Das niederländische Telekommunikationsunternehmen KPN Mobile gab in einer Pressemitteilung am Mittwochabend bekannt, dass die Gespräche über einen Zusammenschluss von Mobilfunkanbietern innerhalb Deutschlands ohne Einigung beendet wurden.
Finanzmärkte lassen Deal platzen
Zwar wurde der Name des Konzerns Telefonica in der Pressemitteilung nicht explizit erwähnt, jedoch dürft eine mögliche Fusion zwischen E-Plus und o2 zunächst vom Tisch sein. Als Grund gab KPN vor allem die Turbulenzen an den Finanzmärkten an – diese habe einer Einigung im Weg gestanden.
America Movil sitzt KPN im Nacken
Damit sitzt das mexikanischen Unternehmen America Movil des Milliardärs Carlos Slim dem KPN Konzern weiter im Nacken. Denn durch einen Verkauf der profitablen deutschen E-Plus Tochter wäre eine Übernahme für America Movil weit weniger attraktiv und könnte eventuell abgewendet werden.
Angebot je Aktie zu niedrig
Tags zuvor hatte das mexikanische Telekommunikationsunternehmen America Movil seine Anteile bei KPN Mobile von 7,2 auf 8,46 Prozent erhöht. Insgesamt strebt Slims Konzern einen Anteil von 27,7 Prozent an. KPN hält die Offerte von acht Euro je Aktie allerdings für viel zu niedrig und empfahl seinen Aktionären das 3,25 Milliarden Dollar schwere Angebot auszuschlagen. Laut Analysten liege alleine der Wert von E-Plus bei acht bis zehn Milliarden Dollar.
Fusion nicht ganz vom Tisch
Die gescheiterte Einigung zwischen Telefonica und KPN Mobile ist ein herber Rückschlag für den niederländischen Konzern. Dennoch will KPN weiterhin alle strategischen Optionen für die deutsche Tochter E-Plus prüfen. Laut Insidern ist es nicht auszuschließen, dass noch zu einem späteren Zeitpunkt eine Einigung zwischen Telefonica und KPN Mobile erzielt werden könne.
Mit einer Übernahme hätten die beiden Mobilfunkanbieter o2 und E-Plus die Marktführerschaft in Deutschland übernehmen können.
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Silke Brüggener
Jetzt kommentieren (1) Zur Diskussion im Forum: E-Plus / Base Forum
Julian Theel schrieb am 28.06.2012 um 15:49
Oh, schade. Ich hätte es begrüßt und es wäre auch interessant gewesen, wie es weitergegangen wäre.