Dies ist der zweite Teil unseres ausführlichen Testberichts zum Windows Phone 7 LG E900 Optimus 7. Um zum ersten Teil dieses Test zu gelangen, klicken Sie bitte hier.
Exklusive Software
LG hat mehrere exklusive Applikationen für seine Windows Phone 7-Modelle bereitgestellt. Darunter auch ScanSearch, eine Augmented-Reality-App die übersichtlich darstellt, wo das nächste Restaurant oder Café zu finden ist. Dabei arbeiteten das GPS und der digitale Kompass zwar nicht einwandfrei, aber kann durchaus zur Orientierung dienen.
Ansonsten ist das Angebot an Applikationen im Windows Market Place noch recht dünn, was einfach damit begründet werden kann, dass das Betriebssystem noch sehr jung ist. Das dürfte auch der größte Nachteil des Betriebssystems im Vergleich zu Android und iOS sein. Microsoft selbst sagt dem Market Place aber eine große Zukunft voraus und verspricht deutlich mehr Apps.
Performance und Verlässlichkeit
Im Optimus 7 stecken ein Prozessor mit 1 GHz und 512 MB Arbeitsspeicher. Das sorgt für genügend Rechenleistung, um das System und die Applikationen beinahe immer rund laufen zu lassen. Wer aber von App zu App wechselt, ohne dabei die vorherigen Anwendungen ordnungsgemäß zu schließen, stößt recht irgendwann an die Grenzen des Geräts. Während der gesamten Testphase kam es zu keinem einzigen Absturz, doch bei starker Belastung gab es durchaus etwas Ruckeln.
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Windows Phone 7 enttäuscht
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LG Optimus 7
Eine Besonderheit des Optimus 7 ist, dass es keinen microSD-Slot hat und damit keine Speichererweiterungen möglich sind. Dafür fällt der interne Speicher mit 16 GB etwas üppiger aus als üblich. Bei durchschnittlichen Gebrauch hält der Akku etwa drei Tage durch. Wird das Smartphone allerdings durchgängig genutzt, so kann dieser schon nach drei Stunden schlapp machen. Hier macht wohl auch das gut beleuchtete Display den Unterschied.
Zugang nur mit Zune-Software
Damit Smartphone und PC synchronisiert werden können und die Musiksammlung auf das Mobiltelefon übertragen werden kann, benötigt man Zune. Dies ist eine kostenlose Software von Microsoft, mit der alle Kontakt- und Mediendateien verwaltet werden können. Da das Design der Benutzeroberfläche von WP7 ähnelt, findet man sich auch hier ganz gut zurecht. Mit Windows 7 gelang die Installation des Optimus 7 quasi von alleine. Doch unter Vista bereitete die Treiberinstallation durchaus einige Probleme – hier sollte Microsoft nachbessern.
Zune ist im übrigen Microsofts Konkurrenzprodukt zu Apples iTunes - der entsprechende MP3-Player hat es allerdings nie auf den deutschen Markt geschafft. Über Zune können direkt vom Smartphone aus Songs und Alben angehört und heruntergeladen werden.
Fazit: Top-Smartphone dank starker Software
Zusammenfassend kann man sagen, das LG Optimus 7 wird seinem Neupreis von etwa 499 Euro gerecht. Das liegt aber wohl eher an der Software, als an der technischen Ausstattung. Punkten kann das Gerät vor allem mit der Bedienung und Performance, außerdem gefiel die flotte Internetverbindung. Abzüge gibt es bei der Kamera und weil man den internen Speicher nicht erweitern kann. Natürlich steigt und fällt ein Smartphone dieser Klasse mit der Entwicklung seines Betriebssystems. Sollte Microsoft seine Versprechen wahr machen und in den kommenden Monaten für mehr Applikationen und Funktionen sorgen, so ist dieses Gerät auch auf längere Sicht eine vernünftige Investition.
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Björn Mohr
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