Montag, den 29.05.17 16:10

aus der Kategorie: Ratgeber & Tipps

Fake-Routenplaner: Verbraucherzentrale warnt vor falschen Inkasso-Mails

Fake-Routenplaner – Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor gefälschten Inkasso-Mails, die derzeit vermehrt bei Verbrauchern eingehen. Diese hatten sich zuvor geweigert, falsche Forderungen dubioser Routenplaner-Angebote zu bezahlen.

Fake-Routenplaner im Internet

Die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale Brandenburg warnen vor einer neuen Masche, mit der Betrüger versuchen, an das Geld unaufmerksamer Verbraucher zu gelangen. Bereits in der Vergangenheit hatten die Verbraucherschützer vor dubiosen Routelplaner-Angeboten im Internet gewarnt, beispielsweise routenplaner-map.com, maps-routenplaner-24.com oder maps-24.info, und dazu aufgerufen, etwaige Forderungen nicht zu bezahlen.

Die Webseiten warben mit kostenfreien Navigationen und versteckten die tatsächlich anfallenden Kosten im Kleingedruckten. Um die Routenplanungen abrufen zu können, mussten sich Interessenten bei den Angeboten registrieren. „Anschließend erhielten sie eine saftige Rechnung von rund 500 Euro, obwohl der Anbieter nicht transparent über die Kosten aufgeklärt und sich an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten hatte“, erklärt die Verbraucherzentrale.

Falsche Inkasso-Mails in Umlauf

Um doch noch an das Geld zu kommen, bedienen sich die Betrüger nun einer neuen Masche und setzen Verbraucher stärker unter Druck. „In der Beratung melden sich derzeit viele Ratsuchende, denen nach Nicht-Zahlung ein Hausbesuch und die Pfändung ihrer Wertgegenstände angedroht wurde“, meint Michèle Scherer von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Ein Gericht habe das vermeintliche Inkassounternehmen mit einem Vollstreckungstitel legitimiert, heißt es in der Email. Dem könnten Betroffene laut Anschreiben nur entgehen, wenn sie unverzüglich 750 Euro bezahlen.

„Wir halten bereits die ursprüngliche Forderung des Routenplaner-Anbieters für höchst zweifelhaft, da die Zahlungspflichtigkeit des Angebots nicht erkennbar war“, so Michèle Scherer. Sie rät dazu, den geforderten Betrag nicht zu bezahlen und stattdessen der Forderung zu widersprechen. Die Verbraucherzentrale bietet zu diesem Zweck einen Musterbrief an.

Zudem können Betroffene Strafanzeige bei der Polizei stellen, denn es gibt „weder gerichtliche Vollstreckungstitel noch ist ein Inkassounternehmen befugt, Wertgegenstände zu pfänden. Das darf nur ein Gerichtsvollzieher“, meint die Verbraucherzentrale.


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