Montag, den 13.11.17 13:30

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Vodafone und o2: Abmahnung wegen Irreführung bei Kündigung und Portierung

Vodafone und o2 Irreführung – Die Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen haben Vodafone und o2 wegen Irreführung abgemahnt. Die beiden Anbieter hatten bereits eingetragene Kündigungen storniert und Verträge teilweise automatisch verlängert, sofern es Probleme bei der Rufnummernportierung gab. Dabei sind Kündigung und Portierung rechtlich unabhängig.

Vodafone und o2 abgemahnt

Die beiden Mobilfunkanbieter o2 und Vodafone wurden von den Marktwächtern Digitale Welt der Verbraucherzentralen erfolgreich abgemahnt. Beide Netzbetreiber hatten Kündigungen und Rufnummernportierungen zum Nachteil der Kunden miteinander verwoben und damit die Unwissenheit der Betroffenen ausgenutzt. Konkret wurden korrekt ausgesprochene Kündigungen zurückgezogen, nachdem Portierungsaufträge storniert wurden oder fehlschlugen.

Vodafone informierte seine Kunden dabei unter anderem mit diesem Text:

Sie haben die Portierung Ihrer Rufnummer storniert. Ihr Kündigungsauftrag mit Rufnummern-Mitnahme gilt deshalb nicht mehr. Ihr Vertrag mit uns läuft weiter. Bitte beachten Sie: Stornieren Sie Ihren Portierungsauftrag bei Ihrem neuen Anbieter, gilt das als Rücknahme Ihrer Kündigung.

Telefónica (o2/E-Plus) agierte dabei ähnlich und strich die Kündigung ebenfalls, sobald es Probleme bei der Rufnummernportierung gab. Da viele Kunden ihre Nummer erst zum Laufzeitende zu einem neuen Anbieter mitnehmen, bedeutete die Rücknahme der Kündigung häufig gleichzeitig eine automatische Vertragsverlängerung um weitere 12 Monate.

Portierung und Kündigung rechtlich getrennt

Bei den Verbraucherzentralen gingen in der Vergangenheit Beschwerden über das Vorgehen ein, so dass sich die Marktwächter der Sache annahmen. Die Meinung der Verbraucherschützer ist dabei eindeutig.

„Die Rufnummernportierung ist von der Kündigung des Telefonvertrages rechtlich unabhängig. Kündigt ein Kunde also fristgerecht seinen Vertrag, dann kann das Unternehmen nicht eigenmächtig eine Vertragsverlängerung einleiten“, erklärt Tom Janneck, Teamleiter beim Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Will ein Anbieter seine Kunden glauben machen, das sei anders, dann kann man nicht nur von einer Irreführung über die dem Vertragspartner zustehenden Rechte sprechen, in solchen Fällen nutzen Telefónica und Vodafone schlichtweg die Rechtsunkenntnis der Verbraucher aus.“

Abmahnung hatte Erfolg

Das Vorgehen mahnten die Marktwächter sowohl bei Telefónica als auch bei Vodafone ab und erreichten ein Einlenken der beiden Anbieter. Zukünftig wollen beide dafür Sorge tragen, dass Kunden mit Portierungsproblemen nicht mehr in dem Glauben gelassen werden, dass ihre Kündigung nun hinfällig sei.

Betroffene können sich weiterhin per Beschwerdeformular an die Marktwächter wenden und sich darüber hinaus bei den Verbraucherzentralen vor Ort Rat und Hilfe einholen.


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