Das Nokia N8 bildet momentan die Spitze der Nokia-Smartphones. Mit seiner 12 Megapixel Kamera und einem herausstechenden Design setzt es neue Maßstäbe auf dem Markt. Aber was kann das Symbian 3 Smartphone wirklich? Mobilfunk-Talk testete das Nokia Flaggschiff.
Design: BlackBerry Elemente wirken positiv
RIM setzt mit seinen BlackBerry Modellen schon lange auf einfaches und gut strukturiertes Design. Scheinbar wurde diese Linie auch bei Nokia und seinem N8 gefahren, denn es besitzt lediglich eine echte Taste und bietet zudem die BlackBerry typische LED, die anzeigt, ob Anrufe verpasst wurden oder neue Nachrichten vorliegen.
Der Touchscreen ist mit einem Chromrahmen eingefasst, was dem Gerät eine edle und hochwertige Attitude verleiht. Das gesamte Gehäuse ist aus einem Metallblock gefräst und der Touchscreen mit Gorillaglas geschützt.
Betriebssystem: Symbian 3
Nokias neue Version des eigenen Betriebssystems Symbian 3 arbeitet mit einem ARM11-Chipsatz, der mit „nur“ mit 680 Megahertz taktet, gut zusammen. Der Chip-Satz wird aber von einem 3D-Grafikbeschleuniger unterstützt. Selbst wenn mehrere Programme im Hintergrund laufen, läuft das System flüssig. Das berüchtigte “2 Mal” klicken bei bestimmten Menüfunktionen ist vorbei. Anwendungen sowie Spiele und Dateien werden schnell geöffnet. Über 3 Homescreens sind Widgets frei personalisierbar.
3,5 Zoll Display etwas zu klein
Der Touchscreen mißt 3,5 Zoll. Unserem Geschmack nach hätte er jedoch etwas größer ausfallen sollen. Die Pixeldichte liegt bei 640 mal 360 Bildpunkten, die zwar nicht mehr zeitgemäß sind, aber trotzdem für scharfe und helle Bilder ausreichen. Die AMOLED Technik sorgt zusätzlich dafür, dass der Stromverbrauch gering gehalten wird. Überragend fanden wir dagegen die aus Gorillaglas bestehende Glasscheibe über dem Touchdisplay. Sie verhindert weitgehend Kratzer und schützt generell vor schädlichen Umwelteinflüssen.
Starke 12 Megapixel Kamera von Carl Zeiss
Alle Kamerafunktionen lassen sich über den Touchscreen steuern. Unterstützend ist zudem eine echte Kamerataste angebracht. Die Fotoqualität ist für ein Handy überragend und das auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Sowohl Kontrast, Farbe als auch Schärfe und Helligkeit stellen wohl zur Zeit bei diesem Handy das zu erreichende Maximum dar. Durch unzählige Zusatzoptionen kann sie zudem den entsprechenden Umständen angepasst werden. Das gilt auch für die Videoqualität. In HD (720 Pixel) sind diese Videos ruckelfrei möglich. Durch einen integrierten HDMI Ausgang können Videos direkt auf einen LCD/Plasma TV übertragen werden. Auch die Musikfunktionen samt dem neuen Cover Flow sind spitzenmäßig. Der Klang besteht ohne Verzerrung.
Internet-Performance: Browser zeigt Schwächen
Das N8 unterstützt so gut wie alle Verbindungsarten, die es zur Zeit gibt. Dazu gehören WLAN, HSDPA, Bluetooth Version 3.0, USB, USB-on-the go, besitzt einen FM- Transmitter, einen HDMI Ausgang und einen GPS-Empfänger. Verbindungen zu sozialen Netzwerkdiensten, wie unter anderem Facebook und Twitter sind vorinstalliert und können zudem via Widgets auf den 3 Homescreens personalisiert werden. Allerdings ist der auf dem Nokia installierte Browser nicht das Non plus ultra. Man sollte den Opera Mobile Browser nutzen, den es zum kostenlosen Download gibt.

Nokia N8 im Test
Genügend Speicher vorhanden
Um die großen Videodateien speichern zu können, steht ein 16 GB großer Speicher, der extern um 32 Gigabyte erweitert werden kann, zur Verfügung. Das Nokia ist „USB On-the-go“ tauglich. Das heißt USB Sticks können direkt zur Übertragung von Daten an das N8 angeschlossen werden.
Navigation und Akku-Leistung
Eine komplette Navigation bietet das installierte Programm Nokia Ovi Maps. Dies ist absolut kostenlos! Durch die perfekt und deutlich klingenden Lautsprecher ein immenser Pluspunkt!
Der Akku hält recht lang: Im GSM-Modus sind Gespräche bis 10 Stunden möglich und StandBy-Zustand hält das N8 bis zu 7 Tage durch. Bei mittlerem Gebrauch von Multimedia und Internet können 2-4 Tage erreicht werden. Das ist gegenüber anderen Modellen ein guter Wert.
Fazit: Nokia N8 kann vieles, aber nicht alles
Viele Meinungen besagen, dass Symbian ein antiquiertes Betriebssytem sei. Wir finden eher, dass Symbian noch immer ein gutes, ausgereiftes und kompatibles System darstellt. Durch die neue Version Symbian 3 wurde zudem noch etwas Systemspeed zugelegt und die Bedienung leichter gemacht. Zur individuellen Anpassung bietet das N8 viele Widgets und Direkt-Links zu sozialen Netzwerkdiensten.
Ein weiterer Pluspunkt ist unserer Meinung nach die perfekte und sehr hochwertige Verarbeitung. Das ganze Gehäuse besteht praktisch aus Metall und der Touchscreen ist durch Gorillaglas bestens geschützt. Eine 12 Megapixel Kamera mit Xenon Blitz, Videos in HD- (720 Pixel) Qualität, USB Stick Tauglichkeit, Multitasking sowie Multitouchfähig und eine Vollausstattung runden das Bild ab. Ein gleichwertiges Smartphone zu einem Preis um 430 Euro zu finden, ist zur Zeit wohl kaum möglich.
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Jannis Prieschenk
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