Donnerstag, den 23.02.12 16:08

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Polizei warnt vor Lastschrift-Abzocke durch „Mobile App“

Achtung Abzocke! Eine Warnung vor einem bundesweitem Kontobetrug sprach die Polizei Mittelfranken und Lingen aus, auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt bereits. Betrüger sind offenbar über das Internet an Kontodaten von Kunden gekommen. Sie nutzen die Konten für einen Lastschriftbetrug, den die Betrüger über ein Smartphone-App begehen.

Zehntausende laufen Sturm

Bereits seit voriger Woche gibt es zehntausende von Beschwerden im Internet über eine Abzocker-Bande. Auf den Kontoauszügen der Opfer wurden angeblich Abbuchungen mit dem Namen „Petrus Egidus Knabben“ über Summen zwischen 19,95 und 28,06 Euro gefunden. Einige der Geschädigten berichten, dass die Beträge sogar mehrfach abgebucht wurden. Als Verwendungszweck wird bei den Abbuchungen eine „Mobile App“ angegeben.

Girtokonto beschlagnahmt

Bei der Suche nach dem Betrüger, der unter dem Namen „Petrus Egidus Knabben“ abbucht, ist die Internetgemeinde auf die Commerzbank in Lingen gestoßen. Beim Kontoninhaber soll es sich um einen Geschäftsführer der Unternehmensberatung Arthur & Anderson aus Lingen handeln. Natürlich ist diese Anschrift fingiert, so die Polizei Mittelfranken. Ein Girokonto mit insgesamt 1,7 Millionen Euro wurde von der Staatsanwaltschaft bereits beschlagnahmt. Unklar ist allerdings, ob diese Summe tatsächlich aus den Abbuchungen der Betrüger stammt.

Kontodaten von Hackern?

Zwar ist bisher unklar, wie die Betrüger an die Kontodaten der Betroffenen gekommen sind. Aber aufgrund bisheriger Erfahrungen über Datendiebstahl geht die Polizei davon aus, dass einschlägige Hacker-Foren im Spiel sind. Um durch illegale Lastschriften Geld abzubuchen reichen Namen und Kontodaten aus. Banken sind nämlich nicht verpflichtet, Einzugsermächtigungen zu prüfen.

Wer ist Petrus Egidus Knabben?

Petrus Egidus Knabben ist schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Das Internet spuckt zahlreiche YouTube-Videos sowie eine speziell auf ihn und seine Machenschaften ausgerichtete Webseite aus. In den letzten Jahren viel er vermehrt durch kriminelle Handlungen auf, wodurch bereits unter anderem eine Haftstrafe resultierte. Zuletzt war der Geschäftsführer von Arthur & Anderson in Lingen gemeldet, die angegebene Adresse stellte sich letztlich als Briefkastenfirma heraus. Eine Stellungnahme seitens Petrus Knabben blieb bislang aus.

Hotline für Betroffene

Weil vermutet wird, dass es sich bei dem Betrüger um einen bekannten Kriminellen aus den Niederlanden handeln könnte, haben Polizei und Staatsanwaltschaft zwei niederländische Beamten in ihre Ermittlungen integriert. Wer Hinweise geben kann oder selbst Betroffener ist, soll sich umgehend bei der Polizei in Lingen melden. Sie hat eine Hotline mit Anrufbeantworter eingerichtet. Telefon: (0591) 87-400.


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