Nokia gab bekannt, dass Apples iPhones mit Standards arbeiten, deren Patente dem finnischen Handyriesen gehören. Es geht um Smartphonelösungen für GSM, UMTS und Wireless LAN. Die Schadensersatzforderungen von Nokia lehnte der iPhonehersteller ab.
Scheinbar haben alle bisher verkauften iPhones mit Technologien gearbeitet, die Apple nicht legal zur Verfügung stand. Diesbezüglich soll es schon seit Jahren Verhandlung zwischen den beiden Konzernen gegeben haben. Da diese jedoch nicht den Konflikt lösen konnte, wird der Fall vor dem amerikanischen Bundesgericht in Delaware entschieden.
Nokia investierte 40 Milliarden Forschung
Bei den zehn Patenten, die Apple missbraucht haben soll handelt es sich um sehr wichtige Funktionen, ohne die das iPhone in seiner jetzigen Form bei weitem nicht möglich wäre. Nokia Manager Ilkka Rahnasto: „ Das Grundprinzip in der Mobilfunkindustrie lautet, dass jene Unternehmen, die zur technologischen Entwicklung und zu neuen technischen Standards beitragen, geistiges Eigentum schaffen, für das andere sie dann entschädigen müssen“. Doch Apple weigerte sich bis heute derartige Entschädigungen zu bezahlen.
Das finnische Unternehmen hat die mit seinen Forschungen erarbeiteten Entwicklungen in einem Patentportfolio von über 10.000 Patenfamilien im internationalen Patenrecht abgesichert.
Jahrelanger Gerichtsstreit
In welcher Höhe die Streitsumme liegt ist nicht genau bekannt, es soll sich auf etwa 1 bis 2 % der Produktionskosten des iPhones belaufen. Mit einem Urteil in dem Rechtsstreit ist nicht vor 2011 zu rechnen.
Björn Mohr
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