Der französische Präsident Sarkozy sorgte mit einem neuen Vorstoß für Aufmerksamkeit. Mit einer neuen Steuer sollen Werbeeinnahmen im Internet belegt werden, die durch Nutzer aus Frankreich entstanden sind. Die von Bloggern “Google-Steuer” getaufte Abgabe soll neue Medienprojekte in Frankreich finanzieren.
Das Riesengeschäft Online-Werbung
Nicht nur Google macht ein Millionengeschäft mit Werbung im Netz. Andere Größen sind etwa Facebook oder Yahoo verdienen ihr Geld damit. Nach dem Vorschlag eines Expertenausschusses soll ein kleiner Prozentsatz der Einnahmen, die durch Frankreichs Internet-Surfer entsteht auch an die Regierung gehen und nicht wie bisher nur an das Land, in dem die Niederlassung steht. Für Sarkozy ist es durchaus sinnvoll, dass der Staat Abgaben dafür fordern kann, wenn ein Unternehmen durch seine Mitbürger Geld macht.
Von der neuartigen Steuer wären dann auch einige deutsche Unternehmen beteiligt. Die Idee könnte sich möglicherweise auch in anderen Staaten durchsetzten. Offenbar ruft das Internet mit seinem grenzübergreifenden Angebot auch neue Steuerforderungen heraus.
Geld für die Pirateriebekämpfung
In Frankreich wird das Geld für ein Medienprojekt geplant. Der Ausschuss sollte Wege finden eine Subventionierung des Musikmarktes zu finanzieren. Um die vielen illegalen Downloads einzudämmen, möchte man zu jedem Euro den ein Musikkäufer im Netz bezahlt noch einen Euro Guthaben dazugeben. Das 50 Millionen Projekt soll 2010 anlaufen und vor allem junge Menschen für legale Musikhändler begeistern.
Björn Mohr
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Kommentare zu “Google-Steuer”: Frankreich will am Online-Werbegeschäft teilhaben