Der erst vor einem Jahr gestartete Prepaid-Discounter Snoog Mobile ist pleite. Das erklärte der Geschäftsführer Anton Zur gegenüber dem Marketingportal W&V. Es werden auch auf der Snoog Mobile Homepage keine Bestellungen mehr angenommen.
Zu geringe Kundenzahlen
Als Grund wurden zu geringe Kundenzahlen angegeben. Das ehrgeizige Ziel, bis Ende 2010 rund 250.000 Kunden zu gewinnen, ist nicht mehr erreichbar.
Zudem wurde von den vorhandenen Kunden das Geschäftsprinzip des kostenlosen Chattens gegen Werbung nicht in genügender Weise akzeptiert, so dass nicht in ausreichender Zahl Werbepartner gewonnen werden konnten.
Aus diesen Gründen waren die Investoren nicht mehr bereit, weitere Gelder zuzuschießen, und schickten das Projekt Snoog Mobile in die Insolvenz.
Bestandskunden können Snoog Mobile weiter nutzen
Da laut AGBs eine Vertragsbeziehung mit dem virtuellen Netzbetreiber Ensercom besteht, werden die Simkarten nicht abgeschaltet, sondern können zu unveränderten Konditionen weitergeführt werden.
Snoog Mobile bietet einen 9 Cent Einheitstarif im Vodafone-Netz mit einem kostenlosen ICQ-Chat auf dem Handy. Außerhalb der ICQ-Nutzung werden 29 Cent pro MB für die Datennutzung berechnet.
Snoog Seven weiter für Neukunden bestellbar
Weiterhin für Neukunden bestellbar bleibt bis auf weiteres der Postpaid-Tarif Snoog Seven, obwohl es bereits seit zwei Monaten nicht mehr aktiv vermarktet wird (Mobilfunk-Talk.de berichtete). Sollte auch dieser Tarif eingestellt werden, können Bestandskunden ebenfalls mit einer Weiterführung der Verträge durch Ensercom rechnen.
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Michael Beck
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