Forscher aus verschiedenen Ländern, mit deutscher Beteiligung in Form der Universität Bonn, haben den 768 Bit “RSA”Schlüssel, mit dem etwa Kreditkartennummern im Internet verschlüsselt werden, geknackt. Die Auslesung der heute üblichen 1024 Bit Verschlüsselung rückt damit einen Schritt näher.
RSA-Verschlüsselung besitzt 232 Stellen
Die Forscher stellten mit ihrem Computernetzwerk, welches zum Knacken benutzt wurde (ein herkömmlicher PC hätte 2000 Jahre für den Vorgang benötigt), einen neuen Weltrekord auf. Den 768 Bit Schlüssel, auch “RSA”-Schlüssel genannt, nach den Initialen der US-Forscher, die ihn eingeführt bzw. entwickelt haben, mussten die Forscher in 232 Stellen zerlegen. Jede Ziffer hat ihre eigenen Primzahlen, auf Grund deren die Verschlüsselung stattfindet. Als Beispiel wird 21 angeben, die Primzahlen, die multipliziert werden müssen um diese Zahl zu erhalten sind in dem Fall 3 und 7.
Die RSA-Verschlüsselung verbirgt sich mittlerweile in jedem Internetbrowser, sodass sensible Daten schnell für Dritte unerreichbar gemacht werden, zumindest bis jetzt.
1024 Bit Schlüssel sicher?
Nachdem nun der 768 Bit Schlüssel geknackt wurde (1999: Auslesung des 512 Bit Schlüssels, 2005: RSA 663) steht für die weitere Forschung in Sachen 1024 RSA-Verschlüsselung nichts mehr im Wege. Allerdings werde es sich dabei um eine weitaus größere und schwierigere Zahl handeln, die laut den Forschern in Bonn sogar um das dreifache komplizierter sein werde als der gerade ausgelesene 768 Bit-Code.
Experten raten Unternehmen schon jetzt ab Ende diesen Jahres keine 1024 Bit-Schlüssel mehr zu verwenden, da die Offenlegung dieser RSA Technologie vermutlich schon “Ende dieses Jahrzehnts bevorsteht”. Stattdessen solle auf die weitaus sicherere 2048 Bit-Verschlüsselung umgestiegen werden.
Jannis Prieschenk
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