Der ehemalige o2-Chef Rudolf Gröger startete mit einem Partner einen neuen Mobilfunkdiscounter, snoog mobile, der grade eine junge Zielgruppe im Alter von etwa 16 bis 24 Jahren ansprechen soll. Der Anbieter lockt junge Kundschaft mit kostenfreiem ICQ-Download bzw. dem Chatten untereinander.
Gesprächsgebühren über dem Durchschnitt
Da es sich hierbei wieder mal um einen Prepaidtarif handelt kommt das Angebot ohne Mindestvertragslaufzeit, Mindestumsatz und Grundgebühr aus. Kunden von snoog mobile telefonieren untereinander für 5 Cent (Durchschnitt liegt etwa bei 3 Cent), Gespräche in externe Mobilfunknetze, sowie ins deutsche Festnetz kosten satte 15 Cent, auch hier liegt der Durchschnitt mit 9 bis 11 Cent deutlich weiter unten. Die Abfrage der Mailbox kostet ebenso 15 Cent, genauso wie eine Standard-SMS. Die Gebühren für SMS und Gespräche ins Ausland übersteigen den preislichen Erwartungshorizont leider nochmals mehr. Eine internationale SMS schlägt mit 30 Cent zu Buche, ein 1-Minuten-Telefonat kann bis zu 1,94 Euro kosten. MMS kosten Deutschlandweit 35 Cent, international sogar 79 Cent.
Die Gebühren für mobiles Internet auf dem Handy belaufen sich 39 Cent pro Megabyte.
Feature: Kostenloses ICQ
Es entstehen für den Besitzer einer SIM-Karte von snoog mobile keinerlei Kosten für den Download der Applikation ICQ und auch das Versenden und Empfangen von Nachrichten ist absolut kostenfrei. Selbst ein Limit für das Chatten via ICQ gibt es nicht. Die für den Service nutzbaren Handys sind auf der Homepage von snoog gelistet, unterstützt werden unter anderem Nokia, Sony Ericsson und Samsung.
Kein Geheimnis: Tarif kommt inklusive Werbung
Snoog mobile macht kein Geheimnis daraus, dass der Tarif dadurch finanziert wird, dass Kunden Werbe-SMS oder -MMS aufs Handy geschickt bekommen. Zudem ist in der ICQ-Applikation Werbung enthalten.
Die maximale Anzahl an Werbeanzeigen, die Kunden pro Tag erhalten würden, beliefen sich auf 3 bis 5 Nachrichten, zu Anfang allerdings noch weniger. Es werde ein spezielles Kundenprofil mit Vorlieben und Hobbys erstellt, um gezielte Werbeanzeigen senden zu können.
Es heißt ganz offen von snoog: Wer keine Werbung wolle, solle lieber einen anderen Anbieter nutzen. Die Werbeanzeigen lassen sich nämlich auch nicht ausschalten oder per Werbeblocker unterdrücken.
Zur Buchung
Wer sich entscheidet, dass die SMS- und Telefon-Gebühren im Rahmen bleiben bzw. diese nicht allzu oft nutzt, hat mit dem Tarif von snoog mobile einen Glücksgriff getan, solange man sich an den Werbeanzeigen nicht stört. Kostenloses ICQ auf dem Handy bietet bis jetzt noch kein anderer Anbieter an.
Die Buchung des Tarifs erfolgt unter www.snoogmobile.com, das Startpaket ist für 15 Euro inklusive 5 Euro Starguthaben dort erhältlich. Der Netzpartner ist Vodafone, aus diesem Grund ist auch eine Rufnummerportierung zu snoog mobile möglich. Die Blockung von 0900-Nummer ist standardisiert.
Jannis Prieschenk
Jetzt kommentieren (0) Zur Diskussion im Forum
Kommentare zu Snoog mobile: Jugendtarif mit kostenlosem ICQ