Mobilfunk-Flatrates sprießen zurzeit nur so aus dem Boden. Einer aktuellen Studie zufolge könnte das Modell des unbegrenzten Datenverkehrs auf diesem Bereich jedoch schon bald ein Ende finden.
Weniger Flatrates
An der Umfrage der Kanzlei “Freshfields Bruckhaus Deringer”, die von “Economist Intelligence Unit” durchgeführt wurde, nahmen knapp 400 hochrangige, internationale Manager aus der Mobilfunkbranche teil. Mit 55 Prozent prognostizierten über die Hälfte der Manager in Zukunft einen Rückgang der Festpreistarife
Grund dafür ist die immer größer werdende Belastung für die Mobilfunkunternehmen, deren Kunden früher deutlich weniger Datenversand verursacht haben.
Trend zu Volumentarifen?
Durch die kleiner werdenden Gewinn sinkt auch der Freiraum für den Netzausbau, der durch die verstärkte Nutzung des mobilen Internets und angesichts des neuen Internet-Standard LTE wohl unausweichlich ist.

Der Datenverkehr wird den Mobilfunk-Unternehmen zu viel (Bild: isycontrol.de)
“Die Umfrage belegt, dass Mobilfunkanbieter weltweit planen, ihre Tarifstrategien neu zu gestalten”, erklärte Thomas Tschentscher, Mobilfunkspezialist bei der Kanzlei. Ein favorisiertes Zukunftsmodell sind Volumentarife. Dabei werden die Kosten im Gegensatz zu den Flatrates streng nach den heruntergeladenen Daten abgerechnet.
Apps als Heilsbringer
Umsätze erhoffen sich die Manager aus der Telekommunikation-Branche in Zukunft vorrangig aus anderen Bereichen. So sollen die Mini-Programme für Smartphones, die sogenannten Apps ebenso wie Audio- und Video-Downloads die größten Umsatzbringer sein.
Leander Huhn
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