Freitag, den 12.02.16 14:50

aus der Kategorie: Sonstige Anbieter, TeleColumbus

primacom Sonderhotline der Verbraucherzentrale durch Nachfrage überlastet

primacomprimacom Sonderhotline der Verbraucherzentrale – Am Donnerstag, dem 11. Februar 2016, bot die Verbraucherzentrale Sachsen eine primacom Sonderhotline an, bei der sich von der Preiserhöhung betroffene Kunden Rat und Hilfe einholen konnten. Das Angebot war so beliebt, dass lediglich ein Viertel aller Interessenten durchgekommen ist. Auf die hohe Nachfrage reagiert die Verbraucherzentrale mit einem zweiten Termin, an dem auch die übrigen Interessenten ihre Fragen los werden können.

primacom Sonderhotline überlastet

Der zu Tele Columbus gehörende Kabelnetzbetreiber primacom hatte im Januar für einige Überraschungen bei seinen Kunden gesorgt. Nach der Ankündigung, ab März 2016 neue Tarife mit bis zu 400 Mbit/s anbieten zu wollen, trudelte bei zahlreichen Kunden ein Schreiben ins Haus, welches über die bevorstehende Anpassung des Bestadstarifs informierte und viele Fragen offen ließ.

Betroffene erfuhren lediglich, zu wann die Umstellung geplant ist, welche Übertragungsgeschwindigkeit ihr neuer Tarif bieten und welche monatlichen Gebühren das Unternehmen für ihn erheben werde. Weitere Details, etwa der genau Tarifname oder Informationen zu den weiteren Inhalten, fehlten. Der Hinweis auf ein mögliches Widerrufsrecht war zwar enthalten, ließ jedoch offen, wie sich eine Inanspruchnahme auf die Geschäftsbeziehung auswirken wird. Das in den AGB der primacom verankerte und für diesen Fall gültige Sonderkündigungsrecht wurde gar nicht erst erwähnt.

Besonders sauer stieß vielen Kunden die zum Teil drastische Preissteigerung auf, die im Informationsschreiben nicht genauer erklärt wurde. Selbst Nachfragen im primacom-Shop vor Ort halfen nicht weiter, betroffene Kunden berichtete uns, dass die dortigen Mitarbeiter zum Teil weder etwas über die neue Tarifstruktur, noch über die geplanten Umstellungen der Bestandskunden wussten.

Verbraucherschützer schalten Sonderhotline

Das intransparente Vorgehen der primacom rief auch die Verbraucherzentrale Sachsen auf den Plan, die die Informationspolitik des Unternehmens scharf kritisierte. „Der Anbieter versucht auf diese dreiste Art und Weise den Kunden eine Preiserhöhung aufzudrücken“, erklärte Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Betroffene, die mit der Umstellung nicht einverstanden sind, sollten zunächst unbedingt den in den primacom-Schreiben ‚angebotenen‘ Widerspruch einlegen.“

Um betroffenen Kunden schnelle Hilfe bieten zu können, richtete die Verbraucherzentrale für Donnerstag, den 11. Februar 2016, eine Sonderhotline ein, bei der primacom-Kunden Rat suchen, offene Fragen klären und Hilfe in Anspruch nehmen konnten. Die primacom Sonderhotline war von 10 Uhr und 17 Uhr geschaltet und zu vergünstigten Konditionen erreichbar.

TeleColumbus Primacom

Wie die Verbraucherschützer mitteilen, hat die Nachfrage nach dem Service die verfügbaren Kapazitäten deutlich überfordert. „Nur etwa ein Viertel aller Anrufer, nämlich knapp 200 Verbraucher, hatten am 11. Februar das Glück, an der Sonderhotline der Verbraucherzentrale Sachsen eine Beratung zu bekommen“, heißt es. „Die gut 600 Anrufer, die nicht durchkamen, sollen nun eine zweite Chance erhalten. Die Verbraucherzentrale Sachsen schaltet am Montag eine weitere Sonderhotline zur Umstellung des laufenden Vertrages bei der primacom.“

Sonderhotline heillos überlastet

Der zweite Termin findet am Montag, dem 15. Februar 2016, von 10 Uhr bis 17 Uhr statt und kann über die Telefonnummer 0180-2-55 66 11 für 0,06 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk maximal 0,42 Euro/Minute) in Anspruch genommen werden.

Betroffen sind dabei Kunden, die in den vergangenen Wochen Post von der primacom erhalten haben, in der der Anbieter unter der Überschrift „Einführung neues Produktportfolio“ über eine Anpassung des monatlichen Entgeltes berichtet. Wer damit nicht einverstanden ist, kann laut primacom widersprechen. Andernfalls landet man im neuen Tarif und erntet eine Preiserhöhung.

 Doch was ist, wenn ich das gar nicht will? Was sind Nutzen und Risiken eines Widerspruchs? Wie sollte ein Widerspruch erfolgen, damit nichts schief gehen kann? Und worauf ist bei neuen Vertragsschlüssen zu achten? Antwort auf diese Fragen gibt es am Montag, 15.02.2016, von 10 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 0180-2-55 66 11 für 0,06 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk maximal 0,42 Euro/Minute).

Sollte die Sonderrufnummer wegen hoher Nachfrage wieder überlastet sein, bleibt auch an diesem Tag die Möglichkeit, die übliche Beratungshotline 0900-79777 zum Preis von 1,24 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunkteilnehmer hören eine kostenlose Ansage) anzuwählen. Diese ist Montag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geschaltet.


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