Sonntag, den 12.06.11 08:51

aus der Kategorie: Nokia, Nokia Testberichte

Testbericht Nokia E7: Das Topmodell mit Symbian 3 (2)

Dies ist der zweite Teil unseres umfassenden Testberichts zum Nokia E7-00. Das Business-Smartphone mit Symbian^3 wurde im ersten Teil hauptsächlich auf seine Benutzerfreundlichkeit hin untersucht. Nun soll es um die eingebaute Kamera und das Betriebssystem gehen.

Das Spitzenmodell der E-Serie ist mit dem aktuellen Symbian^3 ausgestattet und soll im Herbst ein Update auf das neuere Symbian Anna erhalten. Ein Update hat das OS auch nötig, denn die Menüs sind für Nokia-Neulinge noch zu verworren. Viele Funktionen und Einstellungen sind in Untermenüs oder hinter missverständlichen Symbolen versteckt und nicht alles findet man sofort. Für solche, denen Symbian vertraut ist, sollte dies allerdings kein Problem sein. Möglicherweise ist die bereits erwähnte, recht schwache Performance auch der Software zuzuweisen. Man hat den Eindruck, dass das Betriebssystem so umfrangreich ist, das die Hardware nicht ganz hinterherkommt.

Symbian gibt hilfreiche Tipps

Symbian^3 bietet einen hohen Grad an Personalisierbarkeit. Das fängt bei den drei Startscreens an und endet bei den Einstellungen dafür, was geschehen soll, wenn der Bildschirm eingeklappt wird. Sehr hilfreich für Neulinge sind die Tipps, die Symbian automatisch in den richtigen Momenten anzeigt. Das sind Hinweise auf neue Funktionen, aber auch Einstellungsmöglichkeiten und Ratschläge zum Energiesparen. Außerdem kommt das E7 mit einer Fülle von vorinstallierten Applikationen, unter anderem die vollständige Navigationslösung Ovi Maps. Diese erwies sich in unserem Test als erstaunlich präzise und hilfreich. Wem die vorinstallierte Auswahl an Anwendungen nicht genügt, der kann im Ovi Store aus rund 40.000 Applikationen auswählen. Darunter sind auch viele interessante Spiele.

Fotos und HD-Videos überzeugen

Nokia hat das E7-00 mit einer 8 Megapixel-Kamera ausgestattet, die durch einen Doppel-LED-Blitz unterstützt wird. Dieser ist erstaunlich hell und dient auch als Videolicht. Die Testfotos mit der Handykamera konnten durch Schärfe und Farbtreue überzeugen. Auch die Bilder bei schlechtem Licht konnten sich sehen lassen. Videoaufnahmen kann das E7 in HD (720p) aufnehmen und bietet dabei ordentliche Bilder. Bei Dunkelheit leistet das Videolicht sehr gute Dienste.

Um Videos, Fotos und Musik auf dem Fernseher ansehen zu können, kann man das E7 via HDMI-Adapter an ein TV anschließen. Entweder wird dann der Bildschirm des Smartphones dupliziert, oder das Handy verwandelt sich in eine Fernbedienung für den Medienplayer. So kann man die Spiele auf dem Smartphone auch auf dem großen Bildschirm spielen, oder eine Präsentation halten.

Eine besondere Funktion des Nokia E7 ist USB-Host. Über einen mitgelieferten Adapter können USB-Speichergeräte an das Smartphone angeschlossen und Daten verschoben werden. So kann man unterwegs die aufgenommenen Videos und Fotos auf ein externes Speichermedium übertragen werden.

Über die drahtlosen Schnittstellen WLAN-N, Bluetooth 3.0 und HSDPA kommuniziert es mit der Welt. Dank der installierten Software Joiku Spot, kann es auch als mobiles WLAN-Modem für andere Geräte dienen. Nokia hat zudem eine praktische Apps für den Zugriff auf soziale Netzwerke und einen umfassenden E-Mail-Client integriert. In Sachen Integration sozialer Netzwerke, kann Nokia allerdings noch so einiges von der Konkurrenz lernen, diese haben wir im Test durchaus vermisst.

Fazit: Für Nokia-Fans geeignet

Nach dem Test ist klar geworden warum Nokia sein Betriebssystem Symbian für Windows Phone 7 verlassen wird. Zu langsam und kompliziert ist es, um mit der Konkurrenz von Apple und Google mitzuhalten. Zumindest jene, die mit Symbian nicht vertraut sind, dürfte dieses Smartphone wenig begeistern. Doch wenn man bereits ein Nokia-Modell besitzt und ein Upgrade möchte, ist das E7 durchaus eine gute Wahl, zumal es derzeit nur wenige Top-Smartphones mit einer ausziehbaren Tastatur auf dem Markt gibt. Auch die Multimedia-Funktionen haben uns im Test überzeugen können. Dennoch sind wir zusammenfassend der Ansicht, dass man für einen Preis von 499 Euro durchaus leistungsfähigere Alternativen auf dem Markt findet.

www.nokia.de


Björn Mohr

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