Auch Mobilfunkhersteller Nokia plant in Form seiner Navigationstochter Navteq einen Kartendienst im Internet, berichtet die Wirtschaftswoche. Die dabei eingesetzte Technik soll noch umfangreichere Bilder liefern als der Google-Dienst Street View.
Bilder in HD und 3D
Neben den vom Netzriesen Google bekannten 360 Grad-Kameras will Navteq dabei auch HD-Kameras sowie spezielle Lasern einsetzen. Diese Laser sollen die Umgebung abtasten und so Fotos in 3D ermöglichen, bestätigte ein Manager des Unternehmens gegenüber der Wiwo.
Schon bald sollen die erste Fahrzeuge durch die USA und Europa fahren, um Straßen und seine Umgebung detailgetreu zu erfassen. Die Vorbereitung für den baldigen Start laufen dabei schon lange: Bereits seit zwei Jahren feilt Navteq an der Technik, die letzten Test wurden kürzlich in San Francisco erfolgreich absolviert.
Deutschland zunächst nicht anvisiert
Navigationsspezialist Navteq konkurriert mit Google
Sogar die benötigten, speziellen Fahrzeuge sind bereits im Besitz der Nokia-Tochter, losgehen mit der Erfassung soll es noch in diesem Jahr. Erste Angriffspunkte sind laut eigenen Aussagen des Unternehmens die europäischen Länder Großbritannien und Frankreich.
Deutschland sei zunächst nicht das Ziel für eine Erfassung – kein Wunder angesichts der heftigen Debatte um Google Street View, die schon seit Monaten Bürger, Datenschützer und Politiker beschäftigt, die Navteq erst abwarten will. Verdeutlicht wird der Widerstand gegen den Dienst gut durch die Tatsache, dass schon mehrere hundertausend Menschen der Veröffentlichung seines Hauses, Gartens oder Autos widersprochen haben.
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Leander Huhn
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