Sonntag, den 31.07.11 13:26

aus der Kategorie: SAT & TV, Vermischtes

DAB+ stört Kabelfernsehen

Die bundesweite Ausstrahlung des neuen digitalen Radiostandards DAB+ startet am morgigen Montag, und es laufen in einigen deutschen Städten bereits Testausstrahlungen, da hagelt es bereits Beschwerden bei den Kabelnetzbetreibern über Störungen des analogen Kabelfernsehens.

Kanal 5 durch DAB+ Störung betroffen

Betroffen ist hauptsächlich der Kanal 5, der sowohl für die DAB+-Ausstrahlung, als auch für die Ausstrahlung der analogen Kabelprogramme verwendet wird. Die Störung äußert sich in Tonstörungen und einer starken Verpixelung des Bildes. Meist treten diese Störungen in der Nähe eines DAB+-Senders auf.

Die Ursache liegt allerdings nicht an dem Kabelnetz, sondern am Anschlusskabel, der zwischen dem Kabelanschluss und den Empfangsgeräten verlegt sind. Diese sind häufig nicht genügend gegen die Störungen von den DAB+-Sendern abgeschirmt.

Neue Antennenkabel erforderlich

Die Beseitigung der Störungen ist relativ einfach. Die bisher benutzten Antennenkabel müssen gegen neue ausgetauscht werden, die mindestens doppelt geschirmt sind (mindestens 85 dB) und idealerweise mit der Klasse A/Class A gekennzeichnet sind. Das Kabel muss direkt zwischen der Antennendose und dem Fernseher verbunden werden und damit ohne T-Stücke und Adapter!

Alternativ können Kabelkunden auch zum digitalen Kabelfernsehen wechseln, denn das digitale Kabelfernsehen ist von den Störungen generell nicht betroffen, da hierfür ganz andere Kanäle verwendet werden.


Michael Beck

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3 Kommentare zu DAB+ stört Kabelfernsehen

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  1. E. Habersohn schrieb am 11.08.2011 um 09:52

    Sehr geehrte Damen und Herren vom DAB+,

    habe Kabelfernsehen. Mir wurde empfohlen ein doppel abgeschirmtes Kabel zu kaufen. Von mindestens 85 dB und Klasse A war weder nach Auskunft im Fachhandel noch bei KMS die Rede. Nach Anschluss mit dem doppel abgeschirmten Kabel hat sich an der schlechten Bildqualität nichts wesentliches geändert.

    Ich halte es für einfach eine Frechheit erst die Zwangsgebühren einzuführen und uns nur mit ständigen Wiederholungen in den einzelnen Programmen abzuspeisen und jetzt auch noch uns einfach mit diesem Bilddesaster als Verbraucher im Stich zu lassen, uns einfach nur zu sagen, da müssen Sie halt ein neues Kabel kaufen.
    Bezahlen müssen wir wieder als Verbraucher.

    Ich werde mir überlegen und mich erkundigen, ob ich die Fernsehgebühren nicht reduzieren kann

    Mit unfreundlichen Grüßen

    E. Habersohn

  2. Rainer Deckert schrieb am 03.08.2011 um 15:35

    Hallo,
    DAB+ ist eine Frechheit.
    Kostet sehr viel Geld.
    (Sind ja aber „nur“ Gebühen, sprich Zwangsabgaben.)
    Nutzen wird es kaum jemand, denn man muß neue Geräte kaufen ,während der Zusatznutzen – zumal gegenüber Internet – vernachlässigbar ist.
    Der Kollateralschaden beim Empfang analoger Kabel-TV-Programme aber ist erheblich. Bei Millionen Haushalten ist es mit dem Austausch des Kabels Dose-Gerät nämlich nicht getan. Die Einstreuung geschieht über die hausinterne Verkabelung. Soll man etwa alle Wände und Decken aufstemmen?
    Noch was: Meines Wissens werden letztlich 7 oder 8 Kanäle – sprich Sender – betroffen sein!!!!! Das Ganze wird dann als Fortschritt verkauft. R.D. (DAB+ Geschädigter)

    • Prinzipiell ist das gesamte VHF III Band betroffen, der Bundesmuxx sendet aber auf Kanal 5. Auch beim Start von DVB-T gab es teilweise Störungen im analogen Kabelnetz. Wenn der Hausverteiler undicht ist, muss er halt erneuert werden, darum kommt keiner herum!
      Der Zusatznutzen ist vor allem mobil vorhanden. Im Auto hat DAB+ deutliche Vorteile gegenüber dem mobilen Internet. Es können unbegrenzt viele Leute das Programm hören und Zusatzdienste empfangen. Bei der Nutzung des mobilen Internets gibt es Kapazitätsgrenzen, einmal von den Mobilfunknetzen her und außerdem von den Internet-Streams. Zu Hause ist Radio via Internet sicherlich ein gutes Angebot, aber mobil völlig unbrauchbar!

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