Mittwoch, den 21.06.17 14:05

aus der Kategorie: DSL & Telefon Gerichtsurteile

Online-Tickets: Eventim darf für print@home keine Gebühr erheben

Urteil Gericht © Gina Sanders - Fotolia.comKeine Gebühr für Online-Tickets – Das Oberlandesgericht Bremen untersagt dem Ticket-Anbieter Eventim die Erhebung einer Servicegebühr für Tickets, die Kunden per Email erhalten und die von diesen selbst ausgedruckt werden.

Keine Gebühr für Online-Tickets

Kunden, die bei Eventim ein Ticket oder eine Eintrittskarte erwerben, dürfen für die Option print@home nicht mit einer Service-Gebühr zur Kasse gebeten werden. Zu dieser Entscheidung kam das Oberlandesgericht Bremen unter dem Aktenzeichen 5 U 16/16. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen war gegen die Gebühr vorgegangen.

Eventim bietet seinen Kunden die Möglichkeit, erworbene Tickets selbst Zuhause auszudrucken. Für diese Möglichkeit erhob der Anbieter bislang eine Service-Pauschale von 2,50 Euro, obwohl die Tickets lediglich per Email und nicht per Post zugestellt werden. Material- oder Portokosten fallen für print@home nicht an, dennoch ließ sich Eventim den Service mit einer Gebühr bezahlen.

OLG Bremen bestätigt Urteil

Die Verbraucherzentrale hatte bereits in der Vergangenheit vor dem Landgericht Recht bekommen, welches die Service-Gebühr als unzulässig ansah. Eventim war in Berufung gegangen und musste nun erneut eine Schlappe vor Gericht hinnehmen. Das OLG bestätigte die Entscheidung des Landgerichts.

Neben der Service-Gebühr hat sich das Gericht auch gegen den „Premiumversand inklusive Bearbeitungsgebühr“ ausgesprochen, den Eventim im Vorverkauf für die AC/DC-Welttournee 2015 angeboten hatte. Fans konnte die Tickets ausschließlich mit dieser Option erwerben, die 29,90 Euro kostete. Statt eines Premiumversandes verschickte Eventim die Tickets jedoch per einfacher innerdeutscher Postzustellung.

Verbraucherschützer gehen von Rückerstattung aus

„Wird das Urteil rechtskräftig, müsste Eventim nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW grundsätzlich sowohl eingenommene Entgelte für „ticketdirect“ als auch die zu Unrecht erhobenen Premiumversand-Entgelte an die Kunden zurückzahlen, sofern die Ansprüche noch nicht verjährt sind“, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Allerdings könnte noch der Bundesgerichtshof zu dem Fall hinzugezogen werden. Das OLG hat die Revision zugelassen.

Bildquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com


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