Montag, den 24.04.17 13:45

aus der Kategorie: Handy Gerichtsurteile

Hirntumor durch Handynutzung: Gericht gibt Patienten Recht

© biker3 - Fotolia.comHirntumor durch Handystrahlung – Ein italienisches Gericht erkannte eine starke berufliche Handynutzung als Ursache für einen Hirntumor an und erklärte die daraus resultierenden Schäden zur Berufskrankheit. Dem Patienten stehen nun monatliche Zahlungen der Unfallversicherung zu.

Hirntumor durch Handystrahlung

Über die möglicherweise schädliche Wirkung von Mobilfunkstrahlung wird immer wieder diskutiert. Ein tatsächlicher Nachweis fehlt bislang, dennoch sehen viele Menschen in Funkwellen und Handystrahlung die Ursache ihrer Beschwerden.

Im Fall eines 57-jährigen Italieners sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Krankengeschichte des Mannes auf die Nutzung des Mobiltelefons zurückzuführen ist. Der Patient hatte 15 Jahre bei der italienischen Telekom gearbeitet und täglich mehrere Stunden beruflich mit seinem Handy telefoniert. Im Jahr 2010 stellten Ärzte einen gutartigen Gehirntumor fest. „Ich hatte das Gefühl, dass mein rechtes Ohr ständig verstopft ist. Deshalb ging ich zum Arzt“, gab der Mann gegenüber italienischen Medien an.

Hörverlust durch Gehirntumor

Der Tumor beeinträchtige das Hörvermögen auf dem rechten Ohr. Die Ärzte entschieden, den Hörnerv zu entfernen, der 57-jährige ist seitdem auf dem Ohr taub. Einem Fachmann zufolge beträgt die Minderung der Körperfunktionen 23 Prozent.

Das Gericht sah die ständige Kommunikation mit dem Handy als Ursache für die Probleme an und deklarierte den durch den Hirntumor verursachten Hörschaden als Berufskrankheit. Dem Mann stehen dadurch monatlich 500 Euro von der Unfallversicherung zu. „Weltweit zum ersten Mal hat ein Gericht die unsachgemäße Verwendung eines Handys als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt“, erklärten die Anwälte Stefano Bertone und Renato Ambrosio nach Verkündung des Urteils.

Bildquelle: © biker3 – Fotolia.com


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4 Kommentare zu Hirntumor durch Handynutzung: Gericht gibt Patienten Recht

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  1. Das gibt’s auch nur in Italien! Tumore treten rein zufällig auf. Allenfalls gibt es eine genetische Prädisposition. Man kann ja ganz leicht empirisch nachweisen, daß das nicht stimmen kann: durch die extraordinäre Steigerung des Gebrauches von Handys müsste parallel dazu auch die Rate der Hirntumore angestiegen sein. Dem ist aber bei weitem nicht so!

  2. Chicken-Driver schrieb am 25.04.2017 um 22:24

    Das wird immer wieder gesagt, es ist ein hin und her. Jetzt wo sogar Schühler es mit Brumenkresse getestet haben, und dann lese ich das hier von euch, habe ich nun eine Al Net FLat auf dem Festnetz, und mein Mobiltelefon gekündigt. Telefoniere eh wenn, dann zuhause. Und hab das Handy genommen. Aber das Festnetz tut es auch. Also, weg da mit. Aber ich habe mein Nokia 108 von DiscoTEL oder so was, den 6 Cent Tarif verpasst(prepaid). SO hab ich zwar nen Handy immer dabei, wenn mal was ist. Aber ausgeschaltet. Tja, mal sehn wie lange ich da mit auskomme. hmh xD.

    • tom schrieb am 27.04.2017 um 07:59

      Wie bitte ? habe nichts verstanden.

      • susi schrieb am 28.04.2017 um 01:08

        ich schon…..
        bisschen zwischen den zeilen lesen….
        er benutzt sein handy weniger, das wars in kurzform gesagt.
        allerdings wurde das kresse-experiment nicht mit handystrahlung gemacht, sondern mit WLAN-strahlung, mit dem kommentar irrt der chicken-driver…

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