Mittwoch, den 06.12.17 12:05

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Vodafone-Shops wegen Betrugs geschlossen – Staatsanwaltschaft ermittelt

Vodafone-Shops geschlossen – Die Vodafone-Shops in Friedrichshafen und Kempten wurden von dem Unternehmen Ende November geschlossen. Offenbar hatte der Betreiber zahlreiche Kunden über den Tisch gezogen und betrogen. Gegen den Mann und vier seiner Mitarbeiter ermittelt zudem die Staatsanwaltschaft Ravensburg. Der Vorwurf: Betrug und Urkundenfälschung.

Betrug im Vodafone-Shop

Wie der Südkurier berichtet, hat Vodafone Ende November zwei Filialen in Friedrichshafen und Kempten geschlossen, die vom gleichen Betreiber zu betrügerischen Zwecken genutzt wurden. Gegen den Inhaber sowie vier seiner Mitarbeiter ermittelt zudem die Staatsanwaltschaft Ravensburg. Der Vorwurf lautet auf Betrug und Urkundenfälschung.

Der Staatsanwaltschaft liegen rund 100 Fällen vor, bei denen es in den beiden Geschäften nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Die Mitarbeiter hätten mehrere hundert Smartphones und Tablets auf die Namen von Kunden bestellt, diese jedoch nicht ausgehändigt. Stattdessen wurden die Geräte an Dritte weiterverkauft. Auch soll es zu fingierten Verträgen gekommen sein, die Kunden nicht oder nicht in dieser Form abgeschlossen hatten.

Vodafone-Shops geschlossen

„Nach unseren Erkenntnissen hat er ab Anfang 2017 immer wieder versucht, Provisionen von Vodafone zu erschleichen, die ihm nicht zustanden. Hierzu hat er bei uns Verträge eingereicht, die von den Kunden nicht oder nicht in dieser Form abgeschlossen waren“, erklärt Volker Petendorf, Konzernsprecher des Unternehmens, gegenüber dem Südkurier.

Konkret sollen der Betreiber und dessen Mitarbeiter zusätzliche Mobilfunk- oder Datenverträge aktiviert haben, von denen die Kunden keine Kenntnis hatten. Bei Vertragsverlängerungen sollen Handys und Tablets gebucht, den Kunden jedoch nicht ausgehändigt worden sein. „Diese wurden dann eigenständig veräußert“, meint Christine Weiss, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ravensburg.

Vodafone Netzkapazität

Betrug flog auf

Aufmerksam wurden viele Kunden erst später, nachdem ihre Rechnungen deutlich höhere Beträge auswiesen als angenommen. Vodafone fielen die Shops bereits vor einiger Zeit auf, als die Reklamationsquoten deutlich höher als im Durchschnitt ausfielen. Das Unternehmen schaltete daraufhin die hauseigene Betrugsabteilung ein.

„Im September und Oktober war wegen Unregelmäßigkeiten bei der Inventur eine Sperre für den Laden verhängt worden“, erklärt Volker Petendorf. Der Shop durfte demnach keine Verträge mehr abschließen und bekam auch keine Hardware mehr. Die Schließung erfolgte schließlich Ende November, kurz nachdem der Südkurier Vodafone zur Sachlage befragt hatte. Ob diese Anfrage der Auslöser für die Shop-Schließungen waren, lässt sich nicht sagen. Der Filialleiter erhielt eine fristlose Kündigung sowie Hausverbot.

Vodafone storniert Verträge

„Ungewollte Verträge wurden storniert und entsprechende Forderungen ausgebucht. Unrechtmäßig abgebuchte Geldbeträge wurden den betroffenen Kunden erstattet“, so Volker Petendorf. Weitere Betroffene sollen sich mit der Kundenbetreuung in Verbindung setzen und eine Reklamation einreichen. Die Filialen sind zum Teil bereits wieder geöffnet, allerdings unter einem neuen Betreiber.


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