Die Telekom möchte ihre US-Tochter an AT&T verkaufen. Doch dafür ist die Genehmigung der Kartellbehörden notwendig. Sollte die Entscheidung negativ ausfallen, erhält die Deutsche Telekom eine beträchtliche Entschädigung.
T-Mobile USA soll verkauft werden
Die Deutsche Telekom will ihre unrentable Tochter T-Mobile USA abstoßen und für 39 Milliarden US-Dollar an AT&T verkaufen. Sollte der Kauf zustande kommen, würde AT&T zum Marktführer im US-amerikanischen Mobilfunksegment.
Doch bislang haben sich die zuständigen Behörden noch nicht entschieden, ob sie dieser Transaktion zustimmen sollen oder nicht. Konkurrenten des US-amerikanischen Mobilfunkmarktes wie Sprint Nextel fordern, den geplanten Verkauf zu verhindern.
Entschädigung bei Nichtverkauf
Sollte wider Erwarten der Verkauf letztendlich nicht zustande kommen, kassiert die Telekom trotzdem üppige Beträge als Entschädigung. Gesetzt den Fall, die Behörden stellen sich gegen den Verkauf, erhält die Deutsche Telekom 3 Milliarden US-Dollar in bar. Außerdem soll der Konzern Mobilfunkfrequenzen und Roaming-Abkommen im Wert von weiteren, geschätzten 3 Milliarden US-Dollar erhalten. Daraus wird deutlich, wie sicher sich AT&T ist, dass der Verkauf tatsächlich über die Bühne gehen wird.
Befürchtungen der Kunden
Wenn AT&T die Telekom-Tochter erwirbt, wächst der Marktanteil auf 40 Prozent. Damit läge das Unternehmen vor Verizon, dem größten Mitkonkurrenten am US-amerikanischen Mobilfunkmarkt. Sprint Nextel würde als großer Verlierer aus diesem Deal hervorgehen. Kunden befürchten deutlich teurere Preise und eine Rückentwicklung in Richtung AT&T-Monopol. Mit dem Kauf der Telekom-Tochter sprechen Experten bereits vom Duopol AT&T und Verizon.
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Jana Laines
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