Heute folgt der zweite Teil des Testberichts vom neuen Samsung Wave 723. Das Smartphone mit bada als Plattform kann mit einer umfangreichen Ausstattung punkten und wird mit einer ungewöhnlichen Lederklappe geliefert. Während wir uns im ersten Test vor allem mit der Verarbeitung, dem Display und der Bedienung beschäftigten, sollen nun die Multimedia-Funktionen wie die Kamera und das Internet im Vordergrund stehen.
Internet: Überzeugende Vielfalt
Wer auch mit dem Handy ins Internet will, ist mit dem Wave 723 wirklich gut aufgehoben. So lässt sich das Gerät per WLAN verbinden und baut dabei dank dem schnellen n-Standard fix Seiten auf. Wenn verfügbar, lässt sich auch im Bus oder im nahegelegenen Park mit HSDPA schnell mobil surfen.
Ansonsten muss man sich GRPS begnügen. Der installierte Browser lässt sich einfach bedienen, praktisch ist, dass man mit mehreren Tabs gleichzeitig surfen kann, was insgesamt zum einer überzeugenden Internet-Funktion führt. Durch den integrierten GPS-Sensor kann man auch Online-Navigationslösungen nutzen, was im Auto oder in einer fremden Stadt sehr nützlich sein kann. Dafür ist jedoch eine Datenflatrate zu empfehlen.
Kamera: Gute Bilder, schlechte Videos
Die Kamera-Funktion ist schnell per Sondertaste an der rechten Seite des Geräts zu erreichen. Bilder können mit 5 Megapixel aufgenommen werden. Für die Bilder kann man ein LED-Licht, der durchaus seinen Zweck erfüllt, sowie einen Auto-Fokus nutzen. Der Auto-Fokus erfüllt seine Aufgabe mit Bravour, insgesamt können mit dem Wave 723 für eine Handy-Kamera gute Fotos geschossen werden (siehe Beispielfotos).
Praktisch dabei sind auch verschiedene Aufnahmemodi wie Serienbilder oder Panorama-Fotos. Wer jedoch gute Filmaufnahmen machen will, ist beim Samsung-Gerät definitiv falsch aufgehoben. Die QVGA-Auflösung von 320 x 240 bietet einfach zu wenig Platz für Details, lediglich kleine Spaß-Videos können hiermit gedreht werden.
MP3-Player und UKW-Radio
Auch ein MP3-Player ist hat das Wave 723 an Bord. Der Klang des Mp3-Players ist gut, je nach Belieben kann man verschiedene Effekte einstellen und auf einzelne Equalizer-Profile wie zum Beispiel Jazz oder Rock zurückgreifen. Auch Wiedergabelisten lassen sich erstellen.
Wer das Handy wirklich als MP3-Player nutzen will, sollte den internen Speicher von 300 MB mit einer microSDHC-Karte erweitern. Neben Titeln aus der eigenen Bibliothek lässt sich auch Musik aus dem UKW-Radio hören, für den das mitgelieferte Headset angeschlossen werden muss.
Nur 2.000 Apps verfügbar
Als Betriebssystem kommt im Wave 723 das im eigenen Hause entwickelte System bada zum Einsatz. Bada basiert auf Plattformen älterer Samsung-Geräte und ist noch ein sehr junges Betriebssystem. Der App Store von bada ist dementsprechend bei weitem nicht mit dem Android Market oder dem Apple App Store zu vergleichen. Statt 100.000 bzw. 250.000 Anwendungen findet man hier nur gut 2.000 Anwendungen.
Fazit: Das Samsung Wave 723 ist dank seiner sehr kompletten Ausstattung ein starkes Mittelklasse-Smartphone. Wermutstropfen sind das Display und der wenig entwickelte bada App Store. Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung beträgt 349 Euro, in Online-Shops ist das Gerät jedoch schon für einen sehr guten Preis von 200 Euro zu haben, wodurch das Wave 723 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Noch 3 Tage gibt es das Handy sogar als Ebay Wow-Angebot für nur 179 Euro.
Zum ersten Teil des Tests vom Samsung Wave 723 gelangen Sie hier.
Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur
Leander Huhn
Jetzt kommentieren (0) Zur Diskussion im Forum: Samsung Forum
Kommentare zu Samsung Wave 723 – das neue Bada-Handy im Test (Teil 2)