. Die einzelnen Level sind auf Wunsch auch später immer wieder erneut spielbar.

Pro Level verstecken sich in der Regel zwei bis drei Bösewichte in der Spielwelt, im Tutorial trifft der Spieler einerseits auf den Zwischengegner Sheep Creep und am Ende der Welt auf Den Gulper, der die anlässlich der Akademie-Eröffnung herangeschafften Sprudel-Vorräte leer trinkt… äh, vernichtet. Das Einfangen der Gegner erfolgt in kleinen Kämpfen, die mit steigender Levelanzahl immer schwieriger werden und zahlreiche Nebenrätsel und Elemente enthalten. So kann beispielsweise die alte Bitter-Peperoni Chef Pepper Jack nur eingefangen werden, wenn vorher die verängstigten Mitarbeiter der Bordküche mit einem Minispiel von der eigenen Heldenhaftigkeit überzeugt wurden. Der Chef selbst macht einem vor seinem Aufgreifen das Leben mit Feuerwalzen schwer.

Damit wären wir auch schon bei den bereits im ersten Teil erwähnten Traps, den Fallen für die ausgebrochenen Sträflinge. Wie die Helden selbst gehören auch die Bösewichte einem der acht Elemente an, hat man einen von ihnen besiegt, muss man eine dazu passende Falle in den vorgesehen Slot im Portal stecken und den Verbrecher in dieser einsperren. Für den Spielverlauf notwendig sind die Fallen nicht, die Bösewichte gelten auch ohne sie als besiegt und wandern in ein zentrales Auffanglager in der Skylander-Akademie, der Schaltzentrale des gesamten Spiels.

Im Lager warten sie auf ihren weiteren Einsatz und können jederzeit erneut in eine Trap-Falle gesteckt werden. Nachdem sie besiegt wurden, kämpfen die ehemaligen Schurken auf der Seite der Skylander und können als Spielfiguren verwendet werden. Über den Controller wechselt der Spieler bequem zwischen dem gerade eingesetzten Skylander und dem jeweiligen gefangenen Schurken – vorausgesetzt, die jeweilige Trap-Falle steckt im Portal. Um mit jedem Schurken spielen zu können, werden demnach mindestens acht Fallen benötigt.

Skylanders Trap Team

Aus bösen Schurken werden gute Schurken

Ganz in Schurken-Manier haben die Bösewichte mitunter den einen oder anderen frechen Spruch auf den Lippen und fordern den Spieler dazu auf, die jeweilige Figur im Kampf einzusetzen. Neben dem zusätzlichen Spaßfaktor erfüllen die gefangenen Bösewichte eine weitere Funktion, auf sie warten im Verlauf des Spiels kleine Minispiele, die immer wieder als Sidekick auftauchen. Das Raketen-Schaf Sheep Creep muss so beispielsweise in bester Angry-Birds-Manier die heimischen Weiden von den bösen Büffeln befreien. Dazu schießt man das Schaf immer wieder mit einer Schleuder auf Türme und muss diese durch gezielte Treffer umwerfen. Der Gulper muss kurz nach seiner Bekehrung beweisen, dass er eigentlich ein ganz Lieber ist und sich für das Leertrinken der Sprudelvorräte grämt. Dazu muss er in einer bestimmten Zeit alle Luftballons zu den weinenden Kindern bringt. Die Missionen kann man allerdings nur dann annehmen, wenn der jeweilige Schurke in einer Trap-Falle steckt und über den Portal-Slot ins Spiel eingelesen wird.

So nett und abwechslungsreiche die Mini-Games auch sind, ihre Ladezeit ist mitunter unterirdisch. Es ist zwar schön, dass die zusätzlichen Spielinhalte und Mini-Games erst dann gedownloadet werden, wenn sie auch wirklich gebraucht werden und nicht von vornherein die in Teil 1 angesprochenen 9 GB Speicher belegen, allerdings setzt ihr Just-in-Time-Ladevorgang eine stabile Internetverbindung voraus und benötigt selbst bei guter WLAN-Anbindung je nach Inhalt bis zu 10 Minuten. Hat man das tröpfelnde Ansteigen der Ladeanzeige bis zum Schluss ausgesessen, sind die Games kurzweilig, machen Spaß und überraschen mit immer neuen Ideen – allerdings ist die Wartezeit vor allem für Kinder in unseren Augen oft zu lang.

