Dem Internetanbieter Alice, vom Unternehmen HanseNet ist ein Fehler im Umgang mit vertraulichen Kundeninformationen unterlaufen. Unbeabsichtig wurden einem Kunden u. a. die Bankdaten anderer Alice-Nutzern zugesendet.
Datenunsicherheit bedroht das Internet
Die Meldungen von Datenlecks und Hackangriffen auf sensible Informationen häufen sich. Auch bekannte Netzwerke wie SchülerVZ oder der Finanzdienstleister AWD sind Ziel erfolgreicher Datendiebe. Doch in diesem Fall hat Alice eingeräumt, dass es sich nicht um einen Angriff, sondern ein Missgeschickt handelt.
Namen, Adressen, Nummern
Über hundert Mails soll ein Alice-Kunde empfangen haben. Sie enthielten Auftragsbestätigungen, Kündigungen, sowie Umfrageergebnisse. Darin waren Namen mit Adressen, Telefonnummern und teilweise auch Bankdaten verzeichnet. Der Empfänger der Mails sagte gegenüber dem NDR :”Ich hatte auf einmal 172 Mails im Ordner und wusste gar nicht, wo die auf einmal hergekommen sein könnten – bis ich dann feststellte, dass das Daten für Alice sind”
Grund für die Panne ist die E-Mail-Adresse des 48-Jährigen. Ende Oktober hatte er sich “alice@alice.de” gesichert. Versehentlich wurden die E-Mails von Kunden auf diese dann umgeleitet. Laut HanseNet ist die Adresse bereits gesperrt.
Aufklärung und Information für Kunden
HanseNet kündigte an den Fall genauestens zu untersuchen und die Betroffenen von dem Vorfall zu unterrichten. Auch der Bundesdatenschutz-Beauftragten Peter Schaar interressiert sich für den Hergang. “Wir werden dem Sachverhalt nachgehen, um aufzuklären, was dahintersteckt”, sagte sein Sprecher dem NDR.
Björn Mohr
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