Dienstag, den 17.10.17 17:24

aus der Kategorie: Hardware

Irreführende Werbung: Verfügung gegen Flüssig-Displayschutz ProtectPax

Irreführende Werbung bei ProtectPax – Der Flüssig-Displayschutz ProtectPax wurde durch die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt und soll als Alternative zur klassischen Schutzfolie dienen. Die Werbeversprechen fielen jedoch etwas zu vollmundig aus, so dass das Unternehmen nach einer einstweiligen Verfügung nachbessern muss. Grund: Irreführende Werbung.

ProtectPax Flüssig-Displayschutz

Wer sein Smartphone vor Kratzern schütze möchte, kommt um eine Displayschutzfolie nicht herum. Zwar bietet der Markt mittlerweile Alternativen, etwa Glas- oder Kunststoffplatten, die auf dem Display angebracht werden, aber auch diese sind meist nur schwer ohne Staubkörnchen zu befestigen oder tragen auf. Der Flüssig-Displayschutz ProtectPax soll diese Probleme beheben und wurde durch die Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt.

Die Flüssigkeit wird auf das Display aufgetragen und mit dem beiliegenden Tuch verrieben. Anschließend muss das Display 10 Minuten trocken und wird noch einmal poliert. Nach einer Einwirkzeit von etwa 12 Stunden sollen die Nanopartikel der Flüssigkeit das Display bis zu 600 Prozent härter und unempfindlicher gegen Kratzer, Stöße und Brüche machen. Auf der Verpackung wurde dieses Versprechen symbolisch mit einem Hammerschlag dargestellt.

ProtectPax ausverkauft?

Allem Anschein nach fielen die Werbeversprechen jedoch zu vollmundig aus. Vor kurzem hatte der Lebensmitteldiscounter Aldi den Flüssig-Displayschutz im Angebot, der sich allem Anschein nach größter Beliebtheit erfreute. Bereits kurz nach Start des Angebots waren die Regale wieder leer. Die Erfinder jubelten auf Facebook:

Eigentlich wollten wir euch gerne mitteilen das wir seit gestern auch im Aldi zu finden sind – doch nun müssen wir euch leider sagen, dass wir innerhalb von einigen Stunden in allen Aldi Filialen Deutschlandweit ausverkauft waren [.] was uns natürlich aber auch freut

Allerdings war nicht der große Kundenandrang Schuld an den leeren Regalen, sondern eine einstweilige Verfügung gegen ProtectPax. Wie Chip berichtet, musste Aldi den Displayschutz aus dem Angebot nehmen, weil dieser zu vollmundige Werbeversprechen getätigt hatte und damit den Umstand der irreführenden Werbung erfüllte. Gegenüber dem Magazin bestätigte Aldi:

Es ist zutreffend, dass wir den Verkauf des Artikels „Protect Pax“ am gestrigen Nachmittag eingestellt haben. Grund hierfür sind u. a. rechtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Angebot des Artikels.

Nachbesserung wegen irreführender Werbung

Konkret beanstandet wurden Aussagen wie „100 Prozent kratz- und bruchsicher“ sowie das Garantieversprechen, dass der Schutz 12 Monate halte. ProtectPax muss nun nachbessern und die irreführenden Aussagen korrigieren oder entfernen. Dem ist man bereits nachgekommen und hat die bisherigen Versprechen eliminiert.

Neues Design ohne Irreführung

Auf der Verpackung wird nun nur noch darauf hingewiesen, dass der Displayschutz einfach anzuwenden sei. Versprechen zur Haltbarkeit oder der Kratzfestigkeit gibt es nicht mehr. Auch das symbolische Hammerbild wurde entfernt und durch eine Abbildung des Inhalts ersetzt.

Zu beachten gilt, dass das Produkt an sich nicht beanstandet wurde und weiterhin verkauft werden darf. Lediglich die Werbeversprechen bzw. das Verpackungsdesign mussten angepasst werden.


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