Freitag, den 27.01.17 14:30

aus der Kategorie: Mobilfunk

Verbraucherzentrale warnt vor „Treue-Geschenken“ der Anbieter

© Robert Kneschke - Fotolia.comVerbraucherzentrale warnt vor Treue-Geschenken – Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor angeblichen Treue-Geschenken, die Mobilfunkanbieter ihren Kunden offerieren. Statt einer netten Belohnung winken bei den Aktionen häufig ungewollte Zweitverträge oder untergeschobene Zusatzleistungen.

Verbraucherzentrale warnt vor Treue-Geschenken

Mobilfunkkunden sollten sich vor angeblichen Treue-Geschenken der Anbieter in Acht nehmen, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Den Verbraucherschützern sei aufgefallen, heißt es, dass sich vermehrt Ratsuchende an sie wenden, weil ihnen „von ihren Mobilfunkanbietern am Telefon zusätzliche Verträge, teurere Tarife oder andere kostenpflichtige Serviceleistungen als vermeintliche Treue-Geschenke untergeschoben wurden.“

In einem Fall wurde einer Kundin für ihre Treue ein monatlicher Rabatt auf der Mobilfunkrechnung versprochen, allerdings unter den Tisch gekehrt, dass der Nachlass nicht für den Vertrag der Frau, sondern für eine Zweitkarte gelte. Erst auf den Mobilfunkrechnungen fiel der Kundin auf, dass sie nun für zwei Verträge bezahlte. Einer anderen Kundin wurde eine kostenfreie Erhöhung ihres Datenvolumens zugesagt, für die diese schlussendlich zehn Euro pro Monat mehr zahlen sollte. Gleichzeitig hatte der Anbieter die Mindestvertragslaufzeit neu angesetzt.

Vorsicht vor vermeintlichen Geschenken

„An einem geschenkten Gaul ist meistens etwas faul“, resümiert die Verbraucherzentrale. Sie rät dazu, sich nicht auf telefonische Verhandlungen einzulassen und die Werbeerlaubnis zu entziehen. „Scheuen Sie sich auch nicht davor, eventuell unhöflich zu erscheinen. Legen Sie zur Not einfach kommentarlos auf“, heißt es. „Professionelle Anbieter sind darin geschult, Ihre Höflichkeit auszunutzen. Nicht zuletzt deshalb bewertet das Gesetz Werbeanrufe prinzipiell als „unzumutbare Belästigung.“

Wer von vornherein von Werbeanrufen verschont werden möchte, sollte diesen bereits bei Vertragsabschluss widersprechen, Wer ihnen bereits zugestimmt hat, kann die Erlaubnis jederzeit widerrufen. In den beiden geschilderten Fällen konnte nur die Kundin mit dem Datenpaket die ungewollte Buchung rückgängig machen. Die Stornierung der Zweitkarte beschied der Mobilfunkanbieter negativ, da man der Frau zeitnah eine Auftragsbestätigung per Email zugesandt habe. Die Verbraucherzentrale mein dazu:

Der Standpunkt, wonach nicht die telefonische Absprache, sondern die danach versandte Auftragsbestätigung maßgeblich sein soll, ist unhaltbar. Eine bloße Auftragsbestätigung kann einen Vertrag mit Verbrauchern nicht begründen, und ein Vertrag der nicht zustande gekommen ist, braucht – natürlich – auch nicht widerrufen zu werden.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com


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