Freitag, den 20.10.17 11:33

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Handy am Steuer: Bis zu 200 Euro Bußgeld und Punkte in Flensburg

© Firma V - Fotolia.comHandy am Steuer wird teurer – Ab sofort müssen Verkehrsteilnehmer deutlich tiefer in die Tasche greifen, wenn sie mit einem Handy am Steuer erwischt werden. Neben dem höheren Bußgeld gilt das Verbot  nun auch für Tablets und andere Geräte, die nicht direkt mit dem PKW zusammenhängen.

Handy am Steuer wird teurer

Die Ende September beschlossene Verschärfung des Handyverbots am Steuer tritt am 19. Oktober 2017 in Kraft und bedeutet für Verkehrsteilnehmer deutlich härterer Strafen. Statt wie bislang 60 Euro Bußgeld wird die Benutzung des Handys oder Smartphones am Steuer nun mit 100 Euro geahndet. Hinzukommt ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg.

Noch teurer wird es, wenn durch die Nutzung der Geräte eine Gefährdung entsteht. In diesem Fall beträgt das Bußgeld 150 Euro. Zudem werden 2 Punkte in Flensburg vergeben und der Führerschein für einen Monat entzogen. Verursacht der Blick aufs Smartphone eine Sachbeschädigung oder einen Unfall, klettert das Bußgeld auf 200 Euro. Auch hier drohen zusätzlich 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

Verbot auch für Tablets und Co.

Neu ist, dass das Verbot nicht nur für Handys und Smartphones gilt, sondern auch für Tablets, Kameras, Videobrillen und andere Geräte, die nicht mit dem PKW in Verbindung stehen. Konkret werden dabei alle Geräte eingeschlossen, die der Kommunikation, Information und Organisation dienen. Geahndet wird nicht nur die direkte Nutzung wie das Schreiben einer SMS oder das Surfen im Internet, sondern auch der sogenannte „Hand-Held-Betrieb“, also das Betreiben elektronischer Geräte mit einer Hand.

© biker3 - Fotolia.com

Anders sieht es bei der Sprachsteuerung, der Vorlesefunktionen und Head-Up-Displays aus. Diese sind im neuen Gesetz ausdrücklich erlaubt, sollten aber ebenfalls nur genutzt werden, wenn sie den Fahrer nicht vom Verkehr ablenken. Auch Radfahrer sollten ihr Smartphone auf dem Drahtesel lieber in der Tasche lassen. Werden sie mit einem Handy am Lenker erwischt, droht ein Bußgeld von 55 Euro.

Achtung auch bei stockendem Verkehr. Wer in diesem Fall keine Rettungsgasse zur Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen bildet, wird mit 200 Euro und einem Punkt in Flensburg belegt.

Bildquelle: © Firma V – Fotolia.com & © biker3 – Fotolia.com


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2 Kommentare zu Handy am Steuer: Bis zu 200 Euro Bußgeld und Punkte in Flensburg

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  1. Auch Radfahrer sollten ihr Smartphone auf dem Drahtesel lieber in der Tasche lassen. Werden sie mit einem Handy am Lenker erwischt, droht ein Bußgeld von 55 Euro.

    Quelle: http://www.mobilfunk-talk.de/news/244293-handy-am-steuer-bussgeld/

    Moment, „Handy am Lenker“; ist es dort befestigt, weil Untergebracht und als Navi, oder telefoniere ich mit dem Handy in der Hand auf dem Rad fahrend? Nicht klar.

  2. Dietrich K. schrieb am 27.10.2017 um 15:26

    Und es bleiben weiter Fragen offen!!!
    1) Wenn ich mein Handy in einer Haltung habe und Texte vorlesen lasse oder diktiere kann ich trotzdem die Behauptung eines Polizisten nicht widerlegen, ich hätte real getippt.
    2) Der Gebrauch von Ohrstöpseln ist weiter nicht geregelt. Wenn ich ein In-Ear-System verwende zum Musikhören, Telefonieren und Diktieren – erlaubt oder nicht?
    3) Befindet sich das Smartphone in meinem Rucksack hinter dem Fahrersitz, ein Ladekabel dort hinein und ein Kopfhörerkabel dort heraus … es ist nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden, ich kann es aber weder sehen noch berühren … erlaubt oder nicht?

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