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WhatsApp vor dem Aus? Sicherheitslücken & veraltete Software

Eine Erfolgsgeschichte wie sie sich wohl jeder Entwickler wünscht: Einmal zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit der richtigen Idee sein. Genau das haben die beiden ehemaligen Yahoo-Mitarbeiter Brian Acton und Jan Koum vor vier Jahren geschafft. Sie entwickelten mit WhatsApp einen Messenger, der bis heute allein im iOS-System 12 Millionen Downloads verzeichnet, täglich 17 Milliarden Nachrichten verschickt und das gesamte SMS-Geschäft um 14 Milliarden Dollar nach unten krachen ließ!

Kritische Stimmen sorgen für Unmut

Doch in den letzten Monaten ließ die meistverkaufte Android-Applikation ordentlich Federn. Kritische Stimmen zur Update-Vorgehensweise und den bekannten Sicherheitslücken wurden laut. Langfristig gesehen wird es WhatsApp nicht leicht haben. Warum? Der nachfolgende Beitrag sorgt für Aufklärung.

WhatsApp ohne spürbare Weiterentwicklung

Zunächst sollte sich jeder die Frage stellen: “Macht WhatsApp überhaupt Sinn?” Immerhin beziehen wir uns hier auf eine proprietäre Messaging-Software. Heißt, Nachrichten können nur auf einem Smartphone empfangen werden. Das eigene Galaxy Tab oder den PC mit WhatsApp verknüpfen? Ausgeschlossen! Direkte Konkurrenten wie Facebook, Joyn oder iMessage sind da wesentlich weiter. Dort lassen sich die entsprechenden Nachrichten schon seit langem mit dem heimischen Computer respektive Tablet synchronisieren.

Fahrlässiger Umgang mit sensiblen Daten

Ein weiteres, riesiges Problem stellt der hauseigene Datenschutz dar. Im Mai des vergangen Jahres stellte die Stiftung Warentest fest, dass Namen und Telefonbuch-Einträge der User unverschlüsselt an einen US-Amerikanischen Server gesendet werden. Gerade aus Sicht der Datensicherheit ist das ungeschützte Speichern der Telefonnummern aller Benutzer äußerst bedenklich. Der von den Netzbetreibern entworfene Joyn-Versuch greift auf eine deutlich zurückhaltendere Struktur zurück: Kontaktdaten werden nicht an den Anbieter weitergeleitet, sondern direkt auf dem Telefon gespeichert.

whatsappFinanzierung durch illegale Geschäfte?

Einige Experten, darunter auch namenhafte Größen vom Bits Technology-Blog, brachten WhatsApp in der Vergangenheit mit illegalen Daten-Geschäften in Verbindung. Letzteres kursierte bislang aber eher als Gerücht durch die Branche, trotzdem bleibt ein großes Maß an Ungewissheit über die Finanzierung des Projekts. Werbebanner oder monatliche Kosten sucht man – bezogen auf iOS – vergeblich. Einzig der einmalige Preis von 0,99 Dollar steht den Kosten in Millionenhöhe entgegen. Doch reicht das wirklich um dauerhaft die komplette Server-Finanzierung zu übernehmen?

Viele Nutzer vor dem Absprung

Neben Joyn und Hike werden weitere Konkurrenten auf dem Markt erscheinen und versuchen WhtasApp die Nutzer abzujagen, soviel ist sicher. Sorgt WhatsApp dabei nicht umgehend für mehr Transparenz beim Datenschutz und Klarheit in Sachen Abo-Politik werden dem Dienst früher oder später die Nutzer davonlaufen – auch das ist sicher.


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6 Kommentare zu WhatsApp vor dem Aus? Sicherheitslücken & veraltete Software

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  2. Olaf Henkel schrieb am 08.06.2013 um 18:54

    Zum Glück gibt es Hangouts von Google…

    Die Neugestaltung von GTalk zu Google Hangouts macht den Messagedienst total elegant…. man kann genau alles was auch in WhatsApp möglich ist nur das die Daten auf allen Geräten über das Google Konto zur Verfügung stehen.
    Sei es am Tablet, Smartphone, Desktop-PC, Laptop oder in einem Internet Cafe wo man sich gerade kurz mit seinem GKonto anmeldet.

  3. icke schrieb am 05.06.2013 um 21:18

    alle Messenger die ich kenne, brauchen mindestens eine Mail Adresse und oder eine Registrierung. Whatsapp ist der einzigste den ich kenne, der nur auf der Telefonnummer basiert. Ich will keine SMS auf dem Fernseher oder sonstwo auf dem PC die soll aufs Tel und nirgends woanders hin. Im gegensatz zu MMS ist es halt einfach deutlich Kostengünstiger und International.

  4. Ahja schrieb am 05.06.2013 um 16:20

    An Björn Oberklugscheisser…. Was bist du denn fürn Vogel. OMG.
    Ich hoffe inständig auf ein aus für whatsapp. Es ist ja leider so, dass unsere Gesellschaft das macht was andere machen. Whatsapp ist bekannt, müssen alle da hin. Was anderes interessiert die gar nicht. Dabei gibt es so viel bessere Dienste, die auch noch mehr können. Siehe mysms, Viber, Chaton. Doch da die meisten Menschen leider nur eine begrenzte Kapazität an Intelligenz besitzen können die sich keine 2 Minuten damit beschäftigen und sehen, dass es viel besser ist. Wenn endlich mal ein aus für whatsapp ansteht, müssten sich alle notgedrungen nach alternativen umschauen. Hoffentlich, denn es nervt in den guten messengern niemanden zu haben und whatsapp nutzen zu müssen, weil jeder Idiot da drin ist, obwohl es der letzte Schrott ist. DUMME MENSCHHEIT

    • Ivan J. schrieb am 06.06.2013 um 03:35

      “DUMME MENSCHHEIT” Du “ahja” bist der lebende Beweis. Selten soviel Schwachsinn, in so einem kurzen Text wie Deinem, gelesen.

      @ Björn : super Kommentar!! Hast vollkommen Recht. Joyn wird 3-4 mal erwähnt,so ganz nebenher. Unauffällig ist was anderes.

  5. Björn Boisen schrieb am 03.06.2013 um 12:29

    Ich glaube Du hast nur schlecht geträumt. Dein offensichtlich aus Netzbetreiber-Sicht motivierter Beitrag, macht dies zumindest deutlich.

    WhatsApp ist maßgeblich mit verantwortlich für den globalen Umsatzrückgang der Carrier, damit ist es geschickt geglückt kostenpflichtige Dienste wie SMS/MMS nachhaltig zu reduzieren. Mit dem Ergebnis, das der Nutzer die Wahl des Service für die Nachricht und die Kosten selbst verfügen kann.

    Außerdem ist es mehr als phantastisch hier zu behaupten, Google ginge mit den Millionen TBytes am gewonnenen Daten anders um, als sie zu durch Verkauf zu veruntreuen…!

    IM auf Bais von RCS-E wie Joyn,Giga oder auch ChatOn werden es daher in der Verbreitung schwer haben weil die Nutzer-Welt sie nicht braucht.

    Und schreibe nie wieder “So viel ist sicher”. Das “Start-Menü” von Windows 8 war auch Geschichte, jetzt kommt es in Windows 8.1 wieder. Die Nutzer sind das Netz. Nicht Google, Microsoft & Co., “Das ist sicher…!”

    Regards Ede

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