Die Smartphone-Plattform Android ist offenbar nicht sicher vor bösartigen Programmen: Google entfernte vor kurzer Zeit etwa 50 Applikationen aus dem Android Market, die die Handy-Nutzern ausspioniert haben sollen.
Vertrauliche Daten gesammelt
Zunächst wurden 21 schädliche Apps vom “Android Police“-Projekt entdeckt, die allesamt vom selben Entwickler stammen. Dieses Programme verschaffen sich umfassende Zugriffsrechte für die Android-Smartphones und können somit private Daten aufspüren und an einen weit entfernten Server verschicken.
Bei den Applikationen handelt es sich beispielsweise um scheinbar harmlose Programme zum Bearbeiten von Fotos, zum Erstellen von Klingeltönen oder einfach zum Schachspielen. Durch das selbstständige Laden von Codes könnten die Anwendungen die vollständige Kontrolle über die Android-Geräte übernehmen.
Über 50 Apps betroffen
Somit könnten die Programme weitere, möglicherweise noch gefährlichere Apps herunterladen und installieren. Wie der Blog der mobilen Sicherheitsfirma Lookout berichtet, sind mittlerweile über 50 Anwendungen als bösartige infiziert wurden und weitere Entwickler wurden als Betrüger enttarnt. Die vollständige Liste der Applikationen finden Sie auf der Website von Lookout.

Android: Offenbar nicht sicher vor Malware
An Dramatik gewinnt der Vorfall dadurch, dass die Applikationen Schätzungen von “Android Police” zufolge sehr oft heruntergeladen wurden und viele Apps über 50.000 Mal installiert worden sind. Keine der bisher entdeckten Anwendungen ist aufgrund einer zügigen Reaktion von Android-Entwickler Google mehr im App Store der Plattform verfügbar.
Apps nicht von Geräten gelöscht
Von der in der Vergangenheit heiß diskutierten Funktion “Remote Application Removal” hat Google bisher offenbar nicht Gebrauch gemacht. Durch die Technik könnte der Suchmaschinenriese die betroffenen Programme ferngeteuert von den entsprechenden Android-Smartphones löschen. Nach genauerer Prüfung erscheint solch ein Schritt aber durchaus wahrscheinlich, lässt Lookout durchblicken.
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Leander Huhn
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