Rätsel, Herausforderungen und Hindernisse

Trotz linearem Leveldesigns kommt der Spieler nicht immer ohne Hindernisse von A nach B, je weiter man im Story-Modus voranschreitet, desto kniffliger werden die Rätsel. Um den Chompy Mage einzufangen, muss man zum Beispiel drei verängstigte Brückenarbeiter zur Arbeit antreiben, damit diese die einzelne Inseln miteinander verbinden, und im Anschluss durch einzelne Rätsel und Reaktionstests drei Steinfiguren erreichen und in bestimmte Positionen bringen. Erst dann wird man zum Bösewicht mit der Handpuppe vorgelassen. Chef Pepper Jack wiederum residiert auf einem Luftschiff und verfügt über eine effektive Luftabwehr. Bevor wir auf der fliegenden Festung landen können, müssen wir diese erst ausschalten und auch auf dem Schiff selbst noch einige Schieberätsel und Co. lösen. Durch die vielfältigen Ideen und immer neuen Rätsel und Anforderungen spielt sich Skylanders Trap Team nie eintönig. Die bunten, immer wieder anders designten Level überraschen mit neuen Gegnern, versteckten Boni und anderen Einfällen und lassen nie Langeweile aufkommen. Wer will, kann seine Helden mit verschiedenen Accessoires, etwa Hüten, ausstatten, die über bestimmte Portale erreichbar sind. Diese kann jedoch nur ein Trap Master, eine der großen Figuren, des jeweiligen Elements betreten. Die zahlreichen kleineren Figuren sind in der Regel schwächer, machen aber ebenfalls viel Spaß. Besonders die Minis überzeugen durch süße Stimmchen und passend animierten Bewegungen, die an tapsende Hundewelpen und schusselige Katzenkinder erinnern.

Mit jedem Sieg, egal ob über ausgebrochene Schurken oder die kleineren Level-Gegner, sammelt der jeweils eingesetzte Skylander Punkte und steigt nach und nach im Level auf. Dadurch wird er stärker und kann im späteren Spielverlauf auch gegen stärkere Gegner bestehen. Zudem kann man über eine immer wieder auftauchende Fee Upgrades und zusätzliche Fähigkeiten kaufen – mit dem Geld und Gold, dass man aus Truhen und Co. zusammensammelt. Die Skylander-Akademie wird im Spielverlauf stetig erweitert und bietet ebenfalls zahlreiche Mini-Games für alle Helden, die gerade keine Lust auf das Einfangen böser Kumpanen haben. Nach einigen Leveln steht beispielsweise ein Reaktionsspiel bereit, bei dem durch schnelles und gezieltes Drücken der richtigen Knöpfe eine Melodie nachgespielt werden muss. An anderer Stelle müssen Türen mit Schieberätseln geöffnet werden.

Über allem steht die stimmige Musik und die gute Synchronisation, die Stimmen passen zu den Figuren und sind glaubhaft eingesprochen. In den zahlreichen Zwischensequenzen erinnert Trap Team eher an einen Animationsfilm als an ein Tablet-Game, in den Leveln laufen die Animationen sauber und ruckelfrei ab. Nach kurzer Zeit hat man völlig vergessen, dass man „nur“ auf einem Tablet spielt, die Skylander machen in Sachen Grafik, Spielgefühl und Spaßfaktor so manchem Konsolentitel Konkurrenz. Auch der Faktor Zeit lässt keine Wünsche offen, anders als normale Tabletspiele fesselt das Trap Team für Stunden. Nach gut drei Stunden ist gerade einmal Level 4 erreicht, 18 Kapitel gibt es insgesamt – und das allein im Story-Modus.

Sterben kann ein Skylander übrigens nicht, allerdings braucht er nach einem kräftezehrenden Kampf, der ihm alle Reserven geraubt hat, eine kleine Pause. Das Portal zeigt in diesem Fall an, dass der jeweilige Skylander gerade nicht einsatzbereit ist. Angst um seinen Fortschritt muss jedoch kein Spieler haben, nachdem ein frischer Kämpfer eingelesen wurde, geht das Spiel und auch der jeweilige Kampf an der automatisch pausierten Stelle weiter.

Der 3. Teil des Testberichts ist auf der nächsten Seite zu finden.


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