Der Weltgrößte Handyhersteller Nokia fuhr im dritten Quartal erhebliche Verluste ein, Mitschuld soll die Netzwerkausrüstungssparte um Nokia Siemens Networks (NSN) sein. Der Verlust in der Branche wird auf 908 Millionen geschätzt.
Gesamtbilanz negativ
Gegenüber des Gewinns vom Vorjahr (1,5 Milliarden Euro) erscheinen die Verluste von insgesamt 426 Millionen Euro in diesem Quartal immens. Auch im Mobilfunksektor wurden Verluste registriert. Der Handyverkauf und die dazugehörigen Service-Leistungen sanken im Vergleich um 20 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Die Handyverkaufszahlen alleine verzeichneten einen Verlust von rund 8 Prozent (nur noch 108,5 Millionen Euro).Dementsprechend musste Nokia rein operative Verluste von 51 Prozent hinnehmen (787 Millionen Euro).
Die Nachfrage nach Handys von Nokia nahm zudem ebenfalls ab, am europäischen Markt war ein Kaufrückgang von 1,1 Prozent zu sehen, am Nordamerikanischen sogar 31,1 Prozent.
Spitze nach Quartalseinbruch im Umbau
Der bisherige Finanzchef Rick Simonsen übernimmt ab November die Handysparte, sein Amt wird dann von Timo Ilhamuotila bekleidet. Bereits im Oktober hatte die Spitze von NSN gewechselt.
Jannis Prieschenk
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