Der Suchmaschinen-Riese Google plant alle Daten seiner User zu verknüpfen. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, erlauben die ab den 01. März in Kraft tretenden Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingung, alle über Email, YouTube und Google + angegebenen Daten in einem Profil zu kombinieren.
Google will Nutzerdaten zusammenführen
Die Bekanntgabe der neuen Richtlinien sorgt nun für Aufregung im Netz. So befürchten zahlreiche Datenschützer, dass dieser Schritt Nachteile für die Nutzer bringt. Die Änderung dient derzeit nur für juristische Zwecke. Dadurch erhofft sich das Google vor allem die Möglichkeit “unkomplizierter und intuitiver” Suchergebnisse zu liefern. Außerdem können Anzeigekunden ihre Werbung zielgerichteter platzieren.
Wie das Unternehmen auf der Informationsseite mitteilte: ”Durch das Zusammenspiel eurer Daten über verschiedene Google-Dienste hinweg können wir euch noch bessere Services bieten: Wir können die Suche verbessern, indem wir herausfinden, wonach ihr wirklich sucht”.
Radikale Reduzierung der Datenschutzerklärung
Zusätzlich möchte der Konzern seine Datenschutzbestimmungen übersichtlicher und einheitlicher gestalten. Die über 70 verschiedenen Dokumente sollen auf eine zentrale Datenschutzerklärung und rund 12 weitere verschiedene Nutzungsbedingungen reduziert werden. Wie diese letztendlich aussehen werden, ist in etwa einem Monat bekannt.
Umgeht Google Regulierungsbehörden?
Im Jahr 2011 einigte sich Google mit einer US-Behörde auf eine Vereinbarung, die es verbietet, verwirrende Angaben zu veröffentlichen, die den Umgang mit Nutzerdaten beschreiben. Des Weiteren wurde es Google untersagt, die Daten ohne Einverständnis des Nutzers weiterzugeben. Außerdem willigt der Google einer halbjährlichen Überprüfung seines Datenschutzes ein.
Kritiker werfen Google nun vor, mit den neuen Bestimmungen die Regulierungsbehörde zu umgehen. So berichtet Jeff Chester, Direktor der Bürgerrechtsgruppe Center for Digital Democracy, Google versuche mit einheitlichen Datenschutzvereinbarungen zu verhindern, dass die Behörde aktiv wird.
Christoph Müller
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