In den vergangenen Wochen geisterten bereits zwei Würmer durch Jailbreak-iPhones. Diese neue Variante namens “ohshit” spioniert aber außer den Persönlichen Daten, auch Bankkonten und Zuganscodes aus.
Auch dieses Mal sind nur iPhones mit Jailbreak gefährdet, alle anderen haben von der Bedrohung nicht zu befürchten. Da sich das Virus durch WLAN-Netze überträgt ist es, laut F-Secure und security.nl bislang nur wenig verbreitet. Es vermehrt sich unbemerkt von einem Gerät zum anderen innerhalb eines Hotspots.
Bankdaten und TAN werden kopiert
Der Wurm Privacy.A machte kürzlich Schlagzeilen, da er persönliche Informationen des iPhone-Nutzers kopierte und an eine unbekannte Adresse versendete. “Ohshit” geht sogar noch weiter und sucht nach denn Zugangsdaten zu Konten, mit denen der Hacker ohne Weiteres Abhebungen tätigen könnte.
Zusätzlich hat das Virus die Möglichkeit, so genannte Botnet-Funktionen zu starten. Das bedeutet, es können Programme auf dem iPhone ausgeführt werden ohne das der Nutzer etwas bemerkt, um z.B. Spam-Mails zu verteilen. Diese Funktionen sollen sogar fernsteuerbar sein, sprich der Hacker kann ihr iPhone vom PC aus bedienen.
Wie man sich wirksam schützt
Sie bemerken, dass ihr iPhone infiziert ist höchstens, dadurch dass der Akku im WLAN-Modus sehr schnell verbraucht ist. Das “ohshit”-Virus arbeitet auf dem gleichen Prinzip der Wurm ikee. Es wird eine Lücke im Sicherheitssystem SSH (Security Shell) ausgenutzt, welche nur existiert, wenn man das Administratorenpasswort nicht ändert. Das Paradox daran ist, dass der Wurm ikee einst entwickelt wurde, um die Nutzer auf die Lücke im System aufmerksam zu machen, damit eben solche Viren verhindert werden können.
Software Mobile Terminal bietet eine Installationssoftware, mit der sie eben dieses Passwort ersetzen können. In MobileTerminal wird “passwd” eingetippt, dann werden Sie aufgefordert ihr altes Passwort (Standard:”alpine”, bei Kontamination:”ohshit”) einzugeben. Nun können Sie ihr eigenes Kennwort eingeben.
Noch sichere Methoden wären entweder die Original-Firmware über iTunes zu installieren oder eben WLAN-Netzwerken fern zu bleiben.
Björn Mohr
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