Unvorstellbar rasant schreitet die Mobilfunkbranche durch immer neuere Geräte mit immer mehr Funktionen und ausgeklügelten Techniken voran. Beim Mobile Phone Design Award von Fujitsu ging es hauptsächlich um das Äußere der Mobiltelefone, sofern man hier noch davon sprechen kann. Unglaublich scheinen einige der vorgestellten Geräte zu sein.
Über 2000 Einsendungen
Wir leben in der Steinzeit, so erscheint es einem jedenfalls, sieht man die Funktionen, die in Japan die ausgefeilttesten Handys besitzen. Diese reichen von einem Mundgeruschsensor über ein 3-D-Display und Geruchsspender bis hin zur modernen Schwangerschaftshilfe.
Rund 26.000 Euro an Preisgeld lässt Fujitsu sich den gesamten Wettbewerb kosten und hofft dementsprechend auf neue Ideen von begeisterten Hobby-Designern. Nach Hobby-Design sehen folgende Geräte allerdings schon lange nicht mehr aus.
Schieber zukünftigt bei Touchscreen-Handys?
Der mit 15.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an ein Handy, was mit Hilfe von einem Schieber gesteuert wird. Da dies eine tatsächlich durchsetzbare Konstruktion ist, erhielt sie vermutlich den Hauptpreis. Allerdings sind die anderen Preisträger weitaus spektakulärer – ob durchsetzbar bleibt erstmal offen -.
Handy aus Papier
Die zweiten Plätze wurden in verschiedenen Kategorien vergeben, dementsprechend unterschiedlich sind auch die beiden “Gewinner”.
Das erste Gerät aus der Kategorie “Practical” trumpft mit seiner Robustheit, es soll gerade Kindern einen deutlichen Vorteil bieten. Das Mobilfunktelefon ist wasserdicht und verfügt über einen speziellen Alarm, sobald es auseinander gezogen wird und dementsprechend für äußere Einflüsse leichter zu beschädigen ist.
Der Gewinner aus der Gruppe “Dream” punktet dagegen mit seiner Filigranität. Das Handy besteht aus Papier und erinnert stark an die asiatische Faltkunst Origami. Die Umsetzung zur Produktion eines solchen Handys ist auch hier fragwürdig, aber darum ging es bei dem Wettbewerb auch nicht in erster Linie.
Weitere Sonderpreise
Jeder der sechs Juroren konnte sein persönliches Lieblingsstück zusätzlich noch mit einem Preisgeld von 750 Euro ehren. Hier fallen zwei weitere Geräte besonders auf: Ein Chameleon-phone, dass seine Farbe dem Hintergrund entsprechend anpasst, in wie fern das dem Besitzer Freude bereitet, sobald er es verlegt hat, bleibt offen. Das zweite auffallende Modell nennt sich “Adjustick” und kommt der der Kategorie “Zukunftsmusik”. Es sieht lediglich aus wie ein Stab und projiziert sowohl den Bildschirm, als auch die Tastatur auf den vorhandenen (oder eben auch nicht vorhandenen) Untergrund.
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Jannis Prieschenk
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