LG hat seine Pläne für ein Android Tablet mit Froyo 2.2 als Betriebssystem vorzeitig überdacht, das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Stattdessen soll zu einem späteren Zeitpunkt ein Gerät mit der noch unveröffentlichten Version von Android auf den Markt kommen.
Eigentlich war das Erscheinen des Android Tablet aus der Optimus-Reihe noch in diesem Jahr erwartet worden, doch es ist nun deutlich wahrscheinlicher, dass sich Interessenten noch länger gedulden müssen. Anders als zahlreiche andere Hersteller, hat sich LG gegen Android 2.2 entschieden und wartet lieber die kommende Version (vermutlich 3.0) ab, die ausgereifter sein wird.
Froyo nicht geeignet für Tablets
Damit folgt LG gewissermaßen dem Rat der Android-Entwickler von Google. Hugo Barra, Leiter für Mobile Geräte bei Google gab im September an, dass der aktuelle Android Market ebenso wenig für Tablets ausgelegt sei, wie das System 2.2. Beides ist ursprünglich für Smartphones konzipiert worden und dementsprechend nicht für Tablets optimiert. Das zeigt sich unter anderem in der Bildschirmauflösung, die maximal 800 mal 480 Pixel betragen darf, während moderne Tablets schon an 1280 mal 800 Bildpunkte heranreichen können.
LG ist Nachzügler auf dem Tablet-Markt
Mit dem verschobenen Starttermin wird LG vergleichsweise spät auf dem Tablet-Markt auftreten. Konkurrenten wie Samsung, Motorola, BlackBerry und natürlich Apple haben ihre Geräte bereits vorstellen können. Doch der koreanische Hersteller ist überzeugt, ein besseres Tablet als Apples iPad vorzustellen. LGs Vizepräsident für Marketing, Chang Ma gab im August gegenüber dem Wall Street Journal an, dass ihr Modell ein High-End Gerät mit hochkarätigen Features ist, dass durch Performance und Produktivität bestechen wird. Über den genauen Termin hat das Unternehmen allerdings noch nicht entschieden.
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Björn Mohr
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