Montag, den 29.01.18 17:10

aus der Kategorie: Mobilfunk, TopNews

Bundesnetzagentur legt Weichen für Versteigerung der 5G-Frequenzen

Versteigerung der 5G-Frequenzen – Die Bundesnetzagentur hat damit begonnen, die Regeln für die nächste Frequenzauktion festzulegen. Den Plänen nach soll die Versteigerung der 5G-Frequenzen noch in diesem Jahr stattfinden.

5G ab 2020

Ab 2020 wollen die ersten Mobilfunkanbieter im 5G-Netz aktiv werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss im Vorfeld eine Frequenzauktion stattfinden, die diese an die interessierten Martkakteure verteilt. Die Bundesnetzagentur hat dem Handelsblatt zufolge damit begonnen, die Weichen für die Auktion zu stellen und die Bedingungen der Vergabe festzulegen.

Dazu werde der Beirat am Montag, dem 29. Januar 2018, offiziell die Knappheit der Frequenzen feststellen, heißt es. Eine Notwendigkeit, um das Vergabeverfahren zu beginnen. Konkret sollen in diesem Frequenzen der Bereiche 2 GHz und 3,6 GHz sowie bis 2020 freiwerdenden Frequenzen aus dem UMTS-Bereich verteilt werden.

Versteigerung der 5G-Frequenzen

Neben der Vergabe der Frequenzen muss die Bundesnetzagentur auch klären, welche Regeln die Sieger der Auktion beim Ausbau einzuhalten haben und wie dieser ablaufen soll. Ziel sei es, Deutschland bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2040 eine Vorreiterrolle zu sichern, heißt es. Wie schon bei früheren Auktionen geht es dabei vor allem um eines: Sehr viel Geld. Mit den Einnahmen will die Bundesregierung laut Handelsblatt den  Ausbau eines flächendeckenden Gigabit-Netzes fördern. Eine Maßnahme, die zwischen zehn und zwölf Milliarden Euro kosten soll.

Das wiederum sehen die Mobilfunkanbieter, die dieses Geld über die Frequenzversteigerung einbringen sollen, kritisch. „Wir haben bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen 2010 für ein Stück Papier jeder (die teilnehmenden Bieter, Anm.d.Red.) 8,5 Milliarden Euro bezahlt. Das sollten wir nicht wiederholen“, wird Markus Haas, Chef von Telefónica Deutschland, zitiert.

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Markus Haas, Chief Executive Officer (CEO) bei Telefónica

Mobilfunkanbieter üben Kritik

Man wolle keine Geschenke vom Staat, so der Manager weiter, dennoch sieht er in einem kompetitives Versteigerungsverfahren keine zielführende Option. Der „Industrie das Geld zu entziehen und dann von ihr zu verlangen, auch im Bayrischen Wald und in der Lüneburger Heide in den besten Mobilfunkstandard zu investieren, das wird so nicht funktionieren“.

Den Angaben nach seien seit dem Jahr 2000 mehr als 60 Milliarden Euro in Frequenzauktionen geflossen. Geld, das man nur einmal ausgeben könne, meint Markus Haas. Ähnlich sieht es die Telekom, die auf die Bundesnetzagentur vertraut und sich sicher ist, dass diese ein transparentes Verfahren durchführen wird. Eines, „dass mit moderater Startpreisfestsetzung dem Markt nicht unnötig Investitionsmittel entzieht, die wir für den Aufbau von 5G verwenden müssen“, so ein Sprecher des Unternehmens.

Auktion noch 2018

Erste Ideen für den Ablauf und die Vorgaben der Auktion gibt es bereits. Diese wurden jedoch vorerst wieder zurückgezogen, da es derzeit keinen zuständigen Minister gibt. Sie kommen im Mai erneut auf den Tisch. Ob die Zeit dann noch für eine Auktion im Jahr 2018 reicht, bleibt abzuwarten. Ursprünglich war die Versteigerung für das Jahr 2018 angesetzt, damit die Mobilfunkanbieter ab 2019 mit dem Ausbau beginnen und die Netze ab 2020 in Betrieb nehmen können.


